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SFB 587: Kontakt und Zielsetzung

Sprecherin:

Prof. Dr. med. Gesine Hansen
Geschäftsführende Direktorin des MHH-Zentrums Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Klinik für Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie

Medizinische Hochschule
Carl-Neuberg-Str.1

D-30625 Hannover 
Tel.: +49 511 532-9138
Fax: +49 511 532-9125 
Mail: Hansen.Gesinemh-hannover.de  

stellvertretender Sprecher

Prof. Dr. med. Jens Hohlfeld
Abteilung Klinische Atemwegsforschung 
Immunologie, Allergologie und Immuntoxikologie
Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin(ITEM) 
Nikolai-Fuchs-Strasse 1

D-30625 Hannover
Tel.: +49 511 5350-263
Fax: +49 511 5350-250
Mail: jens.Hohlfelditem.fraunhofer.de

      Kontakt und Koordination:

      n.n.

     Raum: I10-S0-7120

     OE: 9431 

     Medizinische Hochschule Hannover

     Carl-Neuberg-Str.1

     D-30625 Hannover 

     Tel.: +49 511 532-9840

     Mail: sfb587mh-hannover.de


Vorstand (PDF)

 

Zielsetzung des SFB 587



Beim lebensnotwendigen ständigen Gasaustausch mit Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxydabgabe nimmt die Lunge gleichzeitig mikrobielle Erreger, Allergene und Schadstoffe auf. Die große Kontaktfläche als Barriere zur Außenwelt ist u. a. durch verschiedene Zellen des angeborenen und erworbenen Immunsystems geschützt. Die dramatische Zunahme allergischer Erkrankungen wie dem Asthma bronchiale sowie die pathophysiologischen Mechanismen von Infektion bzw. Infektionsabwehr ist erst in Ansätzen verstanden. Da die Kenntnis der Pathophysiologie die Grundlage für eine rationale Therapie und Prophylaxe darstellt, sind die normalen und fehlgeleiteten Immunreaktionen bei Infektionen und Allergien der Lunge die zentralen Fragestellungen in diesem Sonderforschungsbereich.


Im Projektbereich A stehen verschiedene Bakterien mit Lungentropismus wie Streptococcus suis, Pseudomonas aeruginosa, Streptococcus pneumoniae, Mycobakterium tuberculosis, Chlamydia pneumoniae und Viren wie das respiratorische Synzytialvirus, das Cytomegalovirus, Influenza A-Viren und das SARS-Coronavirus im Vordergrund. Mit modernen molekularbiologischen Methoden wird in Zellkulturen und in Tierversuchen die Regulation und der Einfluss verschiedener Stoffwechselwege und virulenz assoziierter Faktoren untersucht, die den Lungentropismus und die Infektiosität bestimmen.


Im Projektbereich B stehen die Zellen des angeborenen und erworbenen Immunsystems und ihre Rolle bei allergischen Reaktionen der Lunge im Vordergrund. Die immer besser verstandenen Funktionen von Subtypen von dendritischen Zellen und Lymphozyten werden in ihrer Bedeutung bei Infektionen und Allergieentstehung in der Lunge und den drainierenden Lymphknoten untersucht. Ein Charakteristikum dieses SFB ist die eingesetzte Methodenvielfalt, die an isolierten Erregern, Zellkulturen, im Tiermodell an Labornagern und veterinärmedizinisch relevanten Spezies bis zu Untersuchungen an Probanden und an Asthma erkrankten Patienten unter hoch standardisierten Bedingungen erfolgt und somit Fragestellungen translational bearbeitet. Das gemeinsame Ziel des SFB ist es, ein besseres Verständnis der Pathobiologie von Infektionen und Allergien der Lunge zu erarbeiten, um damit neuartige und verbesserte Prophylaxe- und Therapieoptionen zu entwickeln.


Die luftleitenden Abschnitte der Lunge (Trachea, Bronchien) und der Bereich des Gasaustausches (Alveolen) haben einen für die Atmung wichtigen Wandaufbau, der aber gleichzeitig vor eingeatmeten Erregern und Allergenen schützen und protektive Immunantworten auslösen soll. Eine Fehlsteuerung kann allergische Reaktionen wie Asthma bronchiale auslösen. Zur Bearbeitung dieser klinisch komplexen, aber wichtigen Thematik haben sich verschiedene international ausgewiesene Arbeitsgruppen im Raum Hannover zum SFB 587 zusammengeschlossen: Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), das Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM), das Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI), und das kürzlich gemeinsam mit der MHH gegründete Institut für experimentelle und klinische Infektionsforschung (TWINCORE) in unmittelbarer Nähe zur MHH.


Der SFB 587 wurde im März 2009 begutachtet und die 3. Förderperiode wurde für vier Jahre ab dem 1. Juli 2009 von den Gremien der Deutschen Forschungsgemeinschaft genehmigt.