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Press Releases

02. 12. 2010

Zehn Jahre Klinisches Ethik-Komitee in der MHH


Festsymposium zum Thema „Leben an der Grenze – Patienten im Koma" am 13. Dezember im Hörsaal G



Das Klinische Ethik-Komitee (KEK) der Medizinischen Hochschule Hannover feiert am Montag, 13. Dezember 2010, sein zehnjähriges Bestehen. „Ziel unserer Arbeit ist es, ethische Aspekte stärker und in qualifizierter Weise in den Alltag der Patientenversorgung einzubringen. Verantwortung, Selbstbestimmung und Mitgefühl sollen als gelebte moralische Werte den Umgang auf den Stationen prägen", betont Dr. Gerald Neitzke, Medizinethiker und Vorsitzender des KEK an der MHH. Aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums findet ein Festsymposium statt mit dem Thema „Leben an der Grenze – Patienten im Koma".

 

Wir laden die Medienvertreter ein, das Festsymposium zu besuchen am

 

  • Montag, 13. Dezember 2010
  • um 14.15 Uhr
  • Hörsaal G, Gebäude I1, Carl-Neuberg-Straße 1,
    30625 Hannover

 

„Wir haben in den zehn Jahren einige hundert Ethik-Fallberatungen und dutzende Fortbildungen zu ethischen Themen in allen Bereichen der MHH durchgeführt. In den meisten Fällen konnten wir gemeinsam mit allen Beteiligten einen Konsens herbeiführen, der auch von allen mitgetragen wurde", erklärt Dr. Gerald Neitzke. Das KEK der MHH besteht aus 18 Mitgliedern. Neben Ärzten und Pflegekräften sind auch der Sozialdienst, die Klinikseelsorge und die Administration vertreten. Als externe Mitglieder gehören ein Amtsrichter und drei Patientenvertreter zu dem Gremium.

 

Klinische Ethikberatung ist in deutschen Krankenhäusern ein relativ junger Bereich. Während Ethikkommissionen in Deutschland seit den 1970er Jahren medizinische Forschungsprojekte begutachten, begann die Errichtung von Klinischen Ethikkomitees erst Ende der 1990er Jahre. Mit der Gründung des KEK im Jahre 2000 ging die MHH also einen innovativen Schritt, der insbesondere für Großkliniken Maßstäbe setzte.

 

Die Aufgaben eines Klinischen Ethikkomitees betreffen die Patientenversorgung auf den Stationen. Dazu gehört neben der Weiterbildung in medizinethischen Fragen, wie zum Beispiel der Therapiebegrenzung am Lebensende, dem Umgang mit Patientenverfügung und der Vorsorgevollmacht, vor allem die Beratung in schwierigen und moralisch umstrittenen Behandlungssituationen. Eine Beratungsanfrage kann von allen von der Patientenversorgung betroffenen Personen gestellt werden. Neben Ärztinnen, Ärzten und Pflegenden gehören dazu auch die Patienten und ihre Angehörigen. Es ist eine Besonderheit des KEK der MHH, dass von Anfang an auf die Einbeziehung der Patienten geachtet wurde. Fallanfragen erfolgen häufig zu Themen wie Therapiebegrenzung auf der Intensivstation, Umsetzung einer Patientenverfügung, späte Schwangerschaftsabbrüche oder Behandlung von extrem früh geborenen Kindern. Die Konfliktfälle sind so vielfältig wie das medizinische Spektrum der MHH.

 

Das KEK ist aber auch für Patienten da, die beispielsweise eine Patientenverfügung erstellen möchten und hierzu eine Beratung benötigen. „Klinische Ethikberatung ist aus der MHH nicht mehr wegzudenken, und es ist eine sehr positive Entwicklung, dass es in zunehmendem Maße auch an vielen anderen Krankenhäusern Ethikkomitees gibt", sagt Dr. Neitzke.

 

Weitere Informationen erhalten bei Dr. Gerald Neitzke, Vorsitzender des Klinischen Ethik-Komitees, unter Telefon (0511) 532-4271.







V. i. S. d. P.: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der MHH

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