
Frauen gehen in Führung
Bund und Länder fördern an unserer Hochschule drei Professorinnenstellen - damit erhält die MHH das Maximum an finanziellem Zuschuss
"Mit den drei Stellen für Nachwuchswissenschaftlerinnen aus dem 2009 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgeschriebenen Professorinnenprogramm erhält die MHH das Maxium der möglichen Förderung. Das ist ein großer Erfolg für die MHH und für die Gleichstellung. Bundesweit fördern Bund und Länder für insgesamt 150 Millionen Euro W2- und W3-Professuren für Erstberufungen von Frauen maximal fünf Jahre lang mit bis zu 150.000 Euro pro Jahr und Professur. Vor der Bewilligung der Stellen musste die MHH ihre Gleichstellungserfolge dokumentieren und ihre zukunftsorientierte Gleichstellungsstrategie mit weiteren Zielen und Maßnahmen darlegen", sagt die Gleichstellungsbeauftragte Dr. Bärbel Miemietz.
Jede Hochschule darf höchstens drei Stellen aus dem Professorinnenprogramm besetzen. Alle drei Professuren an der MHH sind unbefristet, im Anschluss an die Förderung trägt die Hochschule die Kosten für die Professuren.
"Das Professorinnenprogramm ist ein weiterer Baustein in den erfolgreichen Bemühungen der MHH, dem weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs die Chance zu geben, eine akademische Karriere anzustreben und den klassischen Karriereknick zu vermeiden. Die zentrale Hemmschwelle in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für junge Wissenschaftlerinnen an der MHH durch das bundesweit führende Angebot von Ganztags-Krippen- und Kindergartenplätzen deutlich abgebaut worden", sagt Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann, Präsident der MHH.

Faikah Güler ist W2-Professorin für "Ischämie-Reperfusionsschaden und Transplantation". Seit 1999 arbeitet sie sie in der MHH-Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen. Dort erforscht sie Mechanismen des akuten Nierenversagens und der Transplantat-Abstoßung. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Untersuchung molekularer Mechanismen, die zur Gewebeschädigung durch Sauerstoffmangel (Hypoxie) führen. Bereits 2003 wurde sie zur Juniorprofessorin für Transplantatdysfunktion berufen.

Susanne Häußler ist W2-Professorin für "Pathophysiologie bakterieller Biofilme". Die Fachärztin für Mikrobiologie leitet am TwinCore, dem Zentrum für experimentelle und klinische Infektionsforschung in Hannover, die Gruppe "Pathophysiologie bakterieller Biofilme". Die Gruppe beschäftigt sich mit der Entstehung und Bekämpfung von chronischen Infektionen, die das Bakterium Preudomonas aeruginosa hervorruft.

Heike Bantel ist W2-Professorin für "Translationale Hepatologie". Professorin Bantel beschäftigt sich mit der grundlagenwissenschaftlichen Bearbeitung klinisch relevanter Fragestellungen in der Hepatologie und Gastroenterologie. Einen Forschungsschwerpunkt bildet dabei die Identifizierung neuer Biomarker für den Nachweis des apoptotischen Zelltodes, der auf die Krankheitsaktivität, den Krankheitsverlauf oder das Therapieansprechen hepatologischer Erkrankungen schließen lässt.
Anfang 2010 waren insgesamt 134 Professorinnen und Professoren an der MHH beschäftigt, davon 28 Professorinnen.
| 2007 | 2008 | 2009 | |
| Neuberufungen insgesamt | 13 | 26 | 30 |
| Frauenanteil | 3 (23,08 %) | 6 (23,08 %) | 9 (30 %) |