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Akute Schmerzen

 

Akute Schmerzen können bei Krankheiten, Verletzungen oder Operationen auftreten. Sie sind überhaupt der häufigste Grund, warum Ärzte aufgesucht werden. Als „bellender Wachhund“ sind sie für das Überleben notwendig. Kann die Erkrankung erfolgreich behandelt werden oder heilt die Verletzung aus, verschwinden meist auch die Schmerzen.

Im Zusammenhang mit Operationen haben akute Schmerzen ihren Sinn allerdings verloren, da durch die Operation selbst schon wesentliche Anteile der Heilung vorweggenommen werden. Andererseits ist der Organismus nicht auf die teilweise massiven Gewebetraumatisierungen, wie sie bei Operationen entstehen können, eingestellt. Es kommt zu einer starken Schmerz- und Stressreaktion, die nicht nur die Heilung verhindern und verzögern kann, sondern auch in chronische Schmerzen und Funktionseinschränkungen münden kann. Aus diesem Grund mahnen nicht nur die ethische Notwendigkeit der Leidensminderung, sondern auch gewichtige biologische Argumente dazu, akute Schmerzen rasch und wirksam zu lindern.

Neben verschiedenen, meist in Kombinationen eingesetzten Schmerzmitteln, die über die Vene verabreicht oder geschluckt werden, spielen hierfür vor allem Verfahren eine wichtige Rolle, bei denen Katheter in die Nähe von Nervenfasern eingebracht werden. Diese Katheter werden in der Regel mit lokal wirkenden Betäubungsmitteln befüllt, die in der Lage sind, den Impulsstrom aus dem Operationsgebiet zu unterbrechen und postoperative Schmerzen zu verhindern oder auf ein Minimum zu reduzieren.

Eine gute und erfolgreiche Schmerztherapie kann so in vielen Fällen dazu beitragen, dass der Krankenhausaufenthalt kurz bleibt oder sogar ambulant operiert werden kann.

Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche und sichere Schmerzbehandlung besteht auch in der Erfassung der Schmerzstärke. Dazu wird der Patient/die Patientin gebeten, auf einer Skala von 0 bis 10 (0=kein Schmerz; 10=stärkster vorstellbarer Schmerz) die momentane Schmerzstärke anzugeben. Ziel ist eine zufriedenstellende Schmerzreduktion, die bei Werten unter 5 angenommen werden kann.