SitemapImpressumDatenschutzerklärungdeutschenglish
MHH Logo
Medizinische Hochschule Hannover | Carl-Neuberg-Str.1 | 30625 Hannover | Tel.:(+49) 0511-532-0

"Hirn-Schrittmacher rettete mich"

Prof. Krauss implantierte Hirnschrittmacher bei 47-jährigen Unternehmerin und befreit sie so von unerträglichen Schmerzen



Erst musste Maria Drescher (47) ständig blinzeln. Dann konnte sie kaum noch sehen. Eine Fehlsteuerung im Hirn war schuld. Vor zwei Jahren entschied sie sich für eine OP.

Es begann vor sieben Jahren: Was ist das bloß ?, fragte ich mich. Plötzlich zuckten meine Augen ganz von allein. Mit der Zeit wurde das unkontrollierte Blinzeln der Lider immer schlimmer. So sehr, dass ich wie blind durchs Leben lief. Die krampfhaften Zuckungen waren schließlich so häufig , dass ich weder meinen Haushalt , noch mein kleines Kfz - Unternehmen führen konnte . Mein Körper gehorchte mir einfach nicht mehr.

Medikament griff mein Nervensystem an

Nach einigen Arztbesuchen stand dann die Diagnose fest. Ich litt an Blepharospasmus, einem Lid - Krampf, ausgelöst durch ein Fehlverhalten in meinem Gehirn. Das Tragische daran: Wahrscheinlich hatten die Nebenwirkungen eines Medikaments die schwere Krankheit ausgelöst. Vor zehn Jahren wollte meine Hausärztin mir mit einem Aufbaupräparat auf die Beine helfen, weil ich so erschöpft war. Immer wieder spritzte sie mir ein Neuroleptikum. Heute weiß ich: Statt zu helfen griff es mein Nervensystem an.
Nach der Diagnose wurde mir regelmäßig ein Medikament gespritzt das die unkontrollierten Bewegungen eine Zeit lang unterdrückte. Trotzdem verschlimmerte sich mein Zustand weiter. Irgendwann zitterte der ganze Kopf, ich konnte keine Nahrung mehr zum Mund führen, nicht mehr stehen und sitzen, nur noch liegen.
Als die Zuckungen vor zwei Jahren zu unerträglichen Schmerzen führten, entschloss ich mich zu einer Operation. Eine Art Schrittmacher sollte die fehlgesteuerte Hirnregion stimulieren. Im März 2007 war es so weit. Ich wurde bei vollem Bewusstsein am Gehirn operiert. Das hört sich schrecklich an. Doch für mich war es die Rettung. Danach konnte ich mich ganz normal bewegen. Ein tolles Gefühl.

Mein nächstes Ziel: Meine Firma retten

Heute genieße ich mein Leben wieder. Aber: Ich bin zu 80 Prozent schwerbeschädigt, muss mich schonen. Nicht gerade einfach denn ich kämpfe darum, dass mein kleines Unternehmen nicht pleite geht.
Was mir außerdem am Herzen liegt: Vor zwei Jahren habe ich meine Hausärztin verklagt. Ich möchte unbedingt erreichen, dass Ärzte verantwortungsbewusster handeln, damit mein schlimmes Schicksal anderen Patienten erspart bleibt.

Quelle: Bild der Frau, Mai 2008


PFLEGE-STELLENTICKER

Werden Sie Teil des Pflege-Teams der MHH. Mehr Infos in unserem Stellenticker. Wir freuen uns auf ...

[mehr]

Aktuelle Veranstaltungen

Nierentransplantationskonferenz
18.06.19
17:00 Uhr-18:30 Uhr

TWINCORE Seminar
19.06.19
15:00 Uhr-16:00 Uhr