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Ernährung / Stillen

 

Liebe Eltern!

Auf allen Neugeborenen-Stationen der MHH-Kinderklinik werden Sie über Fragen rund um das Stillen und die Ernährung Ihres Kindes aufgeklärt und beraten. Dabei stehen Ihnen unsere Still- und Laktationsberaterin Frau Hirsch und die Kinderkrankenschwestern zur Seite.
Zu den häufigsten Fragen über das Stillen wollen wir im Folgenden kurz Stellung nehmen:

 

Muttermilch oder Flaschennahrung ?

Generell empfehlen wir für alle Kinder eine Ernährung mit Muttermilch. Obwohl die industriellen Säuglingsnahrungen inzwischen sehr gut sind, kann keine die Muttermilch vollständig ersetzen. Dies gilt insbesondere für die gute Verdaulichkeit der Nahrungsbestandteile in der Muttermilch sowie die in ihr enthaltenen Abwehrstoffe und Abwehrzellen gegen Infektionserkrankungen. Es gibt nur sehr wenige Situationen, in denen die Fütterung mit Muttermilch nicht empfohlen wird. Dazu zählen eine Infektion der Mutter mit dem HIV-Virus (mit Einschränkung auch Infektion der Mutter mit Hepatitis-Viren) sowie die Einnahme von bestimmten Medikamenten. Gerade letzteres sollte immer individuell mit den behandelnden Ärzten abgestimmt werden. Eine mütterliche Infektion mit dem Cytomegalie-Virus stellt generell, also auch für frühgeborene Säuglinge, kein Problem dar, da Cytomegalie-Viren durch ein 3-tägiges Einfrieren fast vollständig inaktiviert werden und somit keine relevante Gefahr für den Säugling darstellen. Darum wird die Muttermilch, wenn sie an Frühgeborene mit einem Reifealter von weniger als 32 Wochen verfüttert werden soll, für 3 Tage eingefroren.

Aber auch Mütter, die aus unterschiedlichen Gründen nicht Stillen können oder wollen, brauchen sich keinerlei Sorgen um die Ernährung ihrer Kinder machen. Für die Ernährung von Säuglingen, die nicht oder nicht voll gestillt werden, stehen heute qualitativ hochwertige industrielle Muttermilchersatzprodukte zur Verfügung, denn bei der Herstellung industrieller Säuglingsnahrung gilt die Zusammensetzung der Muttermilch als Referenz.

Welche Nahrung bekommt mein Kind, wenn ich nicht stillen möchte?

Frühgeborene Säuglinge erhalten eine Frühgeborenennahrung, die speziell die Bedürfnisse des Frühgeborenen angepasst ist. Bei einem Körpergewicht von etwa 3500 g (entsprechend dem Durchschnittsgewicht eines reifen Neugeborenen) stellen wir auf die sogenannte Pre-Nahrung um, die in ihrer Zusammensetzung weitgehend der Muttermilch entspricht. Sowohl die Frühgeborenennahrung als auch die Pre-Nahrung sind ohne Probleme in der Apotheke bzw. im Handel kommerziell erhältlich. Sollten Allergien in Ihrer Familie eine große Rolle spielen, ist auch die Fütterung von hypoallergener (HA) Nahrung möglich.

Kann mein Kind auch meine Milch bekommen, wenn es noch nicht an der Brust
    trinkt?

Müttern, deren Kinder längere Zeit in unserer stationären Betreuung bleiben müssen und die nicht in Hannover wohnen, bieten wir eine Wohnmöglichkeit auf dem MHH-Gelände an, damit sie immer schnell bei ihrem Kind sein können. Auf der Station befindet sich ein Elternzimmer, das für Elterngespräche und zum Abpumpen von Muttermilch genutzt werden kann.

Was passiert mit der abgepumpten Milch?

Nach der Geburt Ihres Kindes kann es aus verschiedenen Gründen möglich sein, dass Ihr Kind noch nicht an der Brust trinken kann. Sie haben dann die Möglichkeit, Ihre Muttermilch in der Frauenklinik oder auf der Station 69 und nach Ihrer Entlassung auch  zuhause abzupumpen. Sterile Flaschen bekommen Sie bei uns. Jede Flasche muss von Ihnen mit Ihrem Namen, dem Datum des Abpumptages und der Uhrzeit beschriftet werden. Zuhause abgepumpte Muttermilch muss unbedingt gekühlt (7-8°C) oder eingefroren werden. Die Kühlkette (Abpumpen bis Fütterung) darf nicht unterbrochen werden, um eine Besiedlung mit Bakterien zu vermeiden. Bringen Sie bitte die zuhause abgepumpte Milch (am besten in einer Kühlbox mit Kühlakkus) täglich bis 15:00 Uhr in die Milchküche der Kinderklinik. Die Milchküche liegt in der Nähe des Eingangsbereiches der Kinderklinik. Muttermilch, die Sie später abpumpen oder abgeben, wird auf unserer Station zwischengelagert und am nächsten Morgen in die Milchküche geliefert.