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2005

Frauenförderung vom Rechnungshof überprüft

Pressemitteilung vom 12.07.05<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

 

Frauenförderung erstmals von Rechnungshof geprüft

Lob für Maßnahmen an Fachhochschulen in Baden-Württemberg

 

Erstmals hat ein deutscher Rechnungshof die Finanzierung von Frauenförderung kontrolliert: Der Landesrechnungshof prüfte die Verwendung der Mittel, die in Baden-Württemberg zur Steigerung des Frauenanteils bei Fachhochschul-Professuren eingesetzt werden. In seiner jüngst veröffentlichten Denkschrift lobt der Rechnungshof diesen Mitteleinsatz als ordnungsgemäß, wirtschaftlich und notwendig. Zusätzlich empfiehlt er eine Weiterfinanzierung.

 

Das Lob der Prüfer ist umso bemerkenswerter, als der Rechnungshof in seinen Denkschriften vorzugsweise Prüfungen dokumentiert, bei denen er eine Verschwendung öffentlicher Mittel festgestellt hat. Daher finden sich in den Denkschriften nur selten so anerkennende Formulierungen wie im Beitrag zur Förderung von Wissen­schaft­lerinnen für eine Fachhochschul-Professur. Die Verwaltungspraxis bei den Fördermaßnahmen bewertet der Rechnungshof nicht nur als korrekt, sondern sogar als „kundenorientiert und professionell.“ Der Frauenanteil bei den Professuren (derzeit rund 10 Prozent) sei nach wie vor viel zu niedrig, obwohl die Förderung zu Fortschritten beigetragen habe. In der Folge befürwortet der Rechnungshof eine „Weiterführung erfolgreicher Instrumente“ und verzichtet auf Vorschläge zu Mittelkürzungen.

 

Die Geprüften, Wissenschaftsministerium und Landeskonferenz der Frauenbeauftragten an Fachhochschulen, begrüßen die Hauptergebnisse der Rechnungshofprüfung. Für die Sprecherin der Landeskonferenz, Prof. Dr. Margot Körber-Weik, Gleichstellungsbeauftragte an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, sind die Hauptergebnisse „in Zeiten knapper Kassen geradezu eine Sensation. Sie bestätigen Handlungsbedarf und rechtfertigen den Einsatz öffentlicher Mittel zur Frauenförderung, stärken also auch die Arbeit aller Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten.“

 

Besonders gut beurteilt der Rechnungshof die speziellen Instrumente an Fachhochschulen, die im Mittelpunkt der Prüfung standen und überregional wirksam sind:  „Als strategisch schlüssig und (nachweisbar) erfolgreich erwiesen sich bei der Prüfung insbesondere das Mathilde-Planck-Lehrauftragsprogramm und das Informations- und Seminarangebot der Koordinierungsstelle der Landeskonferenz der Frauenbeauftragten an Fachhochschulen in Baden-Württemberg.“ Aus diesem kostengünstigen Maßnahmenpaket ist bereits eine große Zahl von Professorinnen hervor gegangen – bundesweit bis Ende 2003 mindestens 26, derzeit mindestens 43. An den Fachhochschulen im Land erhöhte sich dadurch der Frauenanteil bei den Professuren stärker als an den anderen Hochschularten und im Bundesdurchschnitt.

 

Über die Befürwortung der speziellen FH-Instrumente freut sich Körber-Weik am meisten. Denn „sie erhöht die Chance, dass zumindest der Kern der Frauenförderung an Fachhochschulen nach dem Auslaufen des aktuellen Bund-Länder-Sonder­pro­gramms im Jahr 2006 aus Landesmitteln weiter finanziert wird.“ Diesen Kern bildet ein überregional angelegtes Maßnahmenpaket, das Akademikerinnen für die Fachhochschul-Professur motiviert und auf ihrem Weg zum Ziel unterstützt. Es erleichtert hierfür den Zugang zu zielgerechten Informationen und Ausschreibungen, die Entwicklung von Bewerbungsstrategien und den Erwerb von Berufungsvoraussetzungen. Den Einstieg eröffnet die Website www.gleichstellung-fh-bw.de; sie enthält alles Wissenswerte rund um die Fachhochschul-Professur sowie eine Online-Datenbank, die als interaktive Vermittlungs- und Kontaktbörse dient. Entwickelt wurde das Ganze von der Landeskonferenz der FH-Frauenbe­auftragten in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsministerium – gestützt auf die Koordinierungsstelle der Landeskonferenz, die das Maßnahmenpaket auch umsetzt.

 

Sogar in seinen Empfehlungen spricht sich der Rechnungshof nachdrücklich für die Frauenförderung an Fachhochschulen aus. Darüber hinaus macht er aber auch Vorschläge zur Frauenförderung an allen Hochschularten, die über den Prüfbereich weit hinaus reichen. Auch bei dieser Gesamtschau wird das Volumen der „im Vergleich zu vielen anderen Förderbereichen geringeren finanziellen Mittel“ nicht in Frage gestellt. Stattdessen setzt der Rechnungshof auf eine effizientere Verwendung der Mittel. Nach seinen Vorstellungen eignen sich hierfür landesweite Ziel- und Zeitvorgaben des Ministeriums sowie Zusammenführungen von Organisationseinheiten und Förderprogrammen, was die Freude der Geprüften trübt. Weder das Wissenschaftsministerium noch die Landessprecherinnen der Frauenbeauftragten halten solche momentan gängigen Standardrezepte ohne genaueren Nachweis für zielführend. Insbesondere der damit einher gehende Bürokratisierungsaufwand werde regelmäßig unterschätzt. Er untergrabe aber genau das Ziel der Effizienzsteigerung, das der Rechnungshof zu Recht anstrebe.

 

 

Rückfragen bitte an Prof. Dr. Margot Körber-Weik, Koordinierungsstelle, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, Postfach 12 51, 73302 Geislingen/Steige, Tel.  (07331)22-485 oder (07121)240584, E-Mail: koerber-weikfh-nuertingen.de.

 

Archiv: 2006 / 2007

Tagung zum Thema "Behinderung und Geschlecht"

am 12. Dezember 2005 an der Universität Oldenburg Informationen finden Sie hier

 

Förderkolloquium MHH 2004/2005, 24. November 2005

Hörsaal G, 16.30 Uhr

Die Einladung finden Sie hier:

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Am <?xml:namespace prefix = st1 ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:smarttags" />24. November 2005 fand an der MHH ein Kolloquium mit den Wissenschaftlerinnen statt, die in den Jahren 2004 und 2005 Frauenfördermittel der MHH zum Promotionsabschluss oder zum Habilitationsanschub erhalten hatten. Die fünf Frauen gaben einen Überblick über ihre Forschungsprojekte und stellten ihre neuesten Arbeitsergebnisse vor. Die Moderation der Veranstaltung hatte Dr. Andrea Jochheim-Richter, Mitglied der KFG und Mentee im ersten Mentoring-Projekt für Wissenschaftlerinnen an der MHH. übernommen.

Hier können Sie sich anhand der Abstracts über die geförderten Forschungsprojekte informieren.

Das handout zum Förderkolloquium finden Sie hier

                                                                                BM 25.11.2005

Dr. Katharina Wagner 

"Die Rolle von C/EBPalpha für die Pathogenese der akuten Promyelozytenleukämie"

Abstract

Ute Brasseit

"Gesundheitsziele und wirksame Maßnahmen zur Reduzierung gesundheitlicher Ungleichheit im internationalen Vergleich"

Abstract

Silke Kramer 

"Abhängigkeit des Behandlungsergebnisses von Schlaganfallpatienten von Geschlecht (Gender), sozialem und familiärem Status"

Abstract

Dr. Anke Bramesfeld 

"Responsiveness ein geeigneter Parameter zur Evaluation psychiatricher Versorgungssysteme"

Abstract

Dr. Annette Wagner "Glukortikoideffekte auf die dendritischen Zellen in der Riesenzellarteriitis"    

 Abstract

Dr. Dirk Böhmann, DHV

Gemeinsames Karrieretraining

 

Fünf Wissenschaftlerinnen der MHH nahmen vom 30. 9. bis <?xml:namespace prefix = st1 ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:smarttags" />2.10.2005 gemeinsam mit Kolleginnen von der Tierärztlichen Hochschule und der Medizinischen Fakultät in Göttingen an einem intensiven Karriere- und Berufungstraining teil. Gemeinsam mit der Trainerin und Politikberaterin Dr. Christine Färber wurden drei Tage lang die einzelnen Phasen des Berufungsverfahrens bearbeitet und teilweise auch im Rollenspiel mit Videoaufzeichnungen geübt.

Besonders positiv wurde von den Teilnehmerinnen der Beitrag von Dr. Dirk Böhmann zu den juristischen Aspekten der Berufung und zum neuen Besoldungsrecht, Stichwort „W-Besoldung“ aufgenommen. Dr. Böhmann ist als für Medizinrecht zuständiger Jurist beim Deutschen Hochschulverband wichtige Kontaktperson für alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in Berufungsverhandlungen stehen.

Durch die gemeinsame Unterbringung der Teilnehmerinnen in einem Tagungshaus in der Nähe von Göttingen wurde die mit der Veranstaltung u. a. intendierte Vernetzung von Wissenschaftlerinnen dreier verschiedener Hochschulen unterstützt, die in Zukunft noch weiter gefördert werden soll.

                                                                                    BM 13.09.2005

 

Wenn Sie sich für die Teilnahme an einem Karriere- und Berufungstraining interessieren, melden Sie sich bitte im Gleichstellungsbüro oder schreiben Sie eine mail an: gleichstellungmh-hannover.de

 

Gleiche Krankheit - anderer Schmerz-Wissenschaftlicher Kongress des DÄB

 

<typohead type="2" class="eventdate">29-09-2005 bis 02-10-2005</typohead>

Wissenschaftlicher Kongress des DÄB

<typohead type="2" class="title">Oh Schmerz, lass nach!</typohead>

Gleiche Krankheit - anderer Schmerz. Geschlechtsspezifische Aspekte von Schmerzen.

Weitere Informationen und Anmeldung:

Deutscher Ärztinnenbund e. V., Herbert-Lewin-Platz 1, 10623 Berlin, Tel. 030/400 456 540, Fax 030/400 456 541

Veranstaltungsort: Berlin

Zu Gast im Rathaus

 

Am 4. Juli 05 war die MHH-Gleichstellungsbeauftragte im Rathaus der Stadt zu Gast und berichtete im Gleichstellungsausschuss über das breite Aufgabenfeld der MHH-Gleichstellungsarbeit. Sie konnte dabei auch zwei noch frische Erfolge präsentieren: Zum einen die Bewilligung der Mittel für ein neues Wissenschaftlerinnen-Mentoring an der MHH durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur, zum anderen die Erteilung des Grundzertifikats Familiengerechte Hochschule an die MHH, beschlossen im Audit-Rat der Hertie-Stiftung am 21. Juni 2005.

Gleichstellungsausschuss der Stadt in der MHH

 

Was in Sachen Gleichstellung an der MHH läuft, weckte das Interesse des Gleichstellungs-ausschusses der Stadt Hannover. Der Aus-schuss hielt seine reguläre Sitzung am 6. Juni 2005 im Senatssaal der MHH ab. Anschließend besuchte ein Teil der Ratsmitglieder die MHH-KiTa und ließ sich von KiTa-Leiterin Ilka Maserkopf über die laufen-den und geplanten Aktivitäten informieren. Ein anderer Teil des Ausschusses lernte geführt von Dr. Mechtild Groß die neue Frauenklinik der MHH kennen. Nach den Führungen trafen sich alle wieder im Senatssaal, wo Professorin Ulla Walter einen Überblick über die Themen gab, zu denen am Lehrstuhl für Prävention und Rehabilitation geforscht und gelehrt wird.

Klein, aber fein: Girls´ Day an der MHH

 

Der bundesweite Girls´ Day, aus dem längst ein Girls´ and Boys´ Day geworden ist, fand am 28. April 2005 auch an der MHH statt. 15 Mädchen und zwei Jungen, allesamt Kinder von MHH-Angehörigen, informierten sich in den Abteilungen Pressestelle, Rechenzentrum, Kindertagesstätte und Zelluläre Chemie über die Arbeit der Eltern und ihrer Kolleginnen und Kollegen.

 

Wie im vergangenen Jahr wurden auch diesmal im Gleichstellungsbüro die Anfragen von Schülerinnen, Schülern und Eltern gesammelt und Kontakte zu Abteilungen vermittelt, die die Bereitschaft bekundet hatten, einen Vormittag lang Auskunft über die eigene Arbeit zu geben. Es scheint den Schülerinnen und Schülern gefallen zu haben, denn sie wollen wiederkommen und sie werden die MHH auch Ihren Mitschülerinnen und Mitschülern empfehlen.

 

Die Ergebnisse der Kurzumfrage des Gleichstellungsbüros finden Sie hier:

 

Girls`Day2005