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Versorgung

Wann kann ich mein Kind sehen?

Konnten Sie Ihr Kind direkt nach der Versorgung im Kreissaal nicht mehr sehen, weil eine sofortige medizinische Behandlung auf der Station notwendig war, können Sie jederzeit, sobald es Ihnen möglich ist, auf die Neugeborenen-Intensivstation (Station 69) in der Kinderklinik kommen. Geht es Ihnen noch nicht so gut, können sie auch im Rollstuhl oder im Bett gebracht werden und Ihr Kind sehen.

Kann ich meinem Kind etwas mitbringen?

Natürlich. Häufig bekommen die Kinder Kuscheltiere, Glücksbringer oder auch eine Spieluhr von Ihren Eltern und Verwandten geschenkt. Achten Sie bitte auf die Größe der Kuscheltiere, denn der Platz im Inkubator oder Wärmebett ist begrenzt.

Wann, wie und wie lange kann ich mit meinem Kind känguruhen /kuscheln?

Sobald es der Gesundheitszustand / das Befinden Ihres Kindes zulässt, ermöglichen wir Ihnen das Känguruhen / Kuscheln. Dieses gilt für Mutter und Vater, ganz wie Sie es wünschen. Wir legen Ihnen Ihr Kind, auch wenn es noch eine Beatmung oder Atemunterstützung benötigt, auf die nackte Brust, so dass Sie diesen intensiven Kontakt genießen können und Ihr Kind den Geruch, die Wärme, den Herzschlag und die Haut seiner Eltern spürt. So bleibt es mindestens eine Stunde ganz nah bei ihnen. Bringen Sie also genug Zeit und Muße mit, so dass Sie und Ihr Kind das Kuscheln genießen können.
Kann ich mein Kind fotografieren / filmen?
Selbstverständlich können Sie Ihr Kind jederzeit fotografieren oder filmen. Achten Sie aber darauf, dass nur Ihr Kind und Ihr Partner oder Besuch auf dem Bild ist und nicht andere Kinder oder deren Überwachungsmonitore.

Was bedeuten die Kurven auf dem Monitor?

Jedes Kind auf der Intensivstation wird mindestens mit 3 Elektroden, die auf den Brustkorb geklebt werden, und einem kleinen, rotleuchtendem Sensor, der an der Hand oder am Füßchen befestigt wird, überwacht. So können wir auf dem Monitor die Herzfrequenz, die Atemfrequenz und die Sauerstoffsättigung im Blut ablesen. Bei jedem Parameter sind Ober- und Untergrenzen eingestellt. Werden diese über- oder unterschritten, gibt uns der Monitor einen Alarm. Wir kümmern uns dann sofort um Ihr Kind. Sehr häufig ist ihr Kind aber auch nur unruhig, und der Monitor erzeugt einen Fehlalarm, da die Messungen gegenüber Bewegungen sehr empfindlich sind.
Wie sollte die Körpertemperatur des Kindes sein?
Die Körpertemperatur sollte zwischen 36,5° C und 37,5°C liegen. Liegt Ihr Kind noch in einem Inkubator oder Wärmebett, ist es noch nicht in der Lage seine Körpertemperatur selbst zu regulieren. Sie oder wir messen dann bei jedem Wickeln die Körpertemperatur und regulieren dann die Temperatur des Inkubators oder Wärmebettes entsprechend.

Kann mein Kind schon sehen und hören?

Neugeborene können, ob zu früh geboren oder nicht, zu Beginn lediglich Hell und Dunkel erkennen. Das werden Sie im Umgang mit Ihrem Kind schnell merken.
Hören können Kinder auch schon vor der Geburt. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind bei den Besuchen, beim Kuscheln oder Känguruhen sprechen. Es kann Sie jetzt zwar noch nicht richtig sehen, aber die Stimmen seiner Eltern erkennt es auf jeden Fall.

Haben Frühgeborene auch schon einen Tag-Nacht-Rhythmus?

Am Anfang sicher noch nicht. Durch die Planung der Stationsabläufe und die Nachtruhe (hier möglichst keine Besuchszeit- außer in Ausnahmen) sind wir bemüht einen natürlichen Rhythmus für die Kinder zu schaffen.

Warum ist mein Kind so zugedeckt?

Während der Schwangerschaft hatte Ihr Kind, neben vielen anderen Annehmlichkeiten, auch die beruhigende Begrenzung durch Ihren Bauch. Dies versuchen wir im Inkubator nachzuempfinden, indem wir Ihr Kind in einem Nestchen lagern und es zeitweise fast ganz zudecken. So fühlt es sich geborgen.

Wird mein Kind unter dem Blaulicht /der Fototherapie braun (wie im Solarium)? Ist das gefährlich?

Alle neugeborenen Kinder bekommen in den ersten Lebenstagen die so genannte Neugeborenengelbsucht, die an einer Gelbfärbung der Haut sichtbar wird und auch im Blut zu messen ist. Diese Form der Gelbsucht ist keine Krankheit, sondern eine Folge der noch nicht ganz ausgereiften Leberfunktion. Bei Frühgeborenen fällt diese Gelbsucht oft stärker aus und muss deshalb, häufiger als beim reifen Neugeborenen, mit Blaulicht behandelt werden. Die Kinder merken davon nichts. Nur die Augen werden mit einer Schutzbrille gegen das helle Licht abgedeckt. Im Verlauf der Behandlung blasst die Gelbfärbung der Haut ab. Zu einer Bräunung oder Schädigung der Haut kommt es dabei nicht.

Wie viele Kinder versorgt eine Schwester?

In der Intensivpflegeeinheit (Zimmer 3 - 5) der Station brauchen Ihr Kind und Sie die meiste Unterstützung und Hilfe. Hier betreut eine Schwester ein bis drei Kinder. Liegt Ihr Kind auf der Intensivüberwachungseinheit (Zimmer 1, 2, 6, 7, 8 und 9), dem – wie wir gerne sagen - „Wellness-Bereich“, geht es ihm besser und Sie können Schritt für Schritt immer mehr die Versorgung Ihres Kindes übernehmen. Hier betreut eine Schwester zwischen drei bis sechs Kinder. Hier ist auch die Zeit für Sie, sich mit ihrem Baby vertraut zu machen, bevor es nach Hause geht. Sie können Ihr Kind eigenständig versorgen, können aber auch jederzeit die Schwestern fragen.

Wie lange muss mein Kind im Inkubator oder Wärmebett liegen?

Wenn Ihr Kind sehr früh geboren wurde oder eine schwerwiegende Erkrankung hat und ständig am ganzen Körper beobachtet werden muss, wird es in einen Inkubator (Brutkasten) gelegt. Später zieht es in ein Wärmebett um. Bei sehr kleinen Frühgeborenen ist das meistens bei einem Körpergewicht von 1400 – 1500 g möglich. Im Laufe der Zeit wird, je nach dem wie stabil die Körpertemperatur Ihres Kindes ist, die Wärmezufuhr über das Wärmebett herunterreguliert und schließlich ganz abgeschaltet.