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Medizinische Hochschule Hannover | Carl-Neuberg-Str.1 | 30625 Hannover | Tel.:(+49) 0511-532-0

Studienprogramm

 

 

Studienprogramm


Begründung für die Einrichtung des Programms


Der Wissenschaftsrat schreibt in seinen Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Zahnmedizin an den Universitäten in Deutschland zum Thema Master-Studiengang: „Zusätzlich zu den bisherigen Formen der praxisbezogenen Weiterbildung empfiehlt der Wissenschaftsrat den Universitäten, neue formalisierte Weiterbildungsstudiengänge in Form strukturierter, kostenpflichtiger Postgraduierten Studiengänge zu etablieren, die mit einem universitär zu verleihenden Master-Titel abgeschlossen werden (z.B. für Implantologie, Parodontologie, Gerostomatologie)“. Zu diesen Vorgaben passt ein Master-Studiengang „Lingual Orthodontics“ bestens.


Die linguale Orthodontie, das heißt die kieferorthopädische Behandlung mit auf der Innenseite der Front- und Seitenzähne angebrachten festen Zahnspangen, hat in den letzten Jahren außerhalb Deutschlands in Europa und Asien einen boomartigen Anstieg erlebt. Unter Einsatz moderner Technologien und ausgereifter Behandlungsprotokolle sind Behandlungsergebnisse zu erreichen, die dem „state of the art“ der modernen internationalen Kieferorthopädie entsprechen. Wegen der Andersartigkeit und Komplexität der einzelnen Behandlungsschritte im Vergleich zu herkömmlichen vestibulären (an der Außenseite der Zähne befestigten) Apparaturen ist jedoch die klinische Umsetzung dieser Behandlungsmethode eine anspruchsvolle Herausforderung, die nur mit einer weitergehenden Ausbildung gemeistert werden kann. Dieser Tatsache tragen seit einigen Jahren zwei postgraduierte Studiengänge in lingualer Orthodontie an den Universitäten Paris 5 und Paris 7 Rechnung, die mit dem „Diplome Universitaire en Orthodontie Linguale (DUOL)“ abschließen. Damit existiert in Frankreich eine universitäre Weiterbildungsmöglichkeit, die bei Fachzahnärztinnen/-ärzten für Kieferorthopädie sehr beliebt und nachgefragt ist. Da in Deutschland zur Zeit noch keine entsprechende Weiterbildungsmöglichkeit besteht, wird die Einrichtung eines postgraduierten Master-Studienganges angestrebt. Im Blick auf die Vielzahl bereits praktizierender Kieferorthopäden besteht hier ein erheblicher Qualifikationsbedarf.


Abschätzung der Anzahl von Studieninteressierten


Es wird mit einer durchschnittlichen Nachfrage von 20 Studieninteressierten pro Jahr gerechnet. Die Akquise wird dabei durch Pubklikations- und Marketingtätigkeit der Organisatoren des Studienganges sowie durch verbale Empfehlungen durch die Lehrenden auf Veranstaltungen (Fortbildungen usw.) und der Studierenden untereinander erfolgen. Jährlich werden zum Wintersemester jeweils sechs Studierende zugelassen.

 

Bedarf auf dem Arbeitsmarkt

 
Der Bedarf erschließt sich aus einem interpretativen Gesamtzusammenhang, der sich aus der internationalen kieferorthopädischen Fachentwicklung, der entsprechenden Fachdiskussion von Praxiserfahrungen und letztlich auch aus der Tatsache ergibt, dass ein Studiengang „Lingual Orthodontics“ zwar in Frankreich als Diplom-Studiengang, aber noch nicht in Deutschland angeboten wird und weltweit noch nicht als Master-Studiengang. Insofern ist von einem entsprechenden Bedarf auszugehen.


Berufsbefähigung (Employability)


Beim Master-Studiengang „Lingual Orthodontics“ handelt es sich um einen berufsbegleitenden, weiterbildenden Studiengang.


Berufsfeldbezogene Nachfrage, innerwissenschaftliche Begründung

 
Die kieferorthopädische Lingualtechnik ist international Bestandteil der Forschung, Lehre und Krankenversorgung. Es existieren eine „European Society of Lingual Orthodontics“ und eine „Deutsche Gesellschaft für Linguale Orthodontie“. Siehe auch Teil III, Lebenslauf und Publikationen von Herrn Dr. Wiechmann.


Kooperationen in Bezug auf den vorliegenden Studiengang


Es sind folgende Kooperationen vorgesehen:


Verflechtungen in der Lehre


Bezogen auf die Medizinische Hochschule Hannover sind folgende Kooperations-partner an der Lehre beteiligt:

 

Klinik / Institut /
Einrichtung

Hochschule

Kooperationsinhalt
(Ansprechpartner)

Klinik für
Kieferorthopädie

Medizinische Hochschule
Hannover

Allgemeine / spezielle
Kieferorthopädie und Lingualtechnik
(Prof. Dr. Rainer Schwestka-Polly)

Klinik für
Zahnärztliche Prothetik und Biomedizinische Werkstoffkunde

Medizinische Hochschule
Hannover

Werkstoffkunde, Mikrobiologie, Besiedlung
von Oberflächen mit Biofilm
(Prof. Dr. Meike Stiesch)

Klinik für
Mund-, Kiefer- und
Gesichtschirurgie

Medizinische Hochschule
Hannover

Kieferorthopädisch-kieferchirurgische
Therapie
(Prof. Dr. Dr. Nils-Claudius Gellrich)

Institut für Biometrie

Medizinische Hochschule
Hannover

Wissenschaftliches Arbeiten mit
statistischen Methoden
(Prof. Dr. Hartmut Hecker)

Bibliothek

Medizinische Hochschule
Hannover

Nutzung des Medienpools,
Literaturberatung, Fernleihe
(Dr. Annamarie Felsch-Klotz)

 

Gemeinsame Nutzung von Modulen

Ein gemeinsame Nutzung von Modulen in Kooperation mit dem Master-Studiengang „Zahnärztliche Funktionsanalyse und –therapie mit Computerunterstützung“ an der Universität Greifswald (Leiter: Prof. Dr. Bernd Kordaß) ist möglich. Entsprechende Kontakte zwischen Herrn Prof. Dr. Kordaß und Prof. Dr. Schwestka-Polly dokumentieren diese Absicht.


Externe Kooperationen

Der interdisziplinäre und internationale Anspruch ist ein wesentliches Merkmal des Studienganges. Daher sind folgende Kooperationen mit weiteren Vertretern des Wissenschaftsstandortes Hannover und mit Lehrenden aus anderen Hochschulen und Institutionen national und international vorgesehen:

 

 

Dozent / -in 

Institut / Land

Veranstaltung

Prof. Dr. Hans-Peter Bantleon

Medizinische Universität
Wien, Österreich

Aktuelle Aspekte der Mechanik
festsitzender kieferorthopädischer
Apparaturen unter
Berücksichtigung von Kräften und
Drehmomenten

Prof. Dr.-Ing. Dieter Besdo

Technische Mechanik,Universität Hannover, D

Prof. Dr. Alain Decker

Universität Paris 5,
Frankreich

Klinische Lingualtechnik

Prof. Dr. Dr. Peter Diedrich

 RWTH
Aachen, D

Parodontal geschädigtes Gebiss
und Kieferorthopädie

Prof. Dr. Robert Garcia

Universität Paris 7,
Frankreich

Klinische Lingualtechnik

Dr.-Ing. habil. Andreas Ostendorf

Laser Zentrum
Hannover, D

Messtechnik und
Datenverarbeitung

Prof. Dr. Paul-Georg Jost-Brinkmann

Charité
Berlin, D

Verschiedene Laborprozesse

Prof. Dr. Sabine Ruf

Universität
Gießen, D

Lingualtechnik und
Herbst-Apparatur

 

Darüber hinaus ist eine Projektwoche im 2. Studienjahr als kompakte Lerneinheit in Paris geplant.

 


Qualifikationsziele

 


Grundlagen

  • Erwerb von Überblicks- und Vertiefungswissen wissenschaftlicher Grundlagen (Theorien, Begriffe, Konzepte), 
  • Erwerb von Wissen hinsichtlich der fachlichen Relevanz lingual-orthodontischer Maßnahmen (Funktion, Nutzen, Ästhetik).


Vertiefung

 

  • Erwerb von Orientierungswissen sowie von Behandlungs- und Beratungswissen zum Thema Prophylaxe (Konzepte, Verfahren, Instrumente, Recall), 
  • Kenntnis von Methoden zur Information, Aufklärung und Beratung von Patienten (Aufwand-/Nutzen-Relation, Mitwirkungsfunktion des Patienten, Erfolgskontrolle), 
  • Anwendung von Konzepten der qualitäts-orientierten Planung und Organisation von Diagnose, Behandlung, Therapie und Nachsorge, 
  • Kenntnis aktueller Konzepte und Praxismodelle des Komplikations-managements (einschließlich Verfahren des nachhaltigen Problemlösungs-Managements), 
  • Kenntnis einschlägig relevanter Rechtsfragen, 
  • Kenntnis von Verfahren und Optimierung von Dokumentation.
    Übung / Anwendung / Praxis 
  • Planung, Behandlung und Dokumentation von 3 Patienten-Fällen in der Medizinischen Hochschule Hannover, von weiteren 2 Patienten-Fällen in der eigenen Praxis (Fallstudien), 
  • davon Nachweis eines Falls zum Nachsorgemanagement.
    Wissenschaftliches Arbeiten 
  • Erstellen einer Master-Thesis, 
  • Reflexion / kritische Würdigung der Ereignisse.


Zugang und Zulassungsvoraussetzungen für den Master-Studiengang


Zugelassen werden Bewerberinnen / -er mit

 

  • abgeschlossenem Studium der Zahnheilkunde; 
  • zusätzlicher Fachzahnarztausbildung für Kieferorthopädie; 
  • abgeschlossener Promotion im Bereich der Zahnmedizin, Medizin oder der Naturwissenschaften; 
  • sowie mit einer schriftlichen Begründung des Studien- und Entwicklungsinteresses, aus dem die Adäquatheit des angestrebten Master-Studiums erkennbar ist; 
  • nach Teilnahme an einem Auswahlgespräch.


Studierende des Studiengangs müssen mit dem Studienbeginn über einen internetfähigen Personal-Computer verfügen (Studienvoraussetzung), da die Studienorganisation nur ein Wochenende pro Monat als Präsenzstudium vorsieht und das Studienkonzept eine Online-Betreuung zwischen den Präsenzphasen sowie einige Online-Lehrveranstaltungen einschließt.


Die Studienberatung erfolgt durch eine einzurichtende Geschäftsstelle, die z.B. in der Abteilung Kieferorthopädie der Medizinischen Hochschule Hannover angesiedelt ist.

 

Curriculum

Art des Lehrangebotes


Das Lehrangebot ist als weiterbildendes Teilzeit-Studium zu absolvieren. Es ist forschungs- und anwendungsorientiert, nicht konsekutiv; es ist berufs-begleitend zu studieren und wird multimedial / telematisch unterstützt.


Struktur des Curriculums


Das Curriculum zielt auf die Vermittlung einer forschungs- und anwendungsorientierten, gleichwohl theoriegeleiteten Handlungs- und Reflexionskompetenz.

 

Folgende Kompetenzen sollen vermittelt werden:

 

 

1. Sem.  

2. Sem.

3. Sem.

 4. Sem.

Modul 1:

Initialphase  bei der Behandlung mit lingualen
Apparaturen

Orientierung,
Grundlagen,
Vertiefung und Patientenbehandlung

Wissenschaft-liches Projekt,
Vorbereitung Master-Thesis
Patienten-behandlung mit
Kompakt-woche

Wissen-schaftliche Reflexion,
Durchführung Master-Thesis,
Patienten-behandlung mit
Kompakt-woche II

Modul 2: 

Einführung in die linguale Mechanotherapie

Modul 3:  

Spezielle Mechaniken in der Lingualtechnik

Modul 4: 

Mechano-therapeutische
Besonderheiten in der Lingualtechnik

Modul 5:

Bracketsysteme
in der Lingualtechnik

Modul 6:

Funktionsdiagnostik in der Kiefer-orthopädie

Modul 7:

Besonderheiten  der Lingualtechnik in Theorie und  Praxis

Modul 8:

Studienabschluss / Master-Thesis

 

Verhältnis von Präsenzzeiten und Selbststudium


Der Anteil des Präsenzstudiums umfasst ca. 25 % des gesamten Studienprogramms. Monatlich findet eine Wochenendveranstaltung mit jeweils ca. 20 Unterrichtsstunden statt (insgesamt elf Veranstaltungen / Studienjahr; im August jeden Jahres findet wegen der Ferienzeit keine Veranstaltung statt). Zusätzlich findet im 3. und 4. Semester jeweils eine Kompaktwoche statt (ca. 40 Unterrichtsstunden, täglich 9.00 – 18.00 Uhr).


Zwischen den Präsenzphasen werden zur intensiven Vor- und Nachbereitung angeleitete Selbststudienphasen wie folgt organisiert:

  • Lektürearbeiten,
  • Recherche-, Erkundungs- und Arbeitsaufträge,
  • Teamarbeits- sowie Anwendungs- und Übungsaufgaben,

Nutzung der Lernplattform LINGUAL unter folgenden Aspekten:

  • sämtliche Ergebnisdarstellungen und Einsendeaufgaben werden auf der Lernplattform „intern veröffentlicht“;
  • die studienbegleitende elektronische Kommunikation dient der
  • nachhaltigen Orientierung (studienrelevante Informationen,     „schwarzes Brett“),
  • der Stabilisierung der Studierenden (Beantwortung von Fragen, Artikulation von persönlichen und studienorganisatorischen Problemen),
  • der Moderation von Diskussions-Foren,
  • der Kommentierung und Rückmeldung zu Studienarbeiten;
  • die studentische Mitwirkung hieran dient auch als Kriterium des    Nachweises aktiver regelmäßiger Teilnahme.


Ausrichtung - national / international


Die Organisatoren des Studiengangs sehen die Notwendigkeit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der nationalen und internationalen Ausrichtung und Kooperation.

  • Vorgesehen ist der Austausch mit Fachkollegen (siehe I, 2.1 und II,1.5.3);
  • Publikation der Master-Arbeiten in internationalen Fachzeitschriften;
  • kontinuierliche Diskussion mit den Lehrenden, einmal jährlich in gemeinsamer Sitzung;
  • Organisation eines Symposiums, z.B. nach Durchführung des ersten Studienjahrgangs.


Lehrmethoden


Der Lehrstoff wird in Form von Vorlesungen, Übungen, Seminaren, Trainings, Workshops und studienbegleitenden Projekten vermittelt, gefestigt und mit dem Ziel praktischer Anwendung vertieft. Das Einbringen und die kritische Reflexion beruflicher Vorerfahrungen werden dabei systematisch gefördert. Darüber hinaus werden die Studierenden während der Zeit ihres Studiums betreut und begleitet.


In den Selbststudienphasen, insbesondere zwischen den Präsenzphasen werden folgende Kommunikationsprozesse zwischen den Studierenden und Lehrenden mit Hilfe der elektronischen Lernplattform LINGUAL organisiert: Klärung von Fragen am elektronischen Studienmaterial durch Annotationen, die zeitnah durch die Dozenten beantwortet werden, Bildung von informellen / vereinbarten Arbeitsgruppen, Chats, Diskussionsforen, Erwerb von Wissen im Rahmen von Telematikmodulen.


Angaben zur eingesetzten Lernplattform LINGUAL

 


Bereitstellung von Lehr- und Lernmaterialien insbesondere in der Implementierung von Kommunikationslösungen (Forum, Chat-System, internes Mailsystem mit Postfach für jeden Studierenden und Lehrenden, Up- und Downloadfunktionen). Weiter wurde Wert gelegt auf die Möglichkeit größtmöglicher Individualisierung (Lernkladde für jeden Studierenden, individuelles Glossar, individuelles Bookmarkverzeichnis für Textstellen aus dem Online-Lehrmaterial, individuelle Verwaltung von externen Links zur weiteren Vertiefung bzw. Ergänzung des vorhandenen Lehr- und Lernmaterials). Zudem wurde bereits in der Entwicklungsphase vorgesehen, die Lernumgebung mehrsprachig anbieten zu können.


Ein weiteres Feature ist die Einbindung umfangreicher Materialbibliotheken für die Studierenden. Hierin enthalten sind u.a. eine Bibliothek von Arbeits-materialien, die von den Lehrenden gefüllt werden kann, ein Bildarchiv, eine Literaturverwaltung mit diversen Sortierfunktionen sowie eine Verwaltung externer Links, die auf andere Lernressourcen im Internet verweisen.

 


Für die Evaluation wurde die Option geschaffen, den Studierenden beliebige Fragebögen zu präsentieren, die abschließend von den Lehrenden ausgewertet werden können. Eine einfache Analyse ist bereits Online möglich.


Auf Wunsch ist die Erweiterung des Systems jederzeit durch Ergänzungsmodule möglich.


Technische Angaben:
Webserver: Microsoft IIS V5
Datenbank: MS SQL Server 2000
Scriptsprachen: HTML
CSS
Javascript
VBS
Browser: Microsoft Internet Explorer ab Version 5.5 oder höher


4.6 Prüfungsformen


Studienbegleitende Prüfungen finden zu allen Modulen statt. Für diese Prüfungen gibt es Leistungspunkte (LP). Die Prüfungen werden je nach Veranstaltung in Form von Klausuren, Referaten, Hausarbeiten, Testaten oder Fallstudien absolviert.


Die Lernenden, die berufsbedingt größtenteils zeitlich und räumlich getrennt studieren, werden mediengestützt mit anleitenden und betreuenden Maßnahmen seitens der Lehrenden unterstützt. Hierzu wird eine extra eingerichtete Studiengangsgeschäftsstelle installiert, die für die zeitnahe Kommunikation (Rückmeldung, Stabilisierung der Studierenden) sowie Störungsbeseitigung (Irritationen, technische Probleme etc.) zuständig
ist.


Eine Einführung in wissenschaftliche Methoden unter besonderer Berücksichtigung der Biometrie wird im 2. Semester gegeben. Die qualitätsorientierte Beurteilung und Bewertung der Patientenbehandlungen wird durch begleitende Kolloquien sichergestellt.


Für die Zulassung zur Abschlussprüfung müssen mindestens 35 LP nachgewiesen werden. Voraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss der Module 1 bis 5. Da das Modul 7 überwiegend praktische Tätigkeit und Dokumentation umfasst und sich die Patientenbehandlung über 4 Semester erstreckt, kann das Modul 7 erst zum Ende des 4. Semesters abgeschlossen werden. Es ist erforderlich, dass der Fortschritt der Patientenbehandlung am Ende des 3. Semesters dokumentiert ist. Die Abschlussprüfung besteht aus einer schriftlichen wissenschaftlichen Abschlussarbeit mit dazugehöriger 15 mündlicher Prüfung (15 LP). Die Master-Thesis wird im 3. Semester durch die Initiierung und Durchführung eines eigenen Forschungsprojektes vorbereitet (Konzeption, Datenbeschaffung) und im 4. Semester durch eine vertiefte wissenschaftliche Reflexion (Nutzendiskussion, Chancen-/Grenzen-Erörterung, Einordnung in den wissenschaftlichen Gesamtzusammenhang) mit der Master-Thesis abgeschlossen. Hat der Kandidat eine Modulprüfung nicht bestanden oder gilt sie als nicht bestanden oder wurde die Master-Thesis schlechter als mit "ausreichend" bewertet, so erteilt der Prüfungsausschuss entsprechend der Prüfungsordnung im Weiterbildungsstudium „Lingual Orthodontics“ an der Medizinischen Hochschule Hannover dem Kandidaten hierüber einen schriftlichen Bescheid, der auch darüber Auskunft gibt, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang und in welcher Frist Prüfungsleistungen wiederholt werden können. Hat der Kandidat in seinem Studiengang eine Prüfung endgültig nicht bestanden, erteilt der Prüfungsausschuss einen Bescheid, in dem darauf hinzuweisen ist, dass eine eventuelle Immatrikulation beendet wird.
Siehe auch III, 2.

 

Grafiken zum Studienverlauf


Modulplan

 

Modul

Inhalt

1. Sem.

Zwei Präsenz-tage pro Monat:

Theorie (Freitag)

Praxis (Samstag)

2. Sem.

Zwei Präsenz-tage pro Monat:

Theorie (Freitag),

Praxis (Samstag)

3. Sem.

1 Präsenztag pro Monat:

Praxis (Samstag)

plus wissenschaftl. Projekt, Vor-bereitung

Master-Thesis

Patienten-behandlung mit Kompakt-woche I

4. Sem.

1 Präsenztag pro Monat: Praxis (Samstag) plus wissenschaftl. Reflexion, Durchführung Master-Thesis, Patienten-behandlung mit Kompakt-woche II

1

Initialphase bei der Behandlung mit lingualen Apparaturen

6 LP

2

Einführung in  die linguale Mechano-therapie

6 LP

3

Spezielle Mechaniken in der Lingualtechnik

6 LP

4

Mechano-therapeutische Besonderheiten in der Lingualtechnik

6 LP

5

Bracketsysteme in der Lingualtechnik

6 LP

6

Funktions-diagnostik in  der Kiefer-orthopädie

5 LP

7

Besonderheiten der Lingual-technik in Theorie und Praxis

10 LP

8

Master-Thesis / Studien-abschluss

5LP

10LP

 

 

 

Module setzen sich zusammen aus Theoriebausteinen (Orientierungswissen, fachwissenschaftliche Grundlagen, Vertiefungswissen) und Praxis (Patientenbehandlung).


Kompaktwoche I

 

  • Ort: Paris (Do, Fr und Sa in der Universität Paris 5 sowie Mo und Di in der Universität Paris 7),
  • Zeiten: Montag – Freitag, jeweils 9.00 – 19.00 Uhr,
  •  Vormittags: Theorie-Phase, nachmittags: Famulatur.
    Im Unterricht verwendete Sprachen: Deutsch, englisch, französisch.

Kompaktwoche II

 

  • Ort: Bad Essen (Kieferorthopädische Fachpraxis Dr. Wiechmann) bzw. Hannover (Abteilung Kieferorthopädie der MHH)
  • Zeiten: Montag – Freitag, jeweils 9.00 – 19.00 Uhr
  • Vormittags: Praxisfall-Besprechung, nachmittags: zahnärztliche/zahntechnische Tätigkeiten

 

 

Workload (in Zeitstunden)

Modul /   zugehörige Veranstaltung

Semester

Prüfungs-formen

Stunden Lehrver-anstaltung

Stunden Selbst-studium

LP

Modul-beauftragte

Modul 1:

Initialphase   bei der Behandlung   mit lingualen Apparaturen

1.

(MC-) Klausur, mündliche Prüfung, Bewertung einer Dokumentation, Referat

45

135

6

LE 1:

Allgemeine Vorraussetzung zu Behandlungs-beginn

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Theresia Asselmeyer, M.A., Dr. Wiechmann

LE 2:

Vorbereitende Maßnahmen

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

LE 3:

Werkstoff-kundliche Aspekte der adhäsiven Befestigungs-technik

 

7,5

22,5

1

Fr. Prof. Dr. Stiesch 

LE 4:

Kleben mit selbst-härtenden und lichthärtenden Materialien

15

45

2

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

LE 5:

Nachkleben von gelösten Brackets

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

Modul 2:

Einführung in  die linguale Mechano-therapie

1.

(MC-) Klausur, mündliche Prüfung, Bewertung einer Dokumentation, Referat

45

135

6

LE 1:

Ligaturen und Elastics

15

45

2

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

LE 2:

Bogensequenzen bei Behandlung ohne Extraktionen

 

15

45

2

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

LE 3:

Bogensequenzen bei Behandlung  mit Extraktionen

 

15

45

2

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

Modul 3

Spezielle Mechaniken     in der Lingualtechnik

1. / 2.

(MC-) Klausur, mündliche Prüfung, Bewertung einer Dokumentation, Referat

45

135

6

LE 1:

Vorgehen bei einfachen Fällen ohne Extraktion

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

LE 2:

Vorgehen bei komplexen Fällen ohne Extraktion

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

LE 3:

Dentoalveoläre Kompensation der Bisslage

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

LE 4:

Dentoalveoläre Kompensation  eines Platz- mangels

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

LE 5:

Selektiver Lückenschluss mit Mini- bzw. Mikroschrauben

15

45

2

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

Modul 4

Mechano-therapeutische Besonderheiten in der Lingualtechnik

2.

45

135

6

LE 1:

Aktuelle  Aspekte der Mechanik festsitzender kiefer-orthopädischer Apparaturen unter Berücksich-tigung von Kräften und Drehmomenten

2.

(MC-)Klausur, mündliche Prüfung, Bewertung einer Dokumentation, Referat

15

45

2

Prof. Dr. Ing. Besdo, Prof. Dr. Bantleon

LE 2:

Lingualtechnik und Herbst-Apparatur

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Ruf

LE: 3:

Lingualtechnik und  orthognathe Chirurgie

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Dr. Gellrich

LE 4:

Parodontal geschädigtes Gebiss und Kiefer-orthopädie

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Dr. Diedrich

LE 5:

Finishing in der Lingualtechnik, Retention

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

Modul 5

Bracketsysteme in der Lingualtechnik

2.

(MC-) Klausur, mündliche Prüfung, Bewertung einer Dokumentation, Referat

45

135

6

LE 1:

Messtechnik  und Daten-verarbeitung

7,5

22,5

1

Dr.-Ing. habil. Ostendorf

LE 2:

Herkömmliche konfektionierte Bracketsysteme

 

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

LE 3:

Verschieden Laborprozesse

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Prof. Dr. Jost-Brinkmann, Dr. Wiechmann

LE 4:

Laserbasierte Rapid-Prototyping-Verfahren

7,5

22,5

1

Dr.-Ing.   habil. Ostendorf

LE 5:

Biofilmbildung auf Bracket-systemen

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Stiesch

LE 6:

individuelles Lingualsystem "Incognito"

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

Modul 6

Funktions-diagnostik in  der Kiefer-orthopädie

2. / 3.

(MC-) Klausur, mündliche Prüfung, Bewertung einer Dokumentation, Referat

37,5

112,5

6

LE 1:

Theoretische Grundlagen der Funktions-diagnostik

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, T. Asselmeyer, M.A.

LE 2:

Konzepte und Verfahren der Funktions-diagnostik

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, T. Asselmeyer, M.A.

LE 3:

Praktische  Aspekte der Funktions-therapie

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Theresia Asselmeyer, M.A.

LE 4:

Wissenschaft-liches Arbeiten, Statistik

15

45

2

Prof. Dr. Hecker

Modul 7

Besonderheiten der Lingualtechnik  in Theorie und Praxis

3. / 4.

Bewertung der Patienten-behandlungen und Dokumen-tationen

75

225

10

LE 1:

Epikritische Betrachtung der Klebeprotokolle

15

45

2

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

LE 2:

Bewertung der klinisch eingesetzten Mechaniken

22,5

67,5

3

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

LE 3:

Umsetzung des Finishing am Patienten

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

LE 4:

Allgemeines Troubleshooting auf dem Gebiet der Lingualtechnik

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

LE 5:

Aktueller Stand der Wissenschaft auf dem Gebiet der Lingualtechnik

15

45

2

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

LE 6:

Erarbeitung von Vorschlägen zur Weiter-entwicklung lingualer Systeme

7,5

22,5

1

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Dr. Wiechmann

Modul 8

Master-Thesis / Studien-abschluss 

3./ 4.

Bewertung der Master-Thesis, Verteidigung, mdl. Prüfung

15

Prof. Dr. Schwestka-Polly, Prof. Dr. Bantleon, Prof. Dr.-Ing. Besdo, Prof. Dr. Dr. Diedrich, Prof. Dr. Dr. Gellrich, Prof. Dr. Hecker, Prof. Dr. Jost-Brinkmann, Dr.-Ing. habil. Ostendorf, Prof. Dr. Ruf, Prof. Dr. Stiesch, Dr. Wiechmann

Initierung, Konzeption, Planung des Master-Forschungs-projekts

3.

5

Master-forschungs-bericht (Master-Thesis), Verteidigung, mdl. Prüfung

4.

10

 

 Die in der Modulübersichtstabelle angegebenen Lehrveranstaltungs-Stunden und Selbststudiums-Stunden werden immer als Zeitstunden gerechnet.

 


Für jedes Modul werden Modulbeauftragte bestimmt. Diese fungieren auf der einen Seite als fachliche Berater bezüglich der Weiterentwicklung von Organisation und Gestaltung des Studienangebots. Auf der anderen Seite dienen sie als Ansprechpartner und Multiplikatoren insbesondere gegenüber den externen Dozenten.

 


Darüber hinaus gehören zu den Dozentenaufgaben die Bereitstellung von Studieninformation und –material, die Durchführung von Präsenzphasen, die Betreuung der Patientenbehandlungen, die Abnahme von Prüfungen sowie die mentoriellen Aufgaben im Rahmen der Studienbetreuung.

 

Außerdem wird jede Einzel-Veranstaltung evaluiert und die Ergebnisse den Teilnehmern und Dozenten gleichermaßen zugänglich gemacht.

 


7. Am beantragten Studienprogramm beteiligtes Personal

 


Im Master-Studiengang „Lingual Orthodontics“ wird die Lehre durch Dozenten der Medizinischen Hochschule Hannover und durch Lehraufträge an fachlich einschlägig bekannte Dozenten anderer Universitäten sowie erfahrene praktizierende Fachärzte für Kieferorthopädie durchgeführt.

 


Die Haupt-Lehrleistung werden erbringen:

 

  • Professor Dr. Rainer Schwestka-Polly, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, MHH (Inhalte und Koordination, allgemeine / spezielle Kieferorthopädie und Lingualtechnik),
  •  Dr. Dirk Wiechmann, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, MHH und kieferorthopädische Fachpraxis Bad Essen (allgemeine / spezielle Lingualtechnik),
  • Theresia Asselmeyer, M.A., Didaktikerin, MHH (Didaktik, Modul-Erstellung,
    Akkreditierung und Evaluation des Master-Studienganges),
  • A. Sancken, Informatiker (Erstellung der digitalen Module sowie Erstellen und Pflege einer Lernplattform);

 

in Kooperation mit:

  •  Priv.-Doz. Dr. Volkhard Fischer, Referat Studium und Lehre der MHH, beratendes Mitglied der Arbeitsgruppe.


Zu den Lehrenden aus dem Wissenschaftsstandort Hannover mit Lehre in einzelnen Modulen gehören:

 

  • Prof. Dr. Meike Stiesch-Scholz, Prothetikerin und Werkstoffkundlerin, MHH („Aktuelle Aspekte von Werkstoffen und deren Besiedlung mit Biofilm“),
  •  Prof. Dr. Dr. Nils-Claudius Gellrich, Mund-Kiefer-Gesichtschirurg, MHH („Kombinierte kieferorthopädisch-kieferchirurgische Therapie unter besonderer Berücksichtigung von 3D-Verfahren in Diagnostik und Therapie“),
  •  Prof. Dr. Hartmut Hecker, Biometriker, MHH („Wissenschaftliches Arbeiten mit statistischen Methoden“),
  •  Prof. Dr.-Ing. Dieter Besdo, Ingenieur, Technische Mechanik, Universität Hannover („Physikalische Aspekte der Mechanik festsitzender kieferorthopädischer Apparaturen unter Berücksichtigung von Kräften und Drehmomenten“),
  •  Dr.-Ing. habil. Andreas Ostendorf, Ingenieur, Laser Zentrum Hannover („Aktuelle Aspekte der lasergesteuerten Herstellung zahnmedizinischer Apparaturen“).


Externe Lehrende aus dem interuniversitären und internationalen Bereich mit Lehre in einzelnen Modulen werden sein:

 

  • Prof. Dr. Hans-Peter Bantleon, Kieferorthopäde, Medizinische Universität Wien („Klinische Aspekte der Biomechnik in der Kieferorthopädie“),
  • Prof. Dr. Alain Decker, Kieferorthopäde, Universität Paris 5 („Klinische Aspekte der Lingualtechnik“),
  • Prof. Dr. Dr. Peter Diedrich, Kieferorthopäde und Parodontologe, RWTH Aachen („Aktuelle Aspekte der Parodontologie und Kieferorthopädie“),
  • Prof. Dr. Robert Garcia, Kieferorthopäde, Universität Paris 7 („Klinische Aspekte der Lingualtechnik“),
  •  Prof. Dr. Paul-Georg Jost-Brinkmann, Kieferorthopäde, Charité Berlin („Spezielle Aspekte des Laborprozesses in der lingualen Kieferorthopädie“),
  •  Prof. Dr. Sabine Ruf, Kieferorthopädin, Universität Gießen („Einsatz der Herbst-Apparatur in der Kieferorthopädie und Wirkungen auf das Wachstum“).


Eine Übersicht über das hauptamtliche und nebenamtliche Lehrpersonal sowie über externe Lehrbeauftragte findet sich auch unter 2.1.

 

Es wird das Ziel verfolgt, mit dem Studiengang eine übergreifende Vernetzung mit wissenschaftlichen Experten anderer Universitäten und der Fachpraxis national und international zu erreichen.


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