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Implantat-Sprechstunde

Implantatsprechstunde: Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Mi 14:00 - 16:00 Uhr

 

Terminvergabe unter 0511/532-4742

Terminvergabe für privat versicherte Patienten unter 0511/532-4748

 

Implantate sind ein fester Bestandteil der heutigen modernen Zahnmedizin und unter bestimmten Voraussetzungen sogar die einzige Möglichkeit, einem Patienten das Tragen von Zahnersatz zu ermöglichen.

 

In der Implantologie kann heute auf einen fast vierzigjährigen Erfahrungsschatz zurückgegriffen werden. Die heute eingesetzten Implantate zur Versorgung mit Zahnersatz sind i. d. R. schraubenförmige Körper aus Reintitan, einem Metall, das vom Körper sehr gut angenommen wird. Allergische Reaktionen auf dieses Material sind nicht bekannt.

In den letzten Jahren ist mit sehr großem Aufwand an neuen Implantatoberflächen geforscht worden, die eine immer kürzer werdende Einheilzeit benötigen. Während noch vor einigen Jahren Einheilzeiten von bis zu zwölf Monaten erforderlich waren, werden heutige moderne Implantate in der Regel nach spätestens drei Monaten belastet.

 

Die Situationen, in denen Implantate eingesetzt werden können sind vielfältig und reichen vom zahnlosen Kiefer zur Verbesserung des Prothesenhaltes über die Versorgung größerer Lücken bis zum Ersatz einzelner Zähne, vor allem im ästhetisch anspruchsvollen Schneidezahnbereich. Durch die Versorgung mit Implantaten kann auf das Beschleifen gesunder Nachbarzähne verzichtet werden. Langzeitstudien haben darüber hinaus bewiesen, dass eine Implantatversorgung eine höhere Überlebensrate aufweist, als die Versorgung mit konventionellem Zahnersatz, wie z. B. einer Brücke.

Da es nach Zahnverlust zu einer Rückbildung des Knochens kommen kann, ist in einigen Fällen vor der Implantation eine Anlagerung oder Ergänzung von Knochen nötig. In unserer Abeilung stehen hierfür alle Möglichkeiten der modernen Medizin zur Verfügung. Ganz gleich, ob es sich um ein kleines Transplantat aus dem Kieferbereich selbst oder die minimal- invasive Transplantation von z. B. Beckenknochen handelt.

Bei Patienten mit angeborenen Fehlbildungen, z. B. Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, bei Patienten nach ausgedehnten Tumoroperationen und bei Patienten nach schweren Gesichtsverletzungen sind Implantate oftmals die einzige Möglichkeit, die Funktionsfähigkeit des Gebisses wiederherzustellen. Bei solchen schwerwiegenden Folgezuständen stellen Implantate einen Teil des umfassenden Konzeptes zur Rekonstruktion des Gesichtsschädels und der Kiefer dar.

Die Versorgung mit Implantaten ist immer ein Vorgang, der mehrere Schritte umfasst.
Nach dem durch unsere Abteilung durchgeführten chirurgischen Eingriff zum Einsetzen des Implantates und der Freilegung am Ende der Einheilzeit erfolgt die prothetische Versorgung in Form der Anfertigung und des Aufsetzens des Zahnersatzes durch den zuweisenden Zahnarzt, bzw. durch die Abteilung für zahnärztliche Prothetik im Hause.

In der dann folgenden Gebrauchsperiode ist eine regelmäßige Überwachung und Kontrolle des Gesundheitszustandes des Zahnfleisches am Implantat und des umgebenden Knochens erforderlich, um einen langfristigen Erfolg sicherzustellen.

Die Implantatbehandlung wird an der Zahnklinik der Medizinischen Hochschule Hannover in Zusammenarbeit der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik und der Abteilung für Zahnerhaltung und Parodontologie durchgeführt. Bereits in der ersten Beratungssitzung werden die Patienten von je einem speziell ausgebildeten Mitarbeiter pro Abteilung gemeinsam untersucht und beraten. Eine prothetische Versorgung durch die Abteilung Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ist nicht möglich.

Bei der Erstberatung wird zunächst eine klinische Untersuchung durchgeführt. Zusätzlich ist eine Röntgenaufnahme erforderlich. Aktuelle Aufnahmen können aber auch von den Patienten mitgebracht werden. Wenn nötig, wird die dreidimensionale Darstellung des Kiefers veranlasst. Hier steht unserer Abteilung ein modernes computergestütztes Untersuchungsgerät, der sog. dentale Digitale Volumentomograph zur Verfügung.
Unter Verwendung dieser Computerdaten kann die Positionierung der Implantate exakt dreidimensional geplant werden.

Die chirurgischen Eingriffe zum Einsetzen der Implantate werden in der Regel in Lokalanästhesie ambulant durchgeführt. Die Behandlung in einer ambulanten Narkose ist jedoch auf Wunsch jederzeit möglich. Eingriffe zur Vorbereitung einer Implantation, wie die oben beschriebenen Anlagerungen von Knochen, können ebenfalls in Lokalanästhesie oder Narkose durchgeführt werden.

Insbesondere Patienten mit Allgemeinerkrankungen können bei geplanten implantologischen Eingriffen in der Medizinischen Hochschule Hannover durch die angeschlossenen hochspezialisierten Fachabteilungen optimal betreut werden.

Wir bieten unseren Patienten eine Versorgung auf höchstem Niveau unter Einbeziehung der Spezialisten aller beteiligten Bereiche an. Damit finden Sie diejenige ärztliche Betreuung, die Sie von einer Klinik der Maximalversorgung erwarten können. Zudem sind für Sie doppelt approbierte Mitarbeiter, d. h. Ärzte und Zahnärzte, 24 Stunden an 365 Tagen ansprechbar, falls Sie Probleme haben sollten.
Neben den Ärzten betreuen Sie zudem qualifizierte OP-Schwestern und spezialisierte zahnmedizinische Fachangestellte auf höchstem fachlichem Niveau.

Die gemeinsam mit den o.g. Abteilungen interdisziplinär durchgeführte Implantatsprechstunde findet an 2 Tagen in der Woche statt.

Bereits die Beratung in der Implantatsprechstunde ist kostenpflichtig.

Eine telefonische Voranmeldung ist unter der Telefonnummer 0511/532-4742 möglich.

 

Privat versicherte Patienten melden sich bitte bei Frau Beinert unter der Telefonnummer: 0511/532-4748 an.