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Übersicht

 

Noch vor wenigen Jahren stand die konservative Behandlung von Wirbelsäulenverletzungen im Vordergrund. Verbesserte diagnostische Möglichkeiten (Computertomografie und Kernspintomografie) und Klassifikationen haben zu einem differenzierten Verständnis der einzelnen Verletzungen beigetragen. Durch die Entwicklung neuer Operationstechniken und spezieller Implantate erhöhte sich so die Anzahl der operativ versorgten Wirbelsäulenverletzungen an unserer Klinik von Jahr zu Jahr und wurde zu einem klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkt. In den letzten Jahren wurde zudem durch verbesserte adjuvante Therapien und differenzierte Früherkennung eine stete Zunahme von Tumoren und Knochenmetastasen an der Wirbelsäule operativ behandelt. Durch neue Verfahren wie der perkutanen Zementierung von Wirbelkörpern (Vertebro- und Kyphoplastie) hat sich eine Indikationserweiterung für die operativer Behandlung osteoporotischer Wirbelkörperfrakturen ergeben.

Abbildung 1: Anzahl der operierten Verletzungen der HWS, BWS und LWS

Wie häufig sind Rückenmarksverletzungen?

Die Gefahr einer Verletzung des Rückenmarkes oder der Nervenwurzeln macht die besondere Bedeutung der Wirbelsäulenverletzungen aus, da Querschnittslähmungen Verletzungen mit außerordentlich schweren Folgen für die Betroffenen, ihre Familie und Umgebung sind. Neurologische Defizite entstehen bei etwa 40% aller Patienten mit Verletzungen der Halswirbelsäule und bei etwa 15-20% mit Verletzungen der Brust- und Lendenwirbelsäule. Knapp die Hälfte aller traumatischen Querschnittslähmungen ist komplett.

 

Wie ist die Prognose von Rückenmarksverletzungen?

Die Prognose der neurologischen Ausfälle hängt entscheidend vom Ausmaß der primären Verletzung und der frühen Einleitung einer adäquaten Behandlung ab. Bei kompletter Querschnittslähmung ist nach Abschluss der ersten 24-48 Stunden mit keiner bedeutsamen neurologischen Erholung mehr zu rechnen. Bei partiellen Querschnittslähmungen hingegen ist mit einer bedeutsamen, funktionellen Erholung bei mehr als 60% der Patienten auch zu einem späteren Zeitpunkt zu rechnen.

 

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