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Botox Behandlung

 

 

 

Klinische Neurophysiologie

Botox Behandlung

Liquorlabor

 

 

Botulinumtoxinambulanz

 

Die Neurologische Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover betreibt eine Sprechstunde für zentrale Bewegungsstörungen, in der auch Botulinumtoxin-Behandlungen vorgenommen werden. Für Rückfragen stehen Ihnen die Mitarbeiter der Sprechstunde (Herr Prof. Dr. D. Dressler) gerne zur Verfügung, unter der Telefonnummer (0511) 532-3111.Termine nach Vereinbarung

 

Allgemein

 

Neben der klinischen Anwendung des Botulinumtoxins bestehen umfangreiche Forschungsanstrengungen. Das wissenschaftliche Engagement umfaßt u.a:

 

  • Ausweitung des Indikationsspektrums
  • Beforschung neuer Toxingruppen
  • Verbesserung der Pharmakokinetik und -dynamik
  • Antikörperbildung gegen Botulinumtoxin und deren klinische Bedeutung
  • Teilnahme an klinischen Studien

 

Therapiemöglichkeiten

 

Botulinumtoxin stellt ein bakterielles Gift dar, produziert von Clostridium botulinum, welches in der Lage ist, die neuromuskuläre Übertragung, d.h. die Übertragung vom Nerv auf den Muskel, zu blockieren. Seit einigen Jahren macht man sich diesen Effekt therapeutisch zunutze, indem in Muskeln, die eine unerwünschte "Überaktivität" entfalten, das Toxin injiziert und somit eine Lähmung erreicht werden kann.

Botulinumtoxin wird von verschiedenen Bakterienstämmen produziert. Zur klinischen Anwendung stehen Botulinumtoxin Typ A und Typ B zur Verfügung. Im Laufe der Therapie können Antikörper gegen den jeweils angewandten Toxin-Typ gebildet werden und eine Therapieresistenz bewirken. Die Antikörper sind Typ-spezifisch, daher kann bei einem evtl. Therapieversagen ein Präparatwechsel vorgenommen werden

Die Wirkung setzt individuell verschieden nach ca. 1 bis 2 Wochen ein und hält ca. 3-4 Monate an. An unerwünschten aber nur vorübergehenden Wirkungen können zu starke Lähmungen der behandelten Muskeln bzw. Muskelgruppen auftreten, je nach Ort der Injektion auch Schluckstörungen, herabhängende Augenlider und Doppeltsehen. Im allgemeinen wird die Therapie jedoch gut vertragen, die Patienten sind mit der Behandlung zufrieden und die selten auftretenden unerwünschten Wirkungen werden toleriert. Sicherlich bedarf die Anwendung der Behandlung großer Erfahrung des Therapeuten und sollte spezialisierten Zentren vorbehalten bleiben. Das Indikationsspektrum umfaßt z.B. fokale, segmentale und generalisierte Dystonie-Formen (Blepharospasmus, Meige-Syndrom, axiale Dystonieformen, Torticollis spasticus), Hemispasmus facialis, Spastik (Arm- und Beinspastik), Tremorerkrankungen, Tics, sowie spezielle Krankheitsbilder wie die infantile Zerebralparese, die spasmodische Dysphonie, Dysphagien, Dysarthrien, postoperative Ruhigstellung (u.a. nach Augenoperationen), faziale Synkinesien und urologische Erkrankungen (Detrusor-Sphincter-Dyssynergie).