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Press Releases

24. 06. 2010

HDTV-Liveübertragung aus dem Bauch: MHH eröffnet neuen Sonografie-Bereich


Umbau kostet 2 Millionen Euro / Modernste Technologie im Einsatz



Bei der Eröffnung der neuen Sonografie-Räume: Dr. Tecklenburg, Prof. Manns, PD Dr. Rifai, Prof. Gebel.

Nach einjähriger Bauzeit ist der Umbau der neuen gastroenterologischen Sonografie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) abgeschlossen. Die neuen Räume wurden am Donnerstag, 24. Juni 2010, von MHH-Vizepräsident Dr. Andreas Tecklenburg und Professor Dr. Michael P. Manns, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, eröffnet.


„Die Sonografie ist eine der häufigsten diagnostischen Verfahren. Sie ist schonend, schnell und ihre Technik wird immer weiter verbessert. Hier werden wir in den nächsten Jahren noch viele Innovationen sehen, nicht zuletzt initiiert durch den neuen Sonografie-Bereich der MHH“, betonte Dr. Tecklenburg.


Der Umbau kostete zwei Millionen Euro und wurde mit Landesmitteln finanziert. Der Bereich bietet mit 300 Quadratmetern Nutzfläche doppelt soviel Platz und steht komplett für die Sonografie der Bauchorgane wie Leber und Darm zur Verfügung. Die fünf neuen Untersuchungsräume liegen in unmittelbarer Nähe zum im vergangenen Jahr fertig gestellten Endoskopie-Bereich, beides gehört zur Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie von Direktor Professor Dr. Michael P. Manns. Kernstück sind Ultraschallverfahren, die Livebilder von nur millimetergroßen Strukturen aus dem Bauch in hochauflösender Qualität („HDTV“) zeigen, sowie der Interventionsraum, in dem minimal-invasive Diagnostik und Therapie durchgeführt wird. Dazu zählen auch gezielte Gewebepunktionen mit bis zu 0,7 Millimeter dünnen Nadeln und die lokale Tumortherapie durch die Bauchdecke.


„Unsere neue Sonografie bietet das gesamte Spektrum modernster Technologie für diagnostische und therapeutische Eingriffe. Die abdominelle Sonografie ist schließlich das moderne Stethoskop des Gastroenterologen. Alles ist in einem modernen und patientenfreundlichen Ambiente untergebracht“, erklärte Professor Manns.


Neben der Darstellung anatomischer und pathologischer Strukturen von Organen und der Abbildung des fließenden Blutes in Echtzeit stehen eine Reihe neuer Ultraschallverfahren zur Verfügung. „Allein für die Kontrastsonografie haben wir vier verschiedene Verfahren zur Auswahl, um Tumoren, Durchblutungsstörungen im Bauchraum und entzündliche Darmerkrankungen zu charakterisieren“, sagte Professor Dr. Michael Gebel, Oberarzt in der Klinik. Drei- und vierdimensionale Aufnahmetechniken liefern eine besondere Qualität bei der Beurteilung kleiner Organ- und Tumorgefäße. Zusammen mit neuen Messverfahren im Bereich der Gewebeelastizität, des Fließverhaltens und der Gewebeanalyse kann man zum Beispiel frühzeitig erkennen, ob der Patient auf eine Therapie anspricht oder nicht. „Wir können mit diesen neuen Verfahren schon nach 48 Stunden Therapien anpassen und so nicht nur Nebenwirkungen oder unnötige Strahlenbelastungen vermeiden, sondern letztlich auch Kosten sparen“, erklärte Professor Gebel. Mit speziellen Sonden für minimal-invasive Eingriffe ist es zum Beispiel möglich, Lebertumoren mit Hochdosis-Äthanol-Injektionen oder Radiofrequenzabtragungen zu behandeln oder Abzesse im Bauchraum mit Drainagen zu therapieren.


Die Sonografie ist wegen des Lebendbildes ein sehr anspruchsvolles und effektives Verfahren, die Ergebnisse hängen wie bei allen bildgebenden Vefahren besonders von der Erfahrung und guten Ausbildung der Ärzte ab. Deshalb wurde zusätzlich eine lebensnahe 3D-Sonografie-Simulation mit einer großen Fall-Datenbank entwickelt.







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