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Kiefergelenkerkrankungen

Versorgung bei Kiefergelenkerkrankungen

Kiefergelenkerkrankungen sind nach Karies und Parodontopathien sowie deren Folgen die häufigsten Erkrankungen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich. Sie sind auch unter der Bezeichnung Myoarthropathien oder Kraniomandibuläre Dysfunktionen (=CMD) bekannt. Ob vorhandene Beschwerden auf CMD zurückzuführen sind, wird durch eine Basisdiagnostik entschieden. Hier wird auch erkannt, um welche der häufigsten Erscheinungsformen der CMD es sich handelt. Bei komplizierteren Erkrankungsformen wird eine ausführliche zahnärztliche Fachdiagnostik erforderlich, die keine Kassenleistung ist, sondern vom betroffenen Patienten privat getragen werden muss. Wie hoch die Kosten voraussichtlich sein werden, kann der Patient einem Kostenvoranschlag entnehmen, der vor der weiteren Untersuchung erstellt wird.

 

CMD muss nicht unbedingt behandelt werden. Bei bestimmten Formen der CMD kann sich auch ohne Therapie Besserung oder sogar Heilung einstellen. Wenn feststeht, welche Form der CMD vorliegt, wird mit dem Patienten besprochen, ob seine Krankheit behandelt werden muss und wie die Behandlung erfolgen kann. Von der Art der Erkrankung ist schließlich abhängig, ob eine ausschließlich zahnärztliche Behandlung erfolgversprechend ist oder ob in der Therapie eine Kooperation verschiedener medizinischer Fachgebiete notwendig wird, wie dies z.B. bei rheumatisch bedingter CMD der Fall ist.

 

Die initiale zahnärztliche Therapie ist in der Regel eine Schienentherapie. Es gibt viele verschiedene Schienentypen mit unterschiedlicher Wirkung. Je nach Krankheitsbild wird eine entsprechende Schiene eingesetzt, deren Wirkung in bestimmten Fällen durch Medikamente unterstützt werden kann. Oftmals stellt auch Krankengymnastik eine sinnvolle Ergänzung der zahnärztlichen Behandlung dar. Bei sehr schweren Krankheitsformen, von denen allerdings weniger als 5 % aller Patienten betroffen sind, ist eine Operation erforderlich. Wenn die Diagnose solch ein Krankheitsbild erkennen lässt, wird der Patient im Rahmen der interdisziplinären Kiefergelenksprechstunde einem Mitarbeiter der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie vorgestellt.

 

Für eine Erstuntersuchung, für die aus organisatorischen Gründen kein fester Termin vergeben werden kann, wenden Sie sich bitte an den Aufnahmedienst der Klinik für Zahnärztliche Prothetik und Biomedizinische Werkstoffkunde (Tel. 0511/532-4793). Weitere Informationen erfahren Sie auch unter Tel. 0511/532-4796 und -4797).