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Granulozytenspende



Was sind Granulozyten?

Granulozyten sind eine Fraktion der weißen Blutkörperchen (WBK) und damit ein normaler Bestandteil des menschlichen Blutes. Sie werden zur Behandlung von Infektionen im Rahmen der Knochenmarktransplantation bzw. von Erkrankungen des blutbildenden Systems benötigt und können nach vorbereitenden Maßnahmen im Rahmen einer Granulozytapherese aus dem menschlichen Blut gewonnen werden.

 

Ablauf der Granulozytenspende

Bei diesem technischen Verfahren wird Ihr Blut unter Zugabe eines Sedimentationsbeschleunigers (6%ige Hydroxyäthlystärkelösung) sowie eines gerinnungshemmenden Mittels (Citrat) in den Zellseparator geleitet. Im Zellseparator rotiert eine Zentrifuge mit einem Zentrifugeneinsatz aus Kunststoff. In der Zentrifuge werden die Granulozyten angereichert und dann in einem Beutel gesammelt. Das Verfahren stellt sicher, dass ein großer Teil der WBK/Granulozyten gesammelt wird und fast alle anderen Blutbestandteile wieder in den Körper des Spenders zurückfließen. In der Regel sind mehrere Granulozytapheresen an aufeinander folgenden Tagen oder in kurzem zeitlichen Abstand von einigen Tagen erforderlich. Die Apherese dauert ca. 2 bis 3 Stunden. Da nur Einmalartikel verwendet werden, ist eine Übertragung von Krankheiten durch die Zellseparation nicht möglich. Granulozytenkonzentrate werden wenige Stunden nach Herstellung frisch transfundiert. Die Granulozytenspende ist immer mit einer medikamentösen Vorbehandlung des Spenders (Mobilisation) verbunden.

 



Eine detaillierte Beschreibung dieser Spendetechnik finden Sie im Informationsblatt (Download, PDF).