SitemapImprintdeutschenglish
MHH Logo
Medizinische Hochschule Hannover | Carl-Neuberg-Str.1 | 30625 Hannover | Tel.:(+49) 0511-532-0

Press Releases

20. 08. 2010

Gute Heilungschancen für den kleinen Maximilian


Potentieller Spender gefunden / Typisierungsaktionen laufen für Maxi und andere Betroffene weiter



Das Schicksal des kleinen Maximilian hat die Menschen bundesweit in den vergangenen Wochen sehr bewegt. Maximilian erkrankte im Alter von nur vier Monaten an einer akuten myeloischen Leukämie, einer sehr bösartigen Blutkrebserkrankung. Weil eine Chemotherapie nicht ausreichte, musste für den Jungen ein passender Blutstammzellspender gefunden werden. Da die Familienmitglieder als Spender nicht in Betracht kamen, wurde mit Hilfe international vernetzter Datenbanken eine Fremdspendersuche eingeleitet. Am 13. August wurden die Eltern informiert, dass es einen potentiellen Spender gibt. „Der Spender stimmt in neun von zehn transplantationsrelevanten HLA-Merkmalen mit unserem Patienten überein und wurde zur Stammzellspende aufgefordert", erklärt Professor Dr. Christoph Klein, Direktor der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Nun muss der aktuelle Gesundheitszustand des potentiellen Spenders noch kontrolliert werden, damit der Spender tatsächlich freigegeben werden kann. Etwa zehn Prozent aller Spender aus den weltweiten Datenbanken stehen aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht zur Verfügung. Die Transplantation ist in den nächsten fünf bis sechs Wochen geplant. Dass sich anlässlich des Aufrufes ‚Helft Maxi’ so viele Menschen engagiert haben, kommt nicht nur Maxi, sondern zukünftig allen Patienten zugute. Deshalb unterstützt das Präsidium der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) den Wunsch der Eltern , die Aktion „Helft Maxi" fortzuführen und drückt der Familie für das bisherige Engagement seinen höchsten Respekt aus. Das Norddeutsche Knochenmark- und Stammzellspenderregister (NKR) wird der Familie auch weiter zur Seite stehen.

 

Dank des großen Engagements der Eltern, der Familie und mit der Unterstützung des NKR hat Maxi dieser Notwendigkeit, den Pool von Stammzellspendern zu erhöhen, in den vergangenen Wochen ein Gesicht gegeben. „Wir sind sehr glücklich, dass wir dank des NKR eine breite Öffentlichkeit erreichen konnten, um auf die Problematik der Leukämiebehandlung und der Stammzelltransplantation aufmerksam machen zu können. Viele Menschen haben sich aufgrund von Maxis Schicksal typisieren lassen, wofür wir unendlich dankbar sind. Wir hoffen, dass allen nach uns Betroffenen eine ähnlich große und herzliche Hilfsbereitschaft erfahren dürfen", betont Dr. Olivier Zachariae, Maximilians Vater.

 

Damit auch andere Patienten mit Leukämien und angeborenen Erkrankungen des Blutes und Immunsystems, Kinder wie Erwachsene, in Zukunft eine größere Chance erhalten, einen passenden Blutstammzellspender zu finden, bedarf es derartiger Aufrufe und Typisierungsaktionen. Sie dienen dazu, die Zahl potentieller Blutstammzellspender kontinuierlich zu erhöhen. Jede Typisierung kann ein Menschenleben retten!

 

In der MHH werden jährlich 30 bis 40 Kinder mit Leukämien, immunologischen Erkrankungen oder Stoffwechseldefekten mit Hilfe einer allogenen Blutstammzelltransplantation behandelt. „Bei etwa 80 bis 90 Erwachsenen mit Leukämien, Lymphknotenkrebs oder Knochenmarkversagen werden im gleichen Zeitraum allogene Stammzelltransplantationen durchgeführt, davon etwa 50 von unverwandten Spendern aus den Registern und auch aus den Nabelschnurblutbanken.", sagt Professor Dr. Arnold Ganser, Direktor der MHH-Klinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Stammzelltransplantation. 

 

Maximilians Fall illustriert, wie die Möglichkeit einer allogenen Blutstammzelltransplantation heute gute Heilungschancen für Patienten eröffnen kann, die ohne eine derartige Behandlung nur geringe Überlebenschancen hätten. Die behandelnden Ärzte sind optimistisch, dass Maximilian trotz möglicher Nebenwirkungen einer Blutstammzelltransplantation bald seine Leukämie besiegen kann.

 

 

Für das Präsidium der Medizinischen Hochschule Hannover:

 

Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann,
Präsident Dipl.-Oek. Holger Baumann, Vizepräsident







V. i. S. d. P.: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der MHH

Advanced search

Blutkonserven sind an der MHH häufig knapp. Warum?

MHH-Blutspende

Die Medizinische Hochschule Hannover hat sich zur größten Transplantationsklinik in Deutschland entw...

[more]