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Press Releases

27. 05. 2010

Die MHH setzt 2009 den positiven Trend fort


Bilanzgewinn von 5,6 Millionen Euro / Ausgegebene Drittmittel bei 81,3 Millionen Euro



Holger Baumann, Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann und Dr. Andreas Tecklenburg (von links).

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) setzt auch im sechsten Jahr in Folge ihren Erfolgkurs fort: Im Jahr 2009 konnte sie ein positives Jahresergebnis mit einem Bilanzgewinn von 5,6 Millionen Euro erzielen. Die Forschungsleistungen von Deutschlands einziger rein medizinisch und naturwissenschaftlich ausgerichteter Universität haben 2009 mit 81,3 Millionen Euro ausgegebener Drittmittel das Rekordniveau aus dem Jahr 2008 noch einmal übertroffen. Zudem stiegen erneut die Erlöse aus der Krankenversorgung – auf 337,2 Millionen Euro. Außerdem wurden in der MHH noch nie so viele Menschen behandelt wie im vergangenen Jahr. „Wir sind unserem Ziel, die nationale Spitze in der Hochschulmedizin zu erreichen, erneut ein gewaltiges Stück näher gekommen", sagte MHH-Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann am Donnerstag, 27. Mai 2010, während der Bilanz-Pressekonferenz. „Dank engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, hervorragender Qualitätssicherungssysteme, schnell agierender Lenkungskreise quer durch alle Berufsgruppen und gezielt greifender Krisenbewältigungsinstrumente konnten wir im vergangenen Jahr unvorhersehbare Auswirkungen abfangen und – mehr noch – auch 2009 die Reihe der erfolgreichen Jahre weiterschreiben", betonte er.

 

DIE WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG: Die Ausgangslage war Ende 2008 sehr schwierig. Die im Dezember 2008 beschlossene Verlängerung der Konvergenzphase bedeutete für die MHH, dass eine bereits eingeplante Erlössteigerung von fünf bis sieben Millionen Euro wegfiel. „Mit der Verlängerung der Konvergenzphase wurden all diejenigen Kliniken bestraft, die ihre Hausaufgaben erledigt hatten", sagte MHH-Vizepräsident Holger Baumann, zuständig für das Ressort Wirtschaftsführung und Administration. „Dass wir trotzdem nicht in die roten Zahlen gerutscht sind, zeigt: Unsere Strategie, die MHH als Supramaximalversorger zu positionieren, zahlt sich aus."

 

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die MHH einen Jahresüberschuss von 5,7 Millionen Euro – nach Einstellung von 0,1 Millionen Euro in Gewinnrücklagen blieb ein Bilanzgewinn von 5,6 Millionen Euro. Hiervon hat die MHH fünf Millionen Euro in den Verlustabbau investieren. Die Schulden waren als Folge des Transfers der Frauenklinik vom Oststadtkrankenhaus im Jahr 2003 entstanden. Bereinigt man den Bilanzgewinn um diesen Betrag, bleibt die MHH 2009 nur knapp in den schwarzen Zahlen. „Aber eigentlich müssten wir eine Umsatzrendite von zwei bis drei Prozent erwirtschaften, um wieder Spielraum für dringend erforderliche Investitionen zu haben", betonte Baumann.

 

Die Betriebserträge stiegen 2009 auf 546,1 Millionen Euro (2008: 505,7 Millionen Euro), der Landeszuschuss erhöhte sich um 6,1 Millionen Euro auf nunmehr 162,6 Millionen Euro. Dem standen im vergangenen Jahr Steigerungen bei Personal- und Sachkosten gegenüber. Die Personalkosten sind um 9,1 Prozent auf 385,9 Millionen Euro angewachsen bei einer Erhöhung der Beschäftigtenzahl auf 8.355 Mitarbeiter (2008: 7.955) – das entspricht 7.039,6 Vollkräften (2008: 6.587,7). Dabei ist der Anteil der über Drittmittel finanzierten Stellen um 12,6 Prozent auf 805 Vollkräfte (2008: 715) gestiegen. Die MHH ist damit der zweitgrößte Arbeitgeber in der Region Hannover. 

 

DIE FORSCHUNG: Die MHH ist Spitze in der Forschung, gemessen an den eingeworbenen Verbundforschungsvorhaben und damit verbundenen ausgegebenen Drittmitteln: „Von 41 Millionen Euro im Jahre 2003 konnten wir bis zum vergangenen Jahr den Betrag auf 81,3 Millionen Euro verdoppeln", betonte Professor Bitter-Suermann, der zuständig für das Ressort Forschung und Lehre ist. „Die Forschung boomt." Die MHH ist – Drittmittel gerechnet pro Professur – damit die forschungsaktivste Hochschule Deutschlands und hat von 2007 bis 2009 insgesamt 28 neue, erstmals eingerichtete Forschungsprofessuren von extern besetzt.

 

DIE KRANKENVERSORGUNG: Auch für den Bereich Krankenversorgung sieht die Bilanz äußerst erfolgreich aus. „Mit 54.628 Patienten in der stationären Versorgung und einer durchschnittlichen Verweildauer von 8,21 Tagen sind wir auf dem richtigen Weg", sagte Vizepräsident Dr. Andreas Tecklenburg, zuständig für das Ressort Krankenversorgung. 2008 waren es 53.066 stationäre Fälle bei einer Verweildauer von 8,24 Tagen. Auch im ambulanten Bereich konnten die Behandlungskontakte erneut gesteigert werden auf nunmehr 348.467, davon 40.601 im Medizinischen Versorgungszentrum der MHH. „Die Fokussierung auf besonders kranke Patienten, besonders komplexe Fälle bei einer Leistungsfähigkeit, die nur ein Supramaximalversorger bieten kann, sichert unsere Position", erläuterte Dr. Tecklenburg. „Wir werden von unseren Einweisern für unsere hochspezialisierten Behandlungen geschätzt. Diese Strategie ist für unsere Beschäftigten die beste Arbeitsplatzgarantie."

 

DIE LEHRE: 3.043 jungen Menschen studieren an der MHH, darunter 2.081 Humanmedizin. „In der humanmedizinischen Lehre im Modelstudiengang HannibaL, der nun mit dem vierten Jahrgang begonnen hat, wird vom ersten Studienmonat an patientenorientierter Unterricht geboten, der die medizinisch praktischen Fähigkeiten in den Mittelpunkt stellt, ohne die Fortschritte in der molekularen Medizin zu vernachlässigen", sagte Professor Bitter-Suermann, der auch für das Ressort Lehre zuständig ist. Erstmals wurden anlässlich der Promotionsfeier im Herbst für jedes Studienjahr Lehrpreise in Gesamthöhe von 300.000 Euro sowohl für die besten Dozenten als auch für das beste Lehrveranstaltungsmodul vergeben. „Gute Lehre muss auch finanziell anerkannt werden", sagte der Präsident. Er zeigte sich zufrieden, dass das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg Studierende, die sich eingeklagt hatten, abgewiesen hat. „Diese 30 bis 40 zusätzlichen Studierenden haben die Bemühungen und Ziele des Modellstudiengangs fast zum Scheitern gebracht und seine Abläufe empfindlich gestört."

 

Besonders zufrieden ist Professor Bitter-Suermann mit den internationalen Promotionsstudiengängen und Graduiertenkollegs unter dem Dach der Hannover Biomedical Research School (HBRS) inklusive der Masterstudiengänge Biomedizin und Biochemie. „Darauf können wir stolz sein." Auch das Programm der strukturierten medizinischen Promotion (StrucMed) entwickle sich zu einem Spitzenprogramm. 

 

Der Ausblick: „Der Höhenflug in Forschung, Lehre und Krankenversorgung, verbunden mit solidem Haushalt – sechs Jahre in Folge moderat schwarze Zahlen – und ein antizyklischer Personalzuwachs, muss uns zu einer gehörigen Portion Vorsicht und nicht nachlassendem Antriebswillen mahnen", erklärte der MHH-Präsident. Das größte Problem bleibe, dass die Infrastruktur auf dem Campus nicht mit der sonstigen Entwicklung Schritt halte. „Die bauliche Entwicklungsplanung – Masterplan genannt –, gemeinsam von Land, Stadt Hannover und MHH nach Architektenausschreibung angestoßen, bringt faszinierende neue Sichtweisen auf notwendige Zukunftsbauten und ihre Standorte", sagte Professor Bitter-Suermann. „Die MHH wird ein neues Gesicht über eine Öffnung hin zur Karl-Wiechert-Allee erhalten."

 







V. i. S. d. P.: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der MHH

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