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PJ-Wahlfach Allgemeinmedizin

 

 Aktuell: PJ-Wahlfach wird finanziell gefördert! (s.u.)

 

Ziel

des PJ in der Allgemeinmedizin ist es, Ihnen das gesamte Spektrum der hausärztlichen Versorgung darzustellen und Sie zu selbstständigen ärztlichen Arbeiten mit Patienten im hausärztlichen Umfeld anzuleiten. In den PJ-Praxen wird eine 1-zu-1 Betreuung durch den Lehrbeauftragten stattfinden, d.h. in jeder Praxis wird nur 1 PJ-Studierender sein. Diese besonders intensive Betreuung bietet Ihnen hervorragende Voraussetzungen, Ihr Wissen zu erweitern und Ihre praktischen und kommunikativen Fähigkeiten zu trainieren. In der Regel wird das gesamte PJ-Tertial in einer Praxis absolviert, damit ein Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und PJ-ler entstehen kann und - zumindest über den Zeitraum von 4 Monaten - eine kontinuierliche Betreuung von Patienten möglich ist.

Begleitet wird Ihre Tätigkeit in der Praxis durch regelmäßige Fallbesprechungen mit dem Praxisinhaber sowie regelmäßig stattfindende Begleitseminare in den Räumen des Institutes für Allgemeinmedizin. Im Rahmen dieser Begleitseminare werden Fallbeispiele aus dem Praxisalltag ebenso besprochen wie organisatorische Aspekte, die sich durch die tägliche Arbeit ergeben.

 

Arbeitsbedingungen

 

Für ein erfolgreiches PJ in der Allgemeinpraxis ist es erforderlich, sich auf die in Allgemeinpraxen üblichen Arbeitszeiten einzulassen. Konkret bedeutet dies oft, dass es nach einer Vormittagssprechstunde eine längere Mittagspause gibt und zumindest an einigen Tagen in der Woche auch eine spätnachmittagliche Sprechstunde angeboten wird. Um einerseits ausreichende Einblicke in die gesamte Praxisarbeit sicher zu stellen, Ihnen andererseits jedoch auch die Möglichkeit zum Selbststudium zu bieten und nicht zu lange Arbeitszeiten vorzugeben, wird in Absprache mit Ihnen, dem Praxisinhaber sowie dem Institut für  Allgemeinmedizin eine individuelle Arbeitszeitregelung erarbeitet. Urlaubszeiten sollten sehr frühzeitig mit den Praxen abgesprochen werden.

 

PJ-Praxen

 

Das PJ kann nur in speziell dafür anerkannten PJ-Lehrpraxen der MHH absolviert werden. Aus Gründen der Qualitätssicherung ist das PJ in selbst gesuchten hausärztlichen Praxen nicht möglich, dies betrifft grundsätzlich auch Lehrpraxen.

 

Derzeit sind in folgenden Orten Praxen für das PJ anerkannt:

  Aktuelle Liste der PJ-Praxen

 

Grundsätzlich ist es möglich, bei Bedarf auch in anderen Orten PJ-Plätze bereit zu stellen, wenn sich Praxen mit entsprechender Qualifikation und Lehrerfahrung finden. Bitte geben Sie daher Ihren Wunschort bei der Anmeldung an. Die Entscheidung über die Akkreditierung einer Lehrpraxis als PJ-Praxis trifft das Institut für Allgemeinmedizin in Einverständnis mit der Praxis. 

Bitte nehmen Sie bei Interesse daher umgehend Kontakt mit dem Institut für Allgemeinmedizin auf  und informieren Sie uns bitte über Ihren Wunschstandort, ggf. auch über Ihre Wunschpraxis. Eine wunschgerechte Besetzung wird versucht, kann jedoch nicht garantiert werden.

 

Finanzierung

Angeregt durch eine Forderung der Gesundheitsministerkonferenz wird die Teilnahme am Wahlfach Allgemeinmedizin im Praktischen Jahr finanziell unterstützt. Studierende erhalten auf Antrag monatlich 400 € (in unterversorgten Gebieten sogar 600 €). Der Antrag muss vor Beginn des Wahlfaches gestellt werden - Sie erhalten den Antrag über die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen.
Ansprechpartner: Thilo von Engelhardt, Tel.: 0511 380-3335 E-Mail: thilo.engelhardtkvn.de
Die Förderung gilt nur für die niedersächsischen Lehrpraxen.

Auf Anregung des Instituts für Allgemeinmedizin ist mittlerweile auch in Bremen eine Förderung möglich: Ansprechpartner hier ist Frau Delbanco in der Ärztekammer Bremen.

 

 

Logbuch 

Ein Logbuch soll die Orientierung im Tertial Allgemeinmedizin erleichtern. Es ist im Rahmen eines Lehrforschungsprojektes an allgemeinmedizinischen Abteilungen in Baden Württemberg entstanden (Autor: Dr. Klaus Böhme, Freiburg). Das Logbuch wird allen PJ-Studierenden und ihren Lehrärzten zur Verfügung gestellt. Es gibt den PJ-Studierenden einen Überblick über die Lernziele und soll ihnen die zum Erreichen dieser Lernziele nötigen Strukturen liefern.

 

Begleitende Seminare 

Die praktische Arbeit in den Praxen wird durch regelmäßige Seminare im Institut begleitet. An insgesamt 8 Terminen werden einzelne Themen vertieft und geübt. Jeder Seminartag besteht dabei aus zwei Bausteinen:

  1. Fallvorstellung:  
    Studierende stellen Fälle aus der eigenen Praxis vor. Schwerpunkt ist hier das Einüben einer Fallvorstellung, wie sie z.B auch im Staatsexamen vorgesehen ist, sowie die gemeinsame Diskussion der Behandlung und Therapie in der Praxis.
  2. Schwerpunktthema:
    Jedes Seminar hat ein Schwerpunktthema (siehe Modellstundenplan). Zu einzelnen Aspekte dieses Themas werden Kurzreferate durch die Studierenden vorbereitet, die Moderation erfolgt durch einen Mitarbeiter der Abteilung/ Lehrarzt
     

Inhalte der begleitenden Seminare

  1. Diagnostik in der Allgemeinmedizin: Einsatz und Grenzen häufig genutzter Testverfahren
  2. Organisation, Formularwesen: Welche Formulare benötige ich in der Hausarztpraxis? Von der AU bis zur Zuzahlungsbefreiung
  3. Medizinische Informationen: Suchstrategien für Fragen aus der Praxis
  4. Chronische Erkrankungen (z. B. DMP KHK, COPD, Diabetes)
  5. Infekte und Impfen (DEGAM-Leitlinien, STIKO-Empfehlungen)
  6. Psychosoziale Betreuung, Gesprächsführung in Problemsituationen, Balintgruppe
  7. Videotraining: Feedback zum Gesprächsverhalten
  8. Naturheilkunde in der Hausarztpraxis

Für Fragen zum PJ:

Dr. med. Guido Schmiemann, Tel.0511-532-4544 oder schmiemann.guidomh-hannover.de

Organisatorisches:

Liane Reddig, Sekretariat, Tel. 0511-532-6531 oder reddig.lianemh-hannover.de