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Notfallmedizin: Curriculum


Querschnittsbereich: NOTFALLMEDIZIN


Modul-Code C 08 Anästhesiologie


Pflichtveranstaltung mit 100 Teilnehmern



Art und Umfang der Lehrveranstaltung

30 Std. Vorlesung (3 Std./ Woche)
12 Std. Praktische Übung (3 x 4 Std./Woche)

Studienjahr / Tertial / Zeiten

4. Studienjahr

Lehrverantwortliche

Prof. Dr. med. W. Koppert
Dr. Lars Friedrich (74-3346)
Dr. Heiner Ruschulte (74-2330)
Dr. Kai Johanning (74-3319)

Zuordnung zum Studiengang

Humanmedizin

Leistungspunkte (ECTS)

(wird vom Dekanat Studium und Lehre eingetragen)

Eingangsvoraussetzungen

Im klinischen Studienabschnitt ist die erfolgreiche Teilnahme am Modul Diagnostische Methoden oder ersatzweise der Nachweis entsprechender Fertigkeiten Voraussetzung für die Teilnahme an den Fächern des zweiten und dritten klinischen Studienjahres.

Studienleistungen

Regelmäßige Anwesenheit

Prüfungsform

Praktische Prüfung
Schriftliche Prüfung (30 MC Aufgaben, 45 Minuten)

Prüfungstermin

Praktische Prüfung jeweils in der Praktikumswoche am letzten Praktikumstag
Schriftliche Prüfung in der fünften Tertialwoche am 17.11.06, 9 Uhr, Hs N+G

Wiederholungstermin

Im Folgetertial nach Anmeldung über das Studiendekanat zu Tertialbeginn

Didaktische Hilfsmittel

Das begleitende notfallmedizinische Kursskript kann von der Abteilungs-Homepage als PDF-Datei geladen werden.


Lernziele

Nach dem Besuch der Vorlesung und der erfolgreichen Teilnahme am Praktikum sollen die Studierenden in Theorie und Praxis die ärztliche Erstversorgung akut lebensbedrohlich Erkrankter beherrschen. Besonderer Wert wird im Praktikum auf das Erlernen und Trainieren klinischer Fertigkeiten bei den lebensrettenden Sofortmaßnahmen und der Behandlung schwerer Herzrhythmusstörungen (advanced cardiac life support) gelegt. In der Vorlesung werden darüber hinaus seltener auftretende, komplexe Krankheitsbilder und ethische wie organisatorische Aspekte behandelt. Neben einem ersten Einblick wird hier die Grundlage für das selbständige Aufbereiten und Wiederholen neuer notfallmedizinischer Inhalte und für eigenständige notfallmedizinische Fortbildung im beruflichen Leben gelegt.

Veranstaltungsinhalte

- Hauptvorlesung:
Allgemeine und Spezielle Notfallmedizin (100 Studierende):

I. Allgemeine Notfallmedizin


1. Organisatorische Grundlagen (Gesetzliche Grundlagen, Rettungsmittel, Stellung des ärztlichen und nichtärztlichen Personals)
2. Physiologische Grundlagen (Atmung, Herz-Kreislauf-System, Wasser-Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt)
3. Arbeitstechniken (Präklinische Diagnostik, Notfallmedikamente, Medikamentenapplikation, Atemwegssicherung, Schockbehandlung, Wiederbelebung; Wundversorgung, Lagerung, Transport)


II. Spezielle Notfallmedizin
(Ätiologie, Pathophysiologie und Klinik, (präklin.) Diagnostik, allg. und spez. Behandlung verschiedender Erkrankungen)
1. Akute Störungen der Atmung
2. Akute Störungen der Herz-Kreislauf-Funktion
3. Akute Störungen des Zentralen Nervensystems
4. Weitere spezielle notfallmedizinisch relevante Erkrankungen (s.a. Vorlesungen): (Poly-) Trauma. Schädel-Hirn-Trauma, Verbrennungen, Akutes Abdomen, Diabetes mellitus, Intoxikationen, Drogennotfälle, pädiatrische Notfälle, gynäkologisch-geburtshilfliche Notfälle, psychiatrische Notfälle, Notfälle aus Augenheilkunde, HNO-Heilkunde und Urologie, Ertrinken

III. Forensische und ethische Aspekte
1. Todesfeststellung (u.a. Todesarten, Leichenschau)
2. Ethische Grundlagen


Notfallmedizinisches Praktikum (20 Studierende / Woche):

1. Tag (4 Std.) – 3 Std. Praxis-Parcours mit Einführung in Basistechniken
(Vitaldiagnostik, basic cardiac life support, Maskenbeatmung und Atemwegssicherung (Intubationstrainer), Diagnostik von Herzrhythmusstörungen, Elektrotherapie, Kinderreanimation); 1 Std. Einführung Megacode-Training (Notfallsimulatoren)

2. Tag (4 Std.) – Megacode-Training in Kleingruppen (In realitätsnahen Szenarien werden verschiedene akut lebensbedrohliche Erkrankungen simuliert und ihre notfallmedizinische Behandlung im Team eingeübt. Medizinische Hintergründe der Ätiologie, Pathophysiologie und Behandlung bzw. weiteren stationären Behandlung und ärztliche Verhaltensweisen sind Gegenstand der immer wieder eingestreuten Besprechungen in Kleingruppen)

3. Tag (4 Std.) – 2 Std. Megacode-Training in Kleingruppen, 2 Std. praktisch-theoretische Prüfung in Kleingruppen (Megacode)


Prüfungsthemen

Klausur Notfallmedizin:
Veranstaltungsinhalte der praktikumbegleitenden Hauptvorlesung Notfallmedizin in 30 MC-Fragen
(Bewertungsschema s. Studienordnung der MHH)

Praktisch-theoretische Prüfung im Praktikum
Praxis der kardiopulmonalen Wiederbelebung, medizinisch-theoretische Hintergründe
(Bewertung: Die Note für das Praktikum setzt sich aus fünf gleichwertigen Einzelnoten (1-5) zusammen, vier von diesen stammen aus der praktischen Bewältigung der vier Megacode-Positionen (Leader, Kopfposition, Thorax I + II) eine fünfte Einzelnote fasst theoretisches Wissen, Kommunikation und Teamarbeit zusammen.)
Eine Einzelnote 5 in Klausur und/oder Praktikum erfordert die Wiederholung der jeweiligen Prüfung.
Aus den Einzelnoten der Klausur und des Testats ergibt sich zu gleichen Teilen die Gesamtnote. Auf- oder Abrunden legt die Studienordnung fest.
Die erfolgreiche Teilnahme am Praktikum wird Zugangsvoraussetzung für später anzubietende Wahlpflichtveranstaltungen werden. Die Zuteilung der Plätze in den Wahlpflichtveranstaltungen kann von der Note im Querschnittsbereich Notfallmedizin abhängig gemacht werden.


Empfohlene Literatur

Wird zur Beginn der Veranstaltung bekanntgegeben