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Operative Behandlung

des Mammakarzinoms

    

Voraussetzung für die optimale Planung und Durchführung der operativen Therapie des Mammakarzinoms ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Operateuren und Pathologen, den Radiologen und den Strahlentherapeuten.

Das Vorgehen ist heute stark individualisiert und berücksichtigt die Bedürfnisse der einzelnen Patientin, die Resultate der körperlichen Untersuchung sowie der bildgebenden Diagnostik (Mammographie, Sonographie, MRT, Röntgen, Szintigraphie) und die Ergebnisse der feingeweblichen Untersuchung (Histologie).

In einem ausführlichen Beratungsgespräch werden die Befunde und die verschiedenen operativen Möglichkeiten gemeinsam mit Ihnen besprochen.

 

 

  Brustoperation

Grundsätzlich lassen sich drei Vorgehensweisen unterscheiden:

  1. die Brust erhaltende Therapie (BET), d.h. lediglich Entfernung des Tumorgewebes
  2. die Entfernung des kompletten Brustdrüsengewebes (Ablatio),
  3. die Entfernung des Brustdrüsengewebes, kombiniert mit einem Wiederaufbau (sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt).

Es wird immer versucht, die Brust zu erhalten und lediglich den Tumor zu entfernen. Dabei dürfen die lokale Tumorkontrolle und die Chancen auf Heilung nicht gefährdet werden. Wichtig ist es jedoch zu betonen, dass bei einem Brust erhaltenden Vorgehen eine Bestrahlung der Brustdrüse notwendig wird. In 70 Prozent aller Fälle kann die Brust organerhaltend operiert werden.

Bei großem Tumor oder primär ungünstigem Größenverhältnis von Tumor und Brust kann mittels einer sogenannten neoadjuvanten Hormon- und/oder Chemotherapie der Tumor verkleinert werden und in Folge die brusterhaltende Therapie angestrebt werden.

Nicht immer ist bei der Therapie des Mammakarzinoms eine brusterhaltende Operation möglich - ja nach Tumorart, Ausdehnung und Lokalistion des Tumors muss die Brust vollständig entfernt (d.h. abladiert) werden.

Dabei können wir Ihnen in enger Zusammenarbeit mit unseren Kollegen der Abteilung für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie das gesamte Spektrum der plastischen Rekonstruktionschirurgie einschließlich der so genannten DIEP-Flap-Methode ("Deep-Inferior-Epigastric-Perforator"- Lappen) anbieten, eine verfeinerte microchirurgische Technik, die eine Brustrekonstruktion mit körpereigenen Gewebe ohne den Einsatz von Implantaten ermöglicht.

 

  Lymphknotenentfernung aus der Achselhöhle

Obligater Bestandteil der operativen Therapie ist die Entfernung der Lymphknoten aus der Achselhöhle der betroffenen Seite. Der Nachweis von Tumorzellen in den Lymphknoten beeinflusst ganz wesentlich die weitere Therapieplanung.

Eine relativ neue Methode ist die Entfernung des sogenannten »Wächter-Lymphknotens« (Sentinel-Node). Dabei wird nach einem besonderen Markierungsverfahren lediglich ein Lymphknoten entfernt. Wenn dieser ohne Nachweis von Tumorzellen ist, können die weiteren Lymphknoten belassen werden.

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     Letzte Änderung: Webmaster 11.10.2011