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Sektorübergreifende Arbeitsgruppe zum Thema Mutterpass

 

 

 

 

 

 

 

 

Angeregt durch die Jahrestagung der Gesellschaft für Qualität in der Außerklinischen Geburtshilfe e.V. (QUAG) im Jahr 2008, traf sich eine Gruppe von ExpertInnen an der Frauenklinik der Medizinischen Hochschule Hannover und gründete die „Sektorübergreifende Arbeitsgruppe zum Mutterpass“. Sprecher der Arbeitsgruppe sind Prof. Dr. Klaus Vetter, Chefarzt der Klinik für Geburtsmedizin am Vivantes Klinikum Neukölln, und Hebamme Prof. Dr. Mechthild M. Groß (AG Hebammenwissenschaft, Medizinische Hochschule Hannover, Gross.Mechthildmh-hannover.de). Zu den Mitgliedern der Gruppe gehören Vertreterinnen der Hebammen-Berufsverbände DHV e.V. und BfHD e.V., der Vorstand und der wissenschaftliche Beirat von QUAG (Qualitätssicherung in der Geburtshilfe QUAG e.V.) sowie einzelne Landeskoordinatorinnen, MitarbeiterInnen des Zentrums für Qualität und Management im Gesundheitswesen der Ärztekammer Niedersachsen (ZQ Hannover), der Geschäftsstelle für Qualitätssicherung in Hessen (mit Sitz in Eschborn) und der Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (BQS Düsseldorf bis 2009). Als Assistentin des Vorstandes der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI) nimmt PD Dr. Corinna Peter teil. Außerdem sind die Hebamme Annette Bernloehr, PhD, und die Doktorandin Sarah Schling, beide AG Hebammenwissenschaft Frauenklinik MHH in der Arbeitsgruppe vertreten. Ausgewiesene Expertinnen und Experten werden ständig in die Arbeit einbezogen.

  

In den letzten Monaten wurde anhand verfügbarer Evidenzen aus dem Inland und europäischen Ausland ein Konzept zur Überarbeitung des Mutterpasses erstellt. Die Entscheidung zu einer Neukonzeption erwuchs vorwiegend aus der Tatsache, dass sowohl die Fehlerquellen zur Datenauswertung im Mutterpass reduziert, als auch Befund- und Anamnesekatalog neu konfiguriert werden müssen, um den Anforderungen wissenschaftlich orientierter evidenzbasierter Schwangerenvorsorge gerecht zu werden. Die Überarbeitung der Definition des Risikobegriffs und die Möglichkeit der Abgrenzung von Niedrig- und Hochrisikoschwangerschaften sind unerlässlich.

 

Der durch die sektorübergreifende Arbeitsgruppe neu konzipierte Mutterpass legt den Fokus auf die normale Schwangerschaft, das Auftreten von Risikofaktoren wird in gesonderten Bereichen dokumentiert. Die Unterscheidung zwischen Zusatzmaßnahmen, Vorgaben der Mutterschafts-Richtlinien und Erkenntnissen der evidenzbasierten Schwangerenvorsorge tragen dazu bei, die Entscheidungsfreiheit der betreuten Frauen herzustellen. Während der Arbeit wurde die Expertise weiterer ReferentInnen berücksichtigt.

 

Insbesondere soll die Identifikation der Schwangeren mit ihrem persönlichen Mutterpass ermöglicht werden und die zielgerichtete Planung des Geburtsortes eingeleitet werden.

 

 

Publikationen von Mitgliedern der Arbeitsgruppe

 

Bernloehr A. A common minimum guideline on antenatal care for multinational use. J Perinatal Medicine 2009(37):635  

 

 

Bernloehr A. Discrepancies between the need for and the provision of information prior to the administration of centrally active medication during labor. J Perinatal Medicine 2009(37):464 

  

 

Bernloehr A. Familienplanung bei Multipler Sklerose. ZGN 2009;213(S1):7 

 

  

Bernloehr A, Smith P, Vydelingum V. Antenatal care in the European Union: a survey on guidelines in all 25 member states of the community. Eur J Obst Gynecol Reprod Biol 2005;122:22-32 

 

  

Bernloehr A, Smith P, Vydelingum V. National guidelines on antenatal care: a survey and comparison of the 25 member states of the European Union. European Clinics in Obstetrics and Gynaecology 2006;2(4):213-22

 

Michelsen C Schling S Gross MM. Models of midwifery care in Germany. Arch Gynecol Obstet 2010; 282 (S1): S71

 

Schild RL Schling S. Evidenzlage des Anamnesekatalogs im deutschen Mutterpass, Gynäkologe. 2009; 42:87-92

 

Schling S Hillemanns P Gross MM. Zur Historie des Mutterpasses und seines Aktualisierungsbedarfs. Z Geburtshilfe Neonatol 2009; 213: S9

 

Schling S Michelsen C Peter C Vetter K Gross MM. The development of the German legal maternity guideline and the antenatal health care record. Arch Gynecol Obstet 2010; 282 (S1): S214