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Assistenzarzt in der HTTG

Dr. Andreas Martens. Assistentensprecher der Klinik von 2005 bis 2008 

 

 Herz-, Thorax-, Gefaess- und Transplantationschirurgie der MHH

Weiterbildung

Herz-, Thorax-, Gefaess- und Transplantationschirurgie der MHH

Dienste

Herz-, Thorax-, Gefaess- und Transplantationschirurgie der MHH

Basischirurgie

Herz-, Thorax-, Gefaess- und Transplantationschirurgie der MHH

Entlastung von nicht-ärztlichen Tätigkeiten

Herz-, Thorax-, Gefaess- und Transplantationschirurgie der MHH

Klinik oder Wissenschaft?

Herz-, Thorax-, Gefaess- und Transplantationschirurgie der MHH

Persönliche Arbeitsbedingungen

 

 

Weiterbildung

In der Klinik für HTTG-Chirurgie der MHH sind die Weiterbildungsermächtigungen für Herz-, Thorax-, Gefäß- und Basischirurgie vorhanden. Entsprechend des eigenen Karriereziels jedes Assistenzarztes sind damit alle Möglichkeiten zur Weiterbildung in diesen Fächern gegeben. Die Assistenzärzte durchlaufen im Rahmen ihrer Fachweiterbildung eine Rotation, die gemäß dem angestrebten Facharzt inhaltlich angepasst wird. Auf diese Weise lernt jeder Assistent auch die benachbarten Bereiche kennen und erwirbt im Verlauf dieser 6 oder 12 Monate dauernden Rotationsabschnitte spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten, ohne jedoch dabei sein eigentliches Weiterbildungsziel aus den Augen zu verlieren. Ein Herzchirurg aus Hannover besitzt somit auch gefäßchirurgische, thoraxchirurgische und intensivmedizinische Kompetenzen.

 

Dr. Andreas Martens. Assistentensprecher der Klinik von 2005 bis 2008

 

Basischirurgie

Berufseinsteiger, die hinsichtlich ihres beruflichen Ziels noch unschlüssig sind, können in der HTTG-Klinik der MHH die Weiterbildung Basischirurgie durchlaufen. In dieser zwei Jahre dauernden Weiterbildung werden Ihnen Grundkenntnisse der Chirurgie auf den Krankenstationen, im OP, in den Ambulanzen, der Notaufnahme und auf der chirurgischen Intensivstation vermittelt. Mit der Weiterbildung Basischirurgie kann sich ein junger Arzt später in viele Fachrichtungen entwickeln, weil er sich diese beiden Jahre der chirurgischen Grundausbildung für zahlreiche andere Fachweiterbildungen anrechnen lassen kann.

 

Klinik oder Wissenschaft oder beides?

In den Fächern Thorax- und Gefäßchirurgie können die Assistenzärzte schließlich entscheiden, ob sie eine hauptsächlich klinische Weiterbildung in Anspruch nehmen möchten oder sich auch experimentell-wissenschaftlichen Fragestellungen stellen. Damit bietet die Klinik auch Ärzten, die in ihrem späteren Berufsleben nicht in einer Universitätsklinik arbeiten möchten, eine klinische Ausbildung auf höchstem Niveau. Diese „Kliniker“ können sich auf das konzentrieren, was ihnen am besten liegt: Die Patientenversorgung.

 

Dienste

Mit zunehmender Erfahrung darf ein Arzt in der HTTG-Klinik verschiedene Dienstgruppen besetzen. Junge Assistenzärzte beginnen mit dem „Stationsdienst“, dem sogenannten II. Dienst. Hier sind sie für einfache Notfälle und einfache medizinische Tätigkeiten auf den Normalstationen verantwortlich. Nach Abschluss des Rotationsabschnittes auf der Intensivstation und Feststellung seiner Eignung durch die intensivmedizinischen Oberärzte, darf ein Arzt auf der Intensivstation seinen Dienst tun. Erst nachdem er anschließend den Rotationsabschnitt „Transplantationsassistent“ durchlaufen hat, tritt er in die I. Dienstgruppe ein. Diese Dienstgruppe löst schwerwiegendere herz-, thorax-, transplantations- und gefäßchirurgische Probleme in der eigenen Klinik und auch in den anderen Abteilungen der MHH. Als Facharzt oder Oberarzt werden Hintergrunddienste übernommen. Die Mitglieder dieser letzten Dienstgruppen kommen für Notoperationen in die Klinik. Die Bedingungen, die sich aus dem Arbeitszeitgesetz ergeben, werden in der Klinik für HTTG-Chirurgie mit dem vorgestellten Modell bei einer für chirurgische Disziplinen moderaten Dienstbelastung eingehalten.

 

Entlastung von nicht-ärztlichen Tätigkeiten

In der HTTG-Chirurgie der MHH wird die Fokussierung auf die Medizin für einen Assistenzarzt außerordentlich unterstützt. Auf den Normalstationen werden z.B. die tägliche Blutentnahme und administrative Tätigkeiten von zwei Stationsassistentinnen unterstützt. Astrid Elsner und Anke Marquordt leisten einen erheblichen Beitrag, damit die Unterlagen der Patienten vollständig und in gutem Zustand jederzeit zur Verfügung stehen, helfen bei der morgendlichen Blutentnahme und übernehmen die Korrespondenz von nicht dringlichen Anfragen, damit die Visite vormittags regelmäßig und ungestört abgehalten werden kann. All dies hat zu einer deutlichen Entspannung während der ärztlichen Arbeit auf Normalstation geführt und trägt zu einem angenehmen Arbeitsklima bei.

 

 

Darüber hinaus sind in der MHH Dokumentationsassistentinnen beschäftigt, die die Codierung der ärztlichen Leistungen für die Ärzte professionell übernehmen. Durch diese Arbeit wird den Ärzten ein erhebliches Maß an administrativer Arbeit abgenommen. Die hier frei werdende Zeit steht den Ärzten für die tatsächliche Patientenversorgung oder die wissenschaftliche Arbeit zur Verfügung.

Die Durchführung von klinischen Studien wird in der Klinik durch zahlreiche Studienschwestern (Study Nurses) und Studiendokumentare organisiert, unterstützt und professionalisiert. Diese Schwestern sorgen für eine medizinisch kompetente und menschlich einfühlsame pflegerische und administrative Betreuung der Studienpatienten. Die professionelle Dokumentation und Organisation zahlreicher klinischer Studien übernimmt die Gruppe der Studiendokumentare. Von der Erfahrung und dem Engagement von dieser Kolleginnen und Kollegen profitieren die Ärzte bei der Durchführung ihrer klinischen Studien.

 

Persönliche Arbeitsbedingungen

Das Ziel der Klinikleitung der HTTG-Chirurgie der MHH ist es, möglichst perfekte Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter zu schaffen. Dahinter steht die Logik, dass Mitarbeiter, die eine gute Infrastruktur und reibungslose Prozesse vorfinden, nicht nur motiviert sind und sich am Arbeitsplatz wohlfühlen, sondern dass ihnen in einem optimalen Arbeitsumfeld auch weniger systembasierte medizinische Fehler unterlaufen. Schließlich profitiert der Patient.
In der MHH herrscht trotz der vorhandenen ca. 13.000 Zimmer ein erheblicher Mangel an Räumen in allen Kliniken, Einrichtungen und Instituten. Das Ziel der Klinikleitung, möglichst allen Assistenzärzten ein persönliches Arztzimmer zur Verfügung zu stellen, ist vor diesem Hintergrund kaum zu erreichen. Es gelingt jedoch, allen Oberärzten ein Einzelzimmer und fast allen älteren Assistenzärzten ein Einzel-, Doppel- oder Dreierzimmer bereitzustellen, in das diese Kollegen sich zurückziehen können, um schwierige Fälle zu bearbeiten, ihre Korrespondenz abzuwickeln, wissenschaftliche Arbeit zu leisten oder sich einfach auch mal auszuruhen. Die Arztzimmer sind durchweg mit neuen modernen Möbeln eingerichtet. Jeder Arzt verfügt in seinem Zimmer über einen persönlichen PC. Zimmer, die von 2 oder 3 Ärzten genutzt werden, sind mit einer dementsprechenden Anzahl an PC-Arbeitsplätzen ausgestattet. Jungassistenten, denen leider kein persönliches Zimmer zugeteilt werden konnte, bekommen ein hochwertiges persönliches Notebook zur Verfügung gestellt, das sie auch zu Hause oder auf Dienstreisen nutzen können. Auf diese Weise findet jeder Arzt täglich seine individuell eingerichtete elektronische Arbeitsumgebung vor, was zu einer höheren Arbeitszufriedenheit und Effizienzsteigerung geführt hat.


Die gute Zusammenarbeit zwischen Ärzten und anderen Berufsgruppen wie den Pflegekräften, den Kardiotechnikern, den Studiendokumentaren und der Administration sowie der weitblickende unternehmerische Führungsstil der Klinikleitung führen langsam aber sicher zu wirklich guten Arbeitsbedingungen für Ärzte in der HTTG-Klinik der MHH. Diese förderlichen Bedingungen lassen eine sehr effektive Arbeit in Klinik, Forschung und Lehre zu, die zudem auch noch außerordentlich viel Spaß bereitet und eine - für ärztliche Verhältnisse - gute Balance zwischen Arbeit und Privatleben erlaubt