
Schonendes Verfahren, geringeres Risiko und besseres kosmetisches Ergebnis
Bei Patienten, die eine isolierte Erkrankung der Mitralklappe und/oder der Trikuspidalklappe aufweisen, etabliert sich der minimal-invasive Zugang zunehmend als Standardverfahren. Dabei wird auf eine Eröffnung des Brustbeins verzichtet. Statt dessen erfolgt der operative Zugang über eine rechtsseitige Minithorakotomie, d. h. zwischen der 4. und 5. Rippe im Bereich der rechten Brustfalte. Zur Verbesserung der Sicht auf die erkrankten Herzklappen wird ein Videosystem mit einer kleinen Kamera eingesetzt. So kann die Rekonstruktion oder der Ersatz der Mitralklappe und/oder Trikuspidalklappe in einem für den Patienten schonenden Verfahren durchgeführt werden. Noch während der Operation wird mittels transösophagealer Ultraschalluntersuchung das operative Ergebnis kontrolliert.
Ein besseres kosmetisches Ergebnis ist einer der Vorteile dieser "Schlüssellochchirurgie" - vor allem aber wird die mediane Sternotomie, also das Eröffnen des Brustbeins, mit den damit einhergehenden Risiken vermieden. Es kommt zu einer besseren Wundheilung und der Vermeidung von Wundinfektionen. Außerdem ist bereits zwei Wochen nach der Operation der Brustkorb mechanisch wieder vollständig belastbar, während die herkömmliche Methode eine anschließende dreimonatige körperliche Schonung erfodert, bis die Knochenheilung des Brustbeines abgeschlossen ist.
In der Klinik für HTTG-Chirurgie hat sich die Rekonstruktion bzw. der Ersatz der Mitralklappe in minimal-invasiver Technik bei isoliertem Defekt der Mitralklappe und/oder der Trikuspidalklappe als Standardverfahren etabliert und wird routinemäßig durchgeführt. In einem ausführlichen Gespräch erörtern wir vor der Operation mit den Patienten den jeweils geeigneten Operationszugang.