
REBIRTH – Von regenerativer Biologie zu rekonstruierender Therapie
Zur offiziellen REBIRTH-WebSite www.rebirth-hannover.de
Mit herausragender Unterstützung von sechs starken Partnern beantragte die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) die Bildung eines Exzellenzclusters mit dem Thema „Von der regenerativen Biologie zur rekonstruierenden Therapie“, Akronym REBIRTH. Die heutige medizinische Entwicklung strebt an, Ausfälle im Organismus nicht durch z.B. technische Hilfsmittel komplett zu ersetzen, sondern den Organismus oder einzelne Organe bestmöglich zu unterstützen, sich selbstst zu regenerieren. Hierzu gehört auch eine möglichst natürliche Rekonstruktion von Organbereichen.
Das Programm REBIRTH integriert exzellente Ausbildung mit innovativer Wissenschaft und experimenteller wie auch klinischer Medizin. Die Forschungsschwerpunkte erstrecken sich von der molekularen und zellbiologischen Untersuchung von Organregeration und Stammzellen über Zell- und Gewebe-Züchtung und Prüfung im Tierversuch bis hin zur Anwendung der erlangten Erkenntnisse am Patienten. Das Exzellenzcluster ist in 4 Bereiche gegliedert:
| Regenerative Biologie mit Themenfeldern um (Zell-)Reprogrammierung, Differenzierung, Organgenese und Alterung |
| Rekonstruktive Therapien in präklinischen Modellen mit Zelltherapie, Tissue Engineering, funktionalisierten Implantaten und den erforderlichen Technologien |
| Translation mit bildgebenden Verfahren und klinischen Studien. |
| Bündelung von Ausbildungsprogrammen (Bereichsübergreifend) |
Stimuliert durch diese Erkenntnisse werden innovative Ansätze für regenerative Therapien unter Verwendung neuartiger (möglichst postnataler) Zellquellen getestet, die mittels genetischer, epigenetischer oder matrix-basierter Prinzipien modifiziert werden. Die Expertise in ergänzenden Gebieten der Ingenieurskunst, Chemie, Biophotonik und Nanotechnologie unterstützt Forschung und Entwicklung.
Um patienten-fokussierte Studien voranzubringen, sind die verschiedenen Abteilungen der MHH verwoben mit den 6 Partnereinrichtungen Leibniz Universität, Stiftung Tierärztliche Hochschule, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Frauenhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Biomedizin, Friedrich-Löffler-Institut FLI (Mariensee) und das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin (Münster).
Vor dem Hintergrund bedeutender Vorleistungen der MHH konzentriert sich das Forschungsvorhaben auf Erkrankungen des blutbildenden Systems (einschließlich Immunität), des Herzens, des respiratorischen Systems, der Leber und pankreatischer Betazellen. Die Tiermodelle spannen einen weiten Bogen von Nagern über Haustiere bis hin zu Primaten, einschließlich der jeweiligen Stammzelltechnologien. Sorgfältig geplante klinische Studien werden bereits durchgeführt und weiter ausgebaut. Nicht zuletzt ist die Entwicklung nachhaltiger Ausbildungs- und Diversitätsprogramme ein wichtiger Bestandteil des Konzepts.
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