
Modellstudiengang Medizin HannibaL | ||
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Ob im Hörsaal, im Labor oder auf den Stationen: In allen Bereichen der MHH leisten engagierte Dozentinnen und Dozenten ihren Beitrag, um eine hohe Qualität in der medizinischen Ausbildung zu gewährleisten. Um außergewöhnliches Engagement in der Lehre öffentlich sichtbar zu machen, wird seit dem Studienjahr 2008/09 der Lehrpreis Medizin der MHH verliehen. Dabei werden in jedem Studienjahr sowohl die aus studentischer Sicht beste Dozentinnen bzw. der beste Dozent, als auch das beste Lehrmodul per Abstimmungsverfahren ermittelt. Jeder Studierende kann jeweils für das zurückliegende Jahr seine/ihre Favoriten wählen. Die Preisvergabe erfolgt im Rahmen der Promotionsfeier. Insgesamt werden dafür 300.000 Euro jährlich im Studiengang Humanmedizin ausgeschüttet.
Das breite Spektrum der studentischen Favoriten verdeutlicht, dass hervorragende Lehre unabhängig vom unterrichteten Fach Anerkennung findet: auf den vorderen Plätzen finden sich Lehrende aus naturwissenschaftlichen, klinisch-theoretischen oder klinisch-praktischen Bereichen. Die beigefügten Kommentare zur Wahl verdeutlichen dabei, welche Kriterien den guten Dozenten bzw. die gute Dozentin ausmachen: Wie ein roter Faden ziehen sich die Wertschätzung ausgeprägten Engagements, didaktischer und fachlicher Kompetenzen und die wahrnehmbare Offenheit und Freundlichkeit gegenüber den Studierenden durch die Begründungen. So lautet das Urteil über die Lehre einer Preisträgerin aus dem 1. Studienjahr stellvertretend für viele: „kompetent, viel Praxisbezug, absolut fair, vermittelt mit "ansteckender Liebe" zu ihrem Fach das Wissen... sie lässt die Studenten nicht alleine im Studium und gibt keinen auf!“
Gute Organisation und strukturierte Vermittlung des Stoffs sowie die sinnvolle Begleitung mit Lehrmaterialien sind darüber hinaus Merkmale, die auch bei der Wahl des besten Moduls zählen. Auch hier gilt die Fairness als wichtiges Kriterium. Nicht – wie manchmal von Dozenten vermutet – eine einfache Klausur wird per se positiv evaluiert, sondern eine angemessen fordernde Prüfung, bei adäquater Vorbereitung. Beispielhaft können diese Kommentare über ein Modul aus dem 2. Studienjahr für viele Stimmen stehen: „beste Organisation – anspruchsvolle / fordernde Teilmodulprüfungen - größtes Engagement für das Verständnis der Studenten - Seminare und Praktika waren im Vergleich zum Eigenstudium sehr effektiv; effektiver als bei den anderen Modulen.“ Oder kurz und knapp: „Top Organisation, Lernmaterial wird für jeden zugänglich gemacht, sehr gute Dozenten, faire Prüfung!“
Die Auswertung der Ergebnisse spiegelt insgesamt die Befunde der einschlägigen Forschungsarbeiten zum Thema „gute Lehre“ wider. Dadurch wird zugleich deutlich, dass sich viele der Aspekte der Lehre an der MHH durch kritische Umsetzung der regelmäßigen Modulevaluationen verbessern lassen.
Die Durchsicht der Evaluationsergebnisse zusammen mit dem Bereich Evaluation & Kapazität ist ein effektiver Einstieg. Unterstützung für junge aber auch für erfahrene Hochschullehrer bietet darüber hinaus auch das stetig wachsende Spektrum an hochschuldidaktischen Kursen mit so attraktiven Veranstaltungen wie dem zweitägigen Basiskurs oder der 18 Monate dauernden Ausbildung „Aktiv in der Lehre!“. Denn auch zukünftig werden die Lehrpreise besondere Leistungen in der medizinischen Ausbildung prämieren!