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Hyperthyreose/Struma


Was ist eine Radiojodtherapie?

Der menschliche Körper nimmt Jod aus der Nahrung auf. Über das Blut gelangt das Jod in die Schilddrüse, wo es in Schilddrüsenhormon eingebaut wird. Der Körper kann nicht zwischen normalem Jod und radioaktivem Jod unterscheiden.
Zur Radiojodtherapie wird das Isotop Jod-131 verwendet, welches mit einer Halbwertzeit von 8 Tagen zerfällt und überwiegend auf Schilddrüsengewebe in einem Umkreis von max. 2 mm wirkt.
Arbeiten die Zellen in der Schilddrüse zuviel, so nehmen sie auch vermehrt Radiojod auf. Dies wird besonders in diese überaktiven Zellen eingebaut und führt zu deren Rückbildung.

Warum ist eine Radiojodtherapie nicht in jedem Krankenhaus möglich?

Aufgrund der Strahlenschutzgesetzgebung muss diese in speziell hierfür baulich eingerichteten geschlossenen Stationen erfolgen. Strahlenschutzgründe sind es auch, weshalb Sie auf der Radiojodstation keinen Besuch empfangen und die Station nicht verlassen dürfen.
Die Fenster müssen geschlossen bleiben, es gibt eine Klimaanlage.
Ein Waschbecken und eine Toilette sind selbstverständlich auf jedem Zimmer. Duschen ist jedoch nicht möglich, da sonst zuviel radioaktiv belastetes Abwasser für die vorhandenen Tanks für die Zwischenlagerung anfällt.

Wie lange dauert der stationäre Aufenthalt?

Die Aufenthaltsdauer ist u. a. von der Radioaktivitätsmenge mit der die Behandlung durchgeführt wird abhängig und der Halbwertzeit des Jod-131 im Körper. Um den Zeitpunkt Ihrer Entlassung bestimmen zu können, wird täglich die im Körper verbliebene Radioaktivitätsmenge gemessen.