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Internes Qualitätsmanagement

 

 

Internes Qualitätsmanagement im Forschungsverbund Familiengesundheit:  

QM-FAM und QM-FAM Reha 5.0 

 

Der Forschungsverbund Familiengesundheit verbindet praxisbezogene Forschung mit der inhaltlichen Weiterentwicklung der therapeutischen Konzepte und der Entwicklung und Evaluation von Qualitätsmanagementmaßnahmen in den teilnehmenden Kliniken. Seit 2006 wurde ein DIN EN ISO-basiertes internes Qualitätsmanagement-Verfahren entwickelt. Die aktuelle Version 5.0 basiert auf der DIN EN ISO 9001:2015. Die Mehrzahl der Kliniken ist zertifiziert.

 

 

Internes Qualitätsmanagement: der gesetzliche Rahmen  

 

Stationäre Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation für Mütter bzw. Mütter, Väter und Kinder, mit denen ein Versorgungsvertrag nach §111a SGB V besteht, sind seit dem 01.01.2000 durch §§ 135a und 137d SGB V zur Einführung und Weiterentwicklung eines internen Qualitätsmanagements (IQM) und zur Teilnahme an externen Qualitätssicherungsmaßnahmen verpflichtet.

 

Die Maßnahmen zur Qualitätssicherung und die Anforderungen an das IQM wurden erstmals 2004 gemeinsam von den Spitzenverbänden der Krankenkassen und den Vertretern der Leistungserbringer auf der Grundlage des § 20 SGB IX vereinbart. Daraufhin haben sich die Einrichtungen des Forschungsverbundes Ende 2005 entschlossen, ein einheitliches, anerkanntes und überprüfbares IQM-Verfahren spezifisch für den Mutter-Kind-Bereich aufzubauen, das die Anforderungen der Krankenkassen erfüllt. Die Wahl fiel auf DIN EN ISO 9001. Im Verlauf der ExpertInnensitzungen wurden die Grundsätze der Norm vermittelt und die Rohfassung für ein Qualitätshandbuch entwickelt, das von den Einrichtungen jeweils hausspezifisch ausgearbeitet wird.

 

In Anpassung an das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz wurde inzwischen von den Spitzenverbänden der Krankenkassen und den Leistungserbringern eine neue und präzisere Vereinbarung geschlossen, die am 01.06.2008 in Kraft trat. Vorsorgeeinrichtungen sind verpflichtet, eine Selbstbewertung durchzuführen, Rehabilitationseinrichtungen benötigen eine Zertifizierung. Die grundsätzlichen Anforderungen an ein IQM für Rehabilitationseinrichtungen nach § 20 SGB IX sowie ein einheitliches, unabhängiges Zertifizierungsverfahren haben die Spitzenverbände der Rehabilitationsträger gemeinsam im Rahmen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) vereinbart. Am 01.10.2009 trat die Vereinbarung in Kraft.

 

 

QM-FAM Reha von der BAR anerkannt

 

Stationäre Rehabilitationseinrichtungen benötigen eine Anerkennung ihres IQM-Verfahrens durch die BAR. Speziell für den Bereich der Rehabilitation hat der Forschungsverbund das Verfahren QM-FAM Reha 4.0 entwickelt, das von der BAR anerkannt ist. Mütter-, Mutter-Kind-, Mutter-/Vater-Kind- und Kinder-Rehakliniken können sich nach dem anerkannten Verfahren QM-FAM Reha zertifizieren lassen. Die aktuelle Version des Muster-Qualitätshandbuchs 5.0 ist an die neue DIN EN ISO 9001:2015 angepasst. Wenngleich in der neuen DIN ISO kein Qualitätshandbuch mehr verlangt wird, haben sich die Kliniken des Forschungsverbundes entschieden, am Qualitätshandbuch als bewährtem Arbeitsmittel festzuhalten.

Eine Anpassung an weitere Indikationsbereiche ist möglich. Nähere Informationen erteilt die wissenschaftliche Leiterin des Forschungsverbundes Frau Friederike Otto.  

Näheres entnehmen Sie bitte dem QM-FAM_Reha_Konzept_2010 .

   

 

Zusammenarbeit im Forschungsverbund Familiengesundheit

  

Die Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Kliniken und dem Forschungsteam wird in externen Qualitätszirkeln, Trägerkonferenzen und Einrichtungsbesuchen realisiert. Die externen Qualitätszirkel, genannt ExpertInnensitzungen, finden viermal im Jahr für zwei bis drei Tage statt. An den ExpertInnensitzungen nehmen die Qualitätsmanagementbeauftragten (QMB) der Kliniken teil, die die Inhalte an die internen Qualitätszirkel und Leitungspersonen ihrer Kliniken vermitteln und mit entsprechender Unterstützung in die hauseigenen Konzepte transferieren.

 

In den ExpertInnensitzungen werden die Grundlagen des Qualitätsmanagements nach DIN EN ISO 9001 vermittelt, ein gemeinsames Qualitätshandbuch erstellt, therapeutische Konzepte erarbeitet und externe Forschungsergebnisse für die therapeutische Praxis aufbereitet. Gemeinsame Forschungsprojekte werden in den ExpertInnensitzungen vorgeschlagen, geplant und dann in den Kliniken umgesetzt. Die Ergebnisse fließen zur Weiterentwicklung der Praxis in die Kliniken zurück.

 

Aus Beratungsbesuchen und internen Audits, die die Einrichtungen in Eigenregie oder mit Unterstützung einer zertifizierten Auditorin des wissenschaftlichen Teams durchführen, ergeben sich weitere Ansatzpunkte für Qualitätsverbesserungen.

 

In den zweimal jährlich stattfindenden Trägerkonferenzen werden Forschungsergebnisse vorgestellt und neue Projekte geplant sowie aktuelle gesundheitspolitische Entwicklungen diskutiert. So ergänzen sich internes Qualitätsmanagement, Forschung und Konzeptentwicklung und tragen zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess in den Einrichtungen bei.