Der Nutzer ist für die adäquate Vorbereitung (incl. Färbung) der zu sortierenden Zellen sowie für die entsprechenden Kontrollfärbungen verantwortlich. Wir sind ihnen jedoch gerne bei der Planung von Experimenten behilflich.
- Alle Zellen müssen vor der Sortierung durch ein Nylonsieb filtriert werden (40µm für Sortierung über 70µm Nozzle, 70µm für Sortierung über 100µm Nozzle). Für Zellen, die zu Aggregatbildung neigen, kann es vorteilhaft sein, sie in einem EDTA-haltigen Puffer aufzunehmen (z.B. PBS, Ca/Mg-frei, 0,5% BSA und 1-2mM EDTA). In der Regel ist es am besten, die Zellen bis zur Sortierung auf Eis stehen zu lassen.
- Die Konzentration der Zellen für die Zellsortierung sollte in Abhängigkeit von Zellzahl, Zellgröße und der Tendenz der Zellen zu aggregieren zwischen 5 und 50 x 106 Zellen pro ml liegen Das Ausgangsvolumen sollte allerdings 250 µl nicht unterschreiten.
- Die Zellsuspension für die Sortierung kann in 1,5 ml Eppendorf-Cups, 5 ml (12x75 mm) Tubes, oder 15 ml Tubes vorliegen (für MoFlo und MoFlo XDP zusätzlich 50 ml Tubes).
- Für die sortierten Zellen sollten Auffangröhrchen mit einem geeigneten Medium vorbereitet werden. Da die Zellen durch den Sortiervorgang erheblich gestresst werden und das Medium durch die sortierten PBS-Tropfen verdünnt wird, sollte die Serum-/Proteinkonzentration bei empfindlichen Zellen höher als die bei der Kultur verwendete Standardkonzentration liegen (Verdünnung durch PBS beim Sortieren mit 70 µm Nozzle ca. 1 nl pro sortierter Zelle, bei 100 µm Nozzle ca. 3 nl pro sortierter Zelle). Als Auffanggefäße können 1,5 ml Eppendorf-Cups, 5 ml (12x75 mm) Tubes und 15 ml Tubes (nicht für mehr als zwei Populationen gleichzeitig!), sowie Zellkulturplatten (6 - 384 Wells) dienen.
Achtung: Für Sortierungen von infektiösen Proben bzw. Proben der gentechnischen Sicherheitsstufe S2 sind als Auffanggefäße ausschließlich 5 ml und 15 ml Tubes möglich.