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28 Mio Euro Fördergeld für HNO-Klinik und Uni Oldenburg von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Die Hör-Standorte Hannover und Oldenburg haben den Sprung in die Exzellenzinitiative geschafft: Ihr gemeinsamer Exzellenzclusterantrag „Hearing4all“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Wissenschaftsrat mit 28 Mio. Euro in den nächsten fünf Jahren gefördert. Am Konsortium rund um das Thema Hören sind neben der Medizinischen Hochschule Hannover, der Universität Oldenburg und der Leibniz Universität Hannover auch die Hörzentren Hannover und Oldenburg, das Kompetenzzentrum HörTech, die Jade Hochschule, die Fraunhofer Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie und das Verbundinstitut für Audio- und Neurotechnologie VIANNA in Hannover beteiligt.
„Dies ist ein großartiger Tag für die Hörforschung. Wir sind sehr stolz und freuen uns über die Krönung unserer bisherigen gemeinsamen Anstrengungen “, erklärt Professor Prof. h.c. Dr. med. Thomas Lenarz, Direktor der HNO-Klinik der MHH und Sprecher des Exzellenzclusters für die Beteiligten aus Hannover . „Wir sind froh, dass wir in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative trotz verschärfter Konkurrenz unsere Position noch ausbauen konnten“, sagt MHH-Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann. „Damit haben wir unsere Stellung an der Spitze der forschenden hochschulmedizinischen Einrichtungen in Deutschland und Europa festigen können“, betont er.
Ziel des interdisziplinären Verbundprojekts ist das „Hören für alle“, denn allein in Deutschland leiden rund 15 Millionen Menschen (darunter mehr als 50% der über 65-Jährigen) unter behandlungsbedürftigem Hörverlust und daher unter erheblichen sozialen und gesellschaftlichen Nachteilen. „Mit verbesserter Diagnostik und abgestimmter Versorgung mit Hörhilfen können wir die Lebenssituation der Betroffenen entscheidend verbessern – sei es im Beruf oder in der Freizeit. So liegt unser Schwerpunkt in Hannover auf grundlegenden revolutionären Methoden der Diagnostik und der Wiederherstellung des Hörvermögens – und das gelingt uns dank der mittlerweile Vielzahl an unterschiedlichen Hörimplantaten. Durch den Exzellenzcluster werden unsere internationale Spitzenstellung auf diesem Gebiet weiter ausbauen“ prophezeit Prof. Lenarz.
Vorgesehen ist zudem eine enge Kooperation mit allen weltweit führenden Hörimplantat- und Hörgeräte-Herstellern. „Bereits jetzt sind in der Mehrzahl aller Cochlea-Implantate und Hörgeräte unsere technologischen Entwicklungen aus Hannover oder Oldenburg enthalten“ so Prof. Lenarz.
-> Entscheidungen in der Exzellenzinitiative (pdf)
Am Konsortium rund um das Thema Hören sind beteiligt: