
Dieser international verwendete Index dient der Messung der Kariesinzidenz bzw. Prävalenz. Der DMF-S-Index beurteilt die Anzahl von Zahnflächen (Surfaces) im bleibenden Gebiss, die zerstört/kariös (Decayed), aufgrund von Karies extrahiert (Missing) oder gefüllt (Filled) wurden. Der DMF-T-Index summiert in gleicher Weise die Anzahl der Zähne (Teeth).
Hygieneindex (HI):
Hierbei handelt es sich um einen Plaqueindex. Die Plaque wird zunächst mit Plaquerevelatoren sichtbar gemacht. Daraufhin erfolgt eine Ja/Nein-Entscheidung auf das Vorhandensein von Plaque an vier Stellen pro Zahn (mesial, distal, vestibulär, oral). Die Berechnung erfolgt nach folgender Formel:
Summe der plaquefreien Stellen x 100 = HI in %
Anzahl aller Messstellen
Bei Werten von >70% liegt eine gute bis sehr gute Mundhygiene vor.
Papillenblutungsindex nach Saxer und Mühlemann (PBI):
Dieser Index dient der Beurteilung des Entzündungsgrades der Gingiva. Hier wird das Auftreten einer Blutung im Papillenbereich nach vorsichtiger Sondierung (mittels Parodontalsonde) des Sulkus im Papillenbereich beurteilt. Die Sondierung erfolgt im ersten und dritten Quadranten oral und im zweiten und vierten Quadranten vestibulär. Folgende Bewertungen werden unterschieden:
Blut fließt über den Zahn oder die Gingiva
Die Grade werden addiert und durch die Anzahl der bewerteten Zähne dividiert.
Periodontal-Screening-Index (PSI):
Dieser Index gibt erste Informationen über die Schwere der Erkrankung und den Behandlungsbedarf. Das Gebiss wird in Sextanten unterteilt. Die Befunde werden an bis zu sechs Stellen pro Zahn (distobukkal, bukkal, mesiobukkal, distooral, oral, mesiooral) mittels einer speziellen Parodontalsonde (WHO-Sonde) erhoben. Die möglichen Befunde sind in den Codes 0 bis 4 zusammengefasst. Pro Sextant wird nur der höchste Wert notiert.
Code 0:
Das schwarze Band der Sonde bleibt an der tiefen Stelle des Sulkus aller Zähne eines Sextaten vollständig sichtbar. Zahnstein oder defekte Restaurationsränder sind nicht festzustellen. Das Gewebe der Gingiva ist gesund, bei (vorsichtigem) Sondieren tritt keine Blutung auf.
Code 1:
Das schwarze Band der Sonde bleibt an der tiefen Stelle des Sulkus aller Zähne eines Sextaten vollständig sichtbar. Zahnstein oder defekte Restaurationsränder sind nicht festzustellen. Nach (vorsichtigem) Sondieren tritt eine Blutung auf.
Code 2:
Das schwarze Band der Sonde bleibt an der tiefen Stelle des Sulkus aller Zähne eines Sextaten vollständig sichtbar. Es lassen sich Zahnstein oder defekte Restaurationsränder feststellen.
Code 3:
Das schwarze Band der Sonde bleibt an der tiefen Stelle des Sulkus aller Zähne eines Sextaten nur teilweise sichtbar.
Code 4:
Das schwarze Band der Sonde verschwindet vollständig in der Tasche. Hiermit wird eine Sondierungstiefe gekennzeichnet, die größer als 5,5 mm ist.
Aus den Codes ergeben sich folgende therapeutische Konsequenzen:
Code 0:
Keine Therapie notwendig, weitere präventive Betreuung
Code 1:
Hier liegt eine Gingivitis vor. Angemessen sind Instruktionen zur Verbesserung der Oralhygiene und Entfernung der Plaque.
Code 2:
Auch hier handelt es sich um eine Gingivitis: Instruktion zur Mundhygiene, Entfernung weicher und harter Ablagerungen sowie Verbesserung plaqueretentiver Restaurationsränder; Patienten mit Code-Werten im Bereich 0-2 sollten bei den weiteren Routineuntersuchungen (halbjährlicher Abstand) erneut untersucht werden.
Code 3:
Es liegt eine mittelschwere Parodontalkrankung vor. Neben der Verbesserung der Mundhygiene sind weitergehende diagnostische und therapeutische Maßnahmen im betroffen Sextaten erforderlich. Darüber hinaus in der ersten Phase eine professionelle Zahnreinigung unerlässlich. Sind zwei und mehr Sextaten mit Code 3 bewertet, empfehlen sich weitergehende Maßnahmen für das gesamte Gebiss.
Code 4:
Hier liegt eine schwere Parodontitis vor. Neben der Verbesserung der Mundhygiene sind weitere diagnostische und therapeutische Maßnahmen notwendig, wobei das gesamte Gebiss untersucht werden muss. Darüber hinaus ist in der ersten Phase eine professionelle Zahnreinigung unerlässlich. Eine komplexe Therapie der betroffenen Zähne ist gegebenenfalls erforderlich.

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