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MHH-Preis an Klinik für Kieferorthopädie

 

Die leistungsortientierte Mittelvergabe hält auch in der Krankenversorgung Einzug. Eine halbe Million Euro stehen zur Verfügung.

 

Die Mitarbeiter der Klinik für Kieferorthopädie gewannen einen internen Wettbewerb im Rahmen der Leistungsorientierten Mittelvergabe (LOM) für Krankenversorgung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Sie wurden auf dem Jahresempfang der MHH am 13. Mai 2009 vom MHH-Vizepräsidenten Dr. Andreas Tecklenburg mit dem Preis in der Kategorie „Unternehmenskultur“ aus-gezeichnet, in der u.a. das Qualitäts- und Risikomanagement der Klinik bewertet wurden. Das Preisgeld beträgt 10.000€. Weitere Preisträger in zwei anderen Kategorien sind die Interdisziplinäre Transplantationsambulanz und die Klinik für Pädiatrische Onkologie der Hochschule.

„MHH-Oscar“: Dr. Andreas Tecklenburg, Vizepräsident der MHH, mit Professor Dr. Rainer Schwestka-Polly, dem Direktor der MHH-Klinik für Kieferorthopädie

 

Seit dem Antritt von Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann als MHH-Präsident im Jahr 2004 gibt es die Leistungsorientierte Mittelvergabe für Forscherinnen und Forscher in der MHH. Nun zieht auch die Krankenversorgung nach. Im Unterschied zur Forschung sollen damit keine Stellen finanziert werden. LOM in der Krankenversorgung verfolgt einen anderen Ansatz: Für besonders gute Leistungen eines Teams soll es Geldbeträge geben, mit denen das medizinische Personal ausgezeichnet wird. „Gedacht ist das Geld für Investitionen, für die sonst keine Mittel zur Verfügung stehen. Damit können beispielsweise Fortbildungen finanziert oder Aufenthaltsräume verschönert werden – oder alle gemeinsam ins Kino gehen – je nachdem, wie hoch die jeweilige Geldsumme ist“, sagt Dr. Andreas Tecklenburg, als MHH-Vizepräsident zuständig für das Ressort Krankenversorgung.

 


Für im Jahr 2008 erbrachte Leistungen stellt das Präsidium erstmals insgesamt eine halbe Million Euro aus dem Budget von 2009 zur Verfügung. „Diese Summe wollen wir nach und nach steigern – auf ein Prozent des Umsatzes im Krankenversorgungsbereich, das wären dann etwa drei Millionen Euro pro Jahr, die es zu verteilen gäbe. Alle, die sich bewerben, bekommen einen Teil des Geldes“ sagt Dr. Tecklenburg.

 


Er hatte den Einfall, die Leistungsorientierte Mittelvergabe in der Krankenversorgung einzuführen, weil im Tarifvertrag des Landes eine leistungsorientierte Vergütung für einzelne Mitarbeiter nicht zustande gekommen ist. „Ich wollte ein Instrument der Anerkennung für diejenigen schaffen, die sich engagieren und viel arbeiten. Außerdem schaffen wir damit mehr Transparenz untereinander und verbessern hoffentlich weiter die Kundenorientierung“, unterstreicht Dr. Tecklenburg. Es soll besonders belohnt werden, wenn sich Abteilungen etwas für ihre Patienten und für ihre „Kunden“ zum Thema Service ausgedacht haben. Mit letzteren sind interne Kliniken, Institute und Abteilungen gemeint.

 


Ihm geht es nicht darum, dem medizinischen Personal auf diese Weise immer mehr Leistung abzuverlangen, sondern darum, die Arbeiten, die im Klinikalltag fast schon selbstverständlich sind, zu honorieren. „Das fördert auch die Zufriedenheit und das gute Miteinander im Team, getreu dem Motto: Mit Anerkennung den Zusammenhalt untereinander zu fördern“, sagt Dr. Tecklenburg.

 


Bis Ende März 2009 hat die Projektgruppe, neben Dr. Tecklenburg bestehend aus sechs Ärzten, sechs Pflegekräften und sechs medizinisch-technischen Assistenten schriftliche 49 Bewerbungen entgegen genommen. Alle in der MHH tätigen Teams hatten die Möglichkeit, auf maximal zwei DIN A4-Seiten darzustellen, was sie im vergangenen Jahr Außergewöhnliches geleistet hatten. Dr. Tecklenburg ist zufrieden: „Dafür, dass wir dies das erste Mal machen, ist das eine tolle Anzahl von Teilnehmern.“

 


Es gab drei Bewertungskriterien, mit denen die Teams Punkte sammeln konnten. Die wirtschaftliche Situation der Klinik, die Qualitätskomponente und die subjektive Stellungnahme der einzelnen Teams. Beispielsweise gab es eine bestimmte Anzahl von Punkten, wenn der Gewinn einer Klinik die ursprünglich erwartete Summe übertraf. Dabei floss auch die Größe einer Organisationseinheit mit ein. Das Medizincontrolling um Dr. Olaf Schäfer hatte dazu eine Berechnungsformel entworfen. Für die Bewertung der Qualitätskomponente hatte Dr. Daisy Hünefeld, Leiterin der Unternehmensentwicklung, ein System erschaffen. Dazu gehörte zum Beispiel die Auswertung von Patienten- oder Einweiserbefragungen. Für die subjektive Beurteilung war die Jury zuständig. „Wir haben, ähnlich wie bei einer Filmpreisvergabe, kraft unserer souveränen Autorität Punkte vergeben“, sagt Dr. Tecklenburg. Der Beste eines jeden Bewertungskriteriums wird auch zukünftig auf dem MHH-Jahresempfang im Mai vorgestellt werden.


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