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PD Dr. G. Warnecke

Bereichsleiter Thorakale Organtransplantation

 

 

 

 

PD Dr. med. Gregor Warnecke leitet seit dem 01.04.2010 das Lungen- und Herzlungentransplantationsprogramm der Klinik für HTTG-Chirurgie der MHH. Das Studium der Humanmedizin absolvierte er 2001 an der Medizinischen Hochschule Hannover mit der Note 1,8. Hier erstellte er auch seine Promotion zum Thema der Beherrschung des experimentellen Ischämie-Reperfusionsschadens bei der Lungentransplantation, die 2003 mit der Note „summa cum laude“ bewertet wurde. Nachdem er 1999 sieben Monate im experimentellen Labor des Dept. of Cardiothoracic and Transplantation Surgery von Prof. C.G.A. McGregor an der Mayo Clinic in Rochester, Minnesota, verbrachte, begann er 2001 seine klinische Tätigkeit als Assistenzarzt in der Abteilung von Professor Haverich. 2004 bis 2006 unterbrach er seine Ausbildung in Hannover für einen 2-jährigen, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Aufenthalt im Nuffield Dept. of Surgery der University of Oxford, Oxford, U.K. Dort arbeitete er für Frau Professor K.J. Wood auf dem Feld der Transplantationsimmunologie, wo er auch die Grundlage für seine Habilitationsschrift legte. Im April 2006 kehrte Dr. Warnecke in die Klinik nach Hannover zurück, schloss im Mai 2009 seine Facharztausbildung zum Herzchirurgen ab, erhielt im August 2010 die Venia legendi für das Fach Herzchirurgie und hat sich in den vergangenen Jahren maßgeblich für die stationäre und operative Versorgung im Transplantationsprogramm engagiert.

 

 

Klinik 

Neben der Erwachsenenherzchirurgie ist die Ausweitung und kontinuierliche Verbesserung des Lungen- und Herzlungentransplantationsprogrammes der MHH seine besondere klinische Aufgabe. Hier liegen ihm die minimal-invasive Technik der Operation sowie Konzepte zur Vermeidung des Einsatzes der Herz-Lungen-Maschine bei der Lungentransplantation am Herzen. Beides sind langjährige spezielle Expertisen aus Hannover, die schon nachhaltig von Prof. Dr. Strüber und PD Dr. Simon, den Vorgängern von Dr. Warnecke in der Bereichsleitung, vorangetrieben worden waren. Der Einsatz der ECMO als apparatives Überbrückungsverfahren zur Transplantation von schwerstkranken, aber wachen, nicht beatmeten Patienten ist derzeit ein hochaktuelles klinisches Thema und wird von PD Dr. Warnecke, gemeinsam mit seinen Kollegen und Vertretern Dr. Kühn und Dr. Tudorache, ebenfalls mit viel Energie verfolgt. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist ihm die gute interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kollegen der Pneumologie sowie weiterer Fachrichtungen bei der Betreuung der Patienten vor und nach Transplantation. Unter seiner Leitung hat das Lungen- und Herzlungentransplantationsprogramm der MHH seine quantitativ (114 Transplantationen in 2010) und qualitativ (90-Tage-Sterblichkeit < 10% in 2010) bisher besten Werte erreicht.

 

 

Wissenschaft 

Auch wissenschaftlich ist sein Schwerpunkt die Lungentransplantation. Als Doktorand untersuchte er die Organkonservierung der Spenderlunge. Mehrere von ihm untersuchte Techniken sind heute etablierter Standard bei der klinischen Lungentransplantation. Seit nunmehr 10 Jahren gilt sein experimentelles Hauptaufgabenmerk der Induktion von Transplantationstoleranz, also der Akzeptanz von Spenderorganen im Empfänger, ohne dass eine pharmakologische Immunsuppression mit all ihren potentiellen negativen Effekten und Nebenwirkungen nötig wäre. So gelingt es PD Dr. Warnecke mittlerweile, in präklinischen Modellen jahrelanges Transplantatüberleben ohne jede Dauermedikation zu erzeugen. Er untersucht derzeit Mechanismen, die diese Transplantatakzeptanz hervorrufen, wobei er davon ausgeht, dass sogenannte Regulatorische T-Zellen einen wesentlichen Anteil daran haben. Aus diesen und anderen Arbeiten sind bisher sechs Buchkapitel und 44 Publikationen in, für einen Chirurgen, deutlich überdurchschnittlich bewerteten Zeitschriften entstanden. Seine akademische und experimentelle Arbeit wurde und wird umfangreich von der DFG gefördert: So in der Klinischen Forschergruppe 123 “Lungentransplantation”, DFG 2004 – 2007: “Lung Preservation for Transplantation from Heart Beating and Non Heart Beating Donors in a Porcine Model”; gemeinsam mit Dr. S. Fischer; Folgeförderung 2007-2010: „Induction of T cell regulation in a model of living-related donor lung transplantation in miniature swine”; gemeinsam mit PD Dr. M. Strüber; im Emmy-Noether-Programm der DFG, 2004 – 2006 (Stipendium an der University of Oxford, Großbritannien); sowie im Sonderforschungsbereich 738 der DFG 2007-2015 “T cell mediated anti-donor immune responses of human transplant recipients in vivo – impact on the development of transplant arteriosclerosis”. Jüngst vom BMBF bewilligt ist eine umfangreiche Förderung im Deutschen Lungenzentrum  (DLZ), in dem PD Dr. Warnecke als einer der Hannoveraner Principal Investigators fungiert.

 

 

Auszeichnungen 

Neben weiteren Preisen für Poster und Vorträge erhielt er 2004 den Nachwuchsförderpreis der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie für die Dissertationsschrift “Therapie des pulmonalen Ischämie-Reperfusionsschadens mit inhaliertem Stickstoffmonoxid und exogenem Surfactant bei Minipigs” und 2006 den Philip K. Caves Award der International Society for Heart and Lung Transplantation für die Arbeit: „Pulmonary allograft tolerance in pigs is associated with increased frequency and regulatory function of CD4+CD25+ T cells" und 2010 den new Key Opinion Leader award der Transplantation Society für die Arbeit "Extracorporeal membrane oxygenation in fully awake patients with right heart failure as bridge to transplantation". 

 

 

Gutachtertätigkeit 

Er wirkt als „Member of the Editorial Board“ der Zeitschriften Transplantation (seit 2006) und Transplantation Research (seit 2011) sowie als Gutachter für die Annals of Thoracic Surgery (seit 2005), das European Journal of Cardiothoracic Surgery (seit 2006) sowie die DFG (seit 2007).

 

Kontakt

PD Dr. G. Warnecke

Sekretariat: R. Machunze

Telefon

0511 - 532 6588

Fax

0511 - 532 8446