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Laufzeit: | 05/2008-09/2011 | |
Projektförderer: | Bundesministerium für Bildung und Forschung, Förderschwerpunkt "Präventionsforschung" | |
Institutionen:
| Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, MHH Institut für Allgemeinmedizin, MHH | |
Kooperationspartner: | AOK Niedersachsen | |
Wiss. Mitarbeiter: | Bernhilde Deitermann, Christiane Patzelt, Jeanett Radisch, Anna Nickel, Jona Stahmeyer | |
Schwerpunkt: | Evaluation | |
Bei der Studie handelt es sich um eine explorative Evaluationsstudie, in der qualitative und quantitative Methoden zum Einsatz kommen. Zusätzlich werden Leistungsinanspruchnahmedaten einer Krankenkasse analysiert. Die Studie widmet sich der systematischen Weiterentwicklung von zielgruppenorientierten Zugangswegen. Zentrale Fragestellungen sind u. a., wie ältere Frauen und Männer für eine präventive Maßnahme motiviert und über welche Zugangswege Ältere mit unterschiedlichen Gesundheitsrisiken erreicht werden können. Exemplarisch werden diese am Beispiel des präventiven Hausbesuchs untersucht. Der präventive Hausbesuch ist eine Maßnahme der aufsuchenden Beratung älterer Menschen in ihrer häuslichen Umgebung mit dem Ziel der Erhaltung der selbständigen Lebensführung, Gesundheitsförderung sowie Krankheitsvermeidung. Präventive Hausbesuche werden von der AOK Niedersachsen seit 2004 in ausgewählten Regionen angeboten.
Mit der Konzeption und Evaluation einer altersgruppen- und gendersensiblen schriftlichen Erst-Information und telefonischen Ansprache wird der vielfach geforderten, aber in Forschung und Praxis vernachlässigten zielgruppenorientierten Adressierung Rechnung getragen. Der in einem mehrstufigen Verfahren (Fokusgruppen, Interviews, Expertengremium) entwickelte Flyer sowie das zielgruppenspezifische Anschreiben werden zur Motivierung von über 65-jährigen AOK-Versicherten zur Teilnahme an präventiven Hausbesuchen eingesetzt. Erprobt und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Kosten-Wirksamkeit evaluiert werden zwei Zugangswege über zentrale Einrichtungen im Gesundheitswesen (telefonische Beratung durch Krankenkasse, face-to-face Beratung in der Hausarztpraxis). Die Studie wird in ausgewählten Regionen der Großstädte Hannover und Braunschweig sowie in den Kleinstädten Verden und Delmenhorst durchgeführt. Die Ergebnisse münden in Empfehlungen, die im Rahmen einer wissenschaftlichen Expertentagung diskutiert und hinsichtlich ihrer Umsetzung für die Versorgungspraxis mit Vertretern der Praxis und Politik konkretisiert werden.

Insgesamt umfasst die Studie drei Teile:
A Entwicklung und Optimierung einer zielgruppengerechten schriftlichen Information und telefonischen Ansprache
B Erprobung und Evaluation von Zugangswegen
C Entwicklung von Empfehlungen und ihr Transfer in die Wissenschaft und Versorgungspraxis