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Magnetresonanztomografie

MRT-Gerät Magnetom Verio

 

Die Magnetresonanztomographie (älterer Begriff: Kernspintomographie) ist ein Verfahren, das im Gegensatz zu vielen anderen radiologischen Untersuchungsmethoden, Bilder des Körperinneren nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen erzeugt. Die dabei eingesetzten sehr starken magnetischen Felder ordnen die Atomkerne im menschlichen Körper. Harmlose Radiowellen werden auf den Körper gesendet, dieser schickt Radiosignale zurück an einen Empfänger, wodurch mit Hilfe leistungsfähiger Computer Querschnittbilder erzeugt werden. Vereinfacht gesagt, kommt es während der Untersuchung zu einer unterschiedlichen Magnetisierung des Körpers.

 

Geräte

Das Zentrum Radiologie der MHH besteht aus dem Institut für Radiologie und dem Institut für Neuroradiologie. Die vorhandenen Magnetresonanztomographen, kurz MRT, stehen beiden Abteilungen gemeinsam zur Verfügung.

Die MRT unterscheiden sich nach den verschiedenen Magnetfeldstärken, welche über die Einheit Tesla abgebildet werden. Je höher die Einheit in Tesla, umso höher ist auch die Magnetfeldstärke des Gerätes. In der MHH stehen Ihnen zwei MRT mit der Stärke von 1,5 Tesla und ein Gerät mit 3 Tesla zur Verfügung.

 

Untersuchungsspektrum

Die Technik unserer drei MRT ermöglicht eine genaue und differenzierte Darstellung des gesamten Körpergewebes. Insbesondere die Weichteile und Organe, das Gehirn und Rückenmark sowie der Bewegungsapparat einschließlich Sehnen und Bänder der Gelenke eignen sich für eine Untersuchung in einem MRT. Knöcherne Strukturen oder luftreiche Regionen, wie zum Beispiel die Lunge, sind auf dem heutigen Stand der Technik noch nicht ausreichend darstellbar.

Zusätzlich bieten wir Ihnen neueste Untersuchungstechniken des Herzens sowie MRT-gestützte Interventionen an.

 

Ablauf

Sobald alle metallischen Teile, welche der Patient am Körper trägt, abgelegt sind, darf der Untersuchungsraum betreten werden. Der Patient legt sich auf einen fahrbaren Untersuchungstisch, welcher sich langsam in eine kopf- bzw. fusswärts offene Röhre (den Magneten) hinein bewegt. Die elektromagnetischen Schaltungen erzeugen fortwährend ein lautes Klopfgeräusch, hierfür werden  Kopfhörer zur Verfügung gestellt über die Musik sowie die Anweisungen des untersuchenden Personals zu hören sind. Über eine Gegensprechanlage kann jederzeit mit dem Untersucher Kontakt aufgenommen werden. Für den Behandlungserfolg ist es entscheidend, dass der Patient vollkommen ruhig und entspannt liegt, da sonst die Bildqualität leidet. Zudem müssen während der Untersuchung unter Umständen Atemkommandos befolgt werden um bewegungsfreie Bilder erzeugen zu können. Um die Aussagekraft der Bilder zu erhöhen kann es für bestimmte Fragestellungen notwendig sein, ein Kontrastmittel zu verabreichen. Hierzu erhalten Sie in Ihrem Aufklärungsgespräch detaillierte Informationen. Die durchschnittliche Untersuchungszeit liegt bei 20 bis 40 Minuten.

 

Vorbereitung

Schon bei der Planung einer MRT- Untersuchung sollte der Patient so früh wie möglich angeben, ob er einen Herzschrittmacher, Herzklappen oder sonstige Implantate aus Metall oder metallische Splitter im Körper trägt. In diesen Fällen darf die Untersuchung ggf. nicht vorgenommen werden.

Spezielle Vorbereitungen sind für eine normale MRT-Untersuchung nicht erforderlich.

Vor der Untersuchung muss der Patient alle Metallteile die er am Körper trägt, wie zum Beispiel Schlüssel, Brille, Haarspangen, metallischen Schmuck oder herausnehmbare Zahnprothesen ablegen. Elektronische Geräte, Uhren, Kreditkarten und andere Chipkarten dürfen ebenfalls nicht in die Nähe des MRT gebracht werden, da sie davon unbrauchbar werden.

Sobald eine MRT-Untersuchung für Sie in unserem Hause geplant ist bzw. Sie einen Untersuchungstermin in der Radiologie der MHH bekommen haben, haben wir einige nützliche Informationen in einem Vorbereitungsblatt für Sie zusammengestellt. Wie Sie zu der Medizinischen Hochschule gelangen und wo Sie die Radiologie finden, können Sie unter Anfahrt einsehen.

 

Nachsorge

Nach einer MRT-Untersuchung mit Kontrastmittel sollte viel Flüssigkeit aufgenommen werden, um so die Ausscheidung der Stoffe zu beschleunigen. Sofern ein Beruhigungsmittel verabreicht worden ist, darf der Patient 24 Stunden nach der Untersuchung nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Achten Sie darauf, dass Sie mit Hilfe einer Begleitperson den Heimweg antreten.

 

Medizinische Hochschule Hannover

Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie 

Carl-Neuberg Str. 1 

30625 Hannover