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Dysphagietherapie

Stationäre Versorgung

 

Die Nahrungsaufnahme ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens und hat eine besondere soziale Funktion: sie dient neben der Ernährung auch den täglichen Begegnungen mit unseren Mitmenschen und auf diese Weise der Nährung unserer sozialen Kontakte.

Mit dem Auftreten von Hirnstörungen wie Infarkten, Schädelhirntraumen und zentralen und peripheren Hirnschäden kann es zu Funktionsstörungen des Schluck- und Sprechaktes und deren Koordination kommen.

 

Die wichtigste Zielsetzung der ersten Rehabilitationsphase ist die Beurteilung und Behandlung solcher Vitalfunktionen des Menschen wie der Fähigkeit zur Speichelflusskontrolle, der Effektivität der Atem-Schutz-Mechanismen und der oralen Sensomotorik.

 

Im Prozess des Kanülenmanagements ist die Bewertung der Schutzmechanismen der unteren Atemwege die Hauptaufgabe der Dysphagietherapie.

Mit der Verbesserung des Allgemeinzustandes und der Bewusstseinslage des Menschen werden weitere Teilziele für die Therapie aufgestellt, wie die Beurteilung der Schluckfunktionen im Bezug auf eine sichere Nahrungsaufnahme. Dieser Teil der Therapie dient bei guter Beratung des Pflegepersonals als Prävention der Aspirationspneumonien.

Ein weiteres Therapieziel ist die Umstellung der Ernährung zunächst auf eine kombinierte Ernährungsform (oral und Sondennahrung) und dann schließlich auf eine sichere orale Ernährung.

 

In unserer Arbeit orientieren wir uns an den Prinzipien der Facio-Oralen Trakttherapie (F.O.T.T.) und der Funktionellen Dysphagietherapie (FDT).

In der Funktionellen Dysphagietherapie lassen sich die therapeutischen Verfahren in drei Gruppen unterteilen:

  • Restituierende Maßnahmen mit Training der Oralmotorik, Schluckreflexstimulation, Verbesserung des Verschlusses der unteren Atemwege usw. ;
  • Kompensatorische Maßnahmen wie z.B. die Konsistenzveränderung der Nahrung oder das Erlernen von Schlucktechniken;
  • Adaptive Maßnahmen (Hilfsmittelverordnung)

 

Die Dysphagietherapie erfolgt täglich, im Rahmen der Frührehabilitation, und in einem ständigem Informationsaustausch mit der Pflege, den Stationsärzten und Angehörigen.

 

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