SitemapImpressumDatenschutzerklärungdeutschenglish
MHH Logo

Tumor-Nachsorge-Sprechstunde

Terminvergabe unter Telefon 0511 / 532 - 4766

Sprechzeiten nur nach Vereinbarung: montags und donnerstags 13:30 - 16:00 Uhr

 

Für die Tumoren der oberen Luft- und Speisewege läßt sich eine eindeutige Zunahme der Inzidenz und Mortalität in der Bundesrepublik Deutschland wie auch in vielen anderen Ländern statistisch belegen.Für Kopf-Hals-Karzinome ist seit 1952 ein Anstieg in der Mortalität nachweisbar: für das Kehlkopfkarzinom um das 2-fache, für dieMundhöhlen- und Oropharynxkarzinome um das 6-fache. Plattenepithelkarzinome der Mund-und Rachenschleimhaut repräsentieren derzeit in den westeuropäischen Ländern etwa 2-5% aller malignen Tumoren mit zunehmender Inzidenz. Die wesentlichen derzeit bekannten Risikofaktoren für die Entstehung dieser Karzinome sind chronischer Nikotin-und Alkoholkonsum sowie eine unzureichende Mundhygiene. Jegliche unklare, mit Rötung oder Ulzeration einhergehende Mundschleimhautveränderung, die nach Ausschaltung möglicher mechanischer Reize (z.B. Prothesendruckstelle) nicht spontan abheilt, bedarf einer weiteren klinischen Untersuchung und Diagnostik.

 

Besteht der dringende Verdacht auf ein Mundschleimhautkarzinom so ist eine umgehende Überweisung in eine entsprechende Fachklinik notwendig, um eine weiterführende Diagnostik zu ermöglichen und eine unverzügliche Behandlung zu gewährleisten. In der primären Behandlung der Mundhöhlenkarzinomesind die operative Tumorentfernung, die Strahlentherapie sowie die Chemotherapie seit Jahrzehnten etablierte Behandlungsverfahren. Für die Mehrzahl der Tumoren ist die Operation die Therapie der ersten Wahl und bietet in Abhängigkeit von Tumorausdehnung die größte Aussicht auf Heilung. Bestandteil dieser Operation ist zum einen die Entfernung der regionären Halslymphknoten, zum anderen die Entfernung des Tumors im Gesunden. Die operative Entfernung von Anteilen der Mundhöhle führt in Abhängigkeit von der Lokalisation und Größe der Weichteil- bzw. Knochendefekte zu unterschiedlich stark ausgeprägten Beeinträchtigungen der Schluck-und Sprachfunktion. Primäres Ziel der Operation ist es somit durch Transplantation von Weichteil- oder Knochengewebe das Ausmaß der funktionellen Beeeinträchtigungen gering zu halten. Im Rahmen klinischer Studien wird u.a. der Stellenwert der kombinierten Radio-/Chemotherapie als präoperative Behandlungsmaßnahme überprüft.

 

Ein ganz wesentlicher Bestandteil der Tumorbehandlung ist die im Anschluß an die primäre Behandlung engmaschig durchzuführende Tumornachsorge. Sie findet in unserer Klinik jeweils montags und donnerstags in der Zeit von 13.30 bis 16.00 statt; in dieser Zeit können ggf. auch telefonische Auskünfte unter der Rufnummer 0511-532-4746 erteilt werden. Die Nachsorgesprechstunde hat einerseits zum Ziel durch entsprechende klinische und bildgebende Untersuchungen eventuelle Tumorrezidive frühzeitig zu erkennen, andererseits im Rahmen der Nachsorge ggf. weitere operative Eingriffe zur Defektrekonstruktion und kaufunktionellen Rehabilitation zu planen. Auch kann die Klinik Hilfestellung leisten für den Patienten und seine Angehörigen in zahlreichen arbeits- und sozialrechtlichen Fragen, mit denen der Patient plötzlich aufgrund seiner Tumorerkrankung konfrontiert wird. Sollte trotz regelmäßiger Nachsorge ein Tumorrezidiv diagnostiziert werden, so wird in manchen Fällen eine Dauerheilung nicht mehr möglich sein, aber auch gerade in dieser Situation ist es Aufgabe der Nachsorgesprechstunde dem Patienten die verschiedenen palliativen Therapiemöglichkeiten anzubieten und die weitere Betreuung zu übernehmen.

 

 

Weitere Informationen finden Sie im Tumor-Führer der MKG-Chirugie als pdf-Datei zum Download.