
Leitung:
Sekretariat:
Mitarbeiterinnen:
Dr. rer. hum. biol. Gabriele Seidel
Doktoranden:
Studentische Hilfskräfte:
Praktikanten:
Marina Barinova
Der Forschungsschwerpunkt befasst sich mit der Position des Patienten im deutschen Gesundheitswesen, seinen Erwartungen und Bedürfnissen und seiner Zufriedenheit mit der Qualität der gesundheitlichen Versorgung einschließlich der Qualität von Informationen.
Zur Zeit werden Projekte zur Erfassung der Patientenzufriedenheit in der ambulanten und stationären Versorgung unter Einsatz quantitativer und qualitativer Verfahren durchgeführt. Hier wurde ein Instrument (ZAP) entwickelt und validiert, dass die Zufriedenheit von Patienten mit der Prozessqualität in der ambulanten Praxis erfasst. Das Instrument und eine Kurzbeschreibung finden Sie hier.
Um die Position von Patienten und Versicherten im deutschen Gesundheitswesen zu stärken, hat der Gesetzgeber mit der Einführung des § 65b ins SGB V die modellhafte Einführung unabhängiger Einrichtungen zur Verbraucher- und Patientenberatung beschlossen. In der zweiten Phase werden bundesweit 23 Modellprojekte gefördert, die von uns wissenschaftlich evaluiert werden. Im Mittelpunkt der Forschung stehen Fragen der Implementation der Modellstandorte, der Akzeptanz der Modellprojekte bei regionalen Akteuren, der Zielerreichung, der Beratungsqualität, der Nutzerzufriedenheit und der Kosteneffektivität einer Beratung.
Ein weiteres Projekt befasst sich mit der Frage, wie Bürger im europäischen Vergleich die Situation des Gesundheitswesens einschätzen und welche Prioritäten sie hinsichtlich der weiteren Gestaltung der Versorgung haben, welche Einflussmöglichkeiten sie für sich selbst wünschen und wo sie sich engagieren wollen.
In Zusammenarbeit mit ISEG (Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung) werden evidenz-basierte Patienteninformationen erstellt und im Internet zur Verfügung gestellt. Zudem werden unter dem Stichwort "Empowerment" Instrumente entwickelt, die es den Nutzern ermöglichen, die Qualität von Gesundheitsinformationen selbst zu bewerten (DISCERN) und sich auf einen Arztbesuch vorzubereiten bzw. ärztliche Informationen zu bewerten (Checkliste).
Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe flossen u.a. ein in ein Gutachten "Patientensouveränität - der autonome Patient im Mittelpunkt" (2001) und in das Gutachten des Sachverständigenrats für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen (2001).