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Lippen-Kiefer-Gaumenspalt-Sprechstunde

Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten gehören mit einem Auftreten von etwa 1:500 Geburten zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen. Sie können unterschiedlich stark ausgeprägt sein (verdeckte Spalte, unvollständige/ vollständige Spalte, einseitige/ beidseitige Spalte). Die Ursachen der Spaltbildungen sind multifaktoriell, d.h., dass verschiedene innere und äußere Faktoren zusammenwirken. Lippen- Kiefer- und Gaumenspalten stellen keine lebensbedrohliche Fehlbildung dar. Sie können jedoch bei zu später bzw. ausbleibender Behandlung zu Entwicklungsstörungen führen. Daher ist das Ziel der Behandlung eine vollständige ästhetische und funktionelle Rehabilitation. Diese bietet die bestmöglichen Voraussetzung für eine ungestörte Entwicklung des Kindes.

Dieses Behandlungsziel lässt sich nur im Rahmen eines interdisziplinären Behandlungskonzeptes verwirklichen, welches den Patienten von der Geburt bis zum Abschluss des Wachstumsalters begleitet (Abb. 1).

 

Abb. 1 Schematische Darstellung des interdisziplinären Behandlungsteams

 

 

Wird bereits in der Schwangerschaft eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte festgestellt, können sich die werdenden Eltern zu einem Beratungsgespräch vorstellen und somit das Behandlungsteam und Therapiekonzept kennenlernen. Wird die Spaltfehlbildung hingegen erst nach der Geburt festgestellt, erfolgt die Erstvorstellung in der Regel wenige Tage nach Geburt.

Wenn Ihr Kind operiert wird, erfolgt die Unterbringung in der Kinderklinik. Dabei kann ein Elternteil mit auf Station aufgenommen werden. Postoperativ wird Ihr Kind täglich durch uns visitiert und in der Regel wenige Tage nach dem operativen Eingriff nach Hause entlassen.

Die Nachsorgen finden regelmäßig im Rahmen unserer Spezialprechstunde statt (Dienstags zwischen 14 Uhr und 16 Uhr).

Kinder mit Spaltbildungen im Gaumen neigen vermehrt zu Belüftungsstörungen des Mittelohres mit der Folge von Flüssigkeitsansammlungen in der Paukenhöhle. Die führt wiederum zu Hörminderungen. Daher werden bei Bedarf im Rahmen des operativen Eingriffes durch die Kollegen der Abteilung für Phoniatrie und Pädaudiologie Paukenröhrchen eingesetzt. Hierdurch können Erkrankungen des Mittelohres mit bleibenden Hörschäden vermieden werden.

 

Einmal im Monat findet zusätzlich eine interdisziplinäre Sprechstunde zusammen mit den Kollegen der Pädaudiologie und Phoniatrie sowie und den Kollegen der Kieferorthopädie statt. Durch die engmaschige Betreuung können Zahnfehlstellungen, Lautfehlbildungen oder Hörstörungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Weiterhin erfolgt so eine Beurteilung des Behandlungsverlaufes hinsichtlich der Ästhetik und Funktion und eine Planung möglicher operativer Korrekturen zur Verbesserung des Aussehens oder der Funktion, wie z.B. der Lautbildung. Bei Bedarf stellen wir die Kinder für Spezialuntersuchungen in den entsprechenden Abteilungen vor. Die Kinder werden in der Regel bis zum 18. Lebensjahr betreut. Für diese jährliche Kontrolluntersuchung werden die Eltern mit dem Kind jeweils im Geburtsmonat des Kindes im Rahmen eines Recall-Systems eingeladen.

 

Weitere Informationen zu unserem interdisziplinären Behandlungskonzept an der Medizinischen Hochschule Hannover können Sie der Broschüre zu Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten entnehmen.

 

Bei Fragen können Sie sich selbstverständlich jederzeit an uns wenden.

 

  

 

 

Terminvereinbarung

Sekretariat Fr. Beinert

Tel.: 0511-532 4748