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Lungentransplantation

Z.n. rechtsseitiger Lungentransplantation

 

Die Lungentransplantation ist ein Therapieverfahren für Patienten in Endstadien von Lungenerkrankungen mit nur noch begrenzter Prognose, bei denen keine Kontraindikationen (z.b. weitere Organerkrankungen) vorliegen.

Wesentlicher Schwerpunkt der Transplantationsambulanz liegt hierbei sowohl in der Auswahl und Vorbereitung geeigneter Organempfänger, als auch in der späteren Nachsorge der Patienten.

 

1987 wurde das erste Mal in Deutschland eine Lungentransplantation erfolgreich an der Medizinischen Hochschule durchgeführt. Seitdem wurden im Transplantationsprogramm der MHH bis Ende 2005 insgesamt 790 Operationen als Einzel- oder Doppel-Lungentransplantationen durchgeführt (Abb.). Eingeschlossen sind darin auch mit einem Anteil von etwa 10 % Mehrfach Organ-Transplantationen, wie die Herz-Lungen-Transplantation oder die gleichzeitige Übertragung von Lungen und Leber oder Niere.

Seit 1987 wurden an der MHH mehr als 110 Empfänger mit cystischer Fibrose Lungen verpflanzt. Das MHH- Transplantationsprogramm gehört zu nur drei Zentren weltweit, die konstant seit Jahren mehr als 50 Lungentransplantationen pro Jahr durchführen.

 

Siehe hierzu auch:  http://www.mh-hannover.de/mhh-podcast-003.html

 

Die häufigsten Erkrankungen, die zu einer Lungentransplantation führen sind:

 

  • chronisch obstruktive Lungenerkrankungen im Endstadium
  • Lungenfibrosen
  • Mukoviszidose (Cystische Fibrose)

 

Sollte ein geeignetes Organ zur Verfügung stehen, sind drei unterschiedliche Operationsverfahren möglich:

 

  1. einseitige Lungentransplantation; lediglich ein Lungenflügel wird transplantiert ("single lung transplantation")
  2. doppelseitige Lungentransplantation
  3. Herz-Lungen-Transplantation; hier werden Herz sowie beide Lungenflügel en bloc transplantiert

 

Bereits während der Transplantation wird mit einer immunsuppressiven Therapie begonnen, um eine Abstossungsreaktion des Körpers auf das Spenderorgan zu unterdrücken.

Obwohl eine lebenslange medikamentöse Therapie und engmaschige Lungenfunktionsanalysen notwendig sind, kann durch eine erfolgreiche Transplantation immer eine deutliche individuelle Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden.

Im Transplantationsprogramm der MHH übernimmt die Abteilung Pneumologie einen entscheidenden Part. In enger Kooperation mit der Abteilung Thorax-Herz-Gefäßchirurgie werden gemeinsam Kandidaten für die verschiedenen Verfahren selektioniert. Die Abteilung betreut die Patienten  auf der Warteliste (etwa 150) und leistet einen Teil der unmittelbar postoperativen intensivmedizinischen Versorgung.

In der Nachsorge-Ambulanz der Abteilung Pneumologie werden zur Zeit etwa 400 Patienten nach den Lungentransplantation in regelmässigen Abständen gesehen. Die Langzeitüberlebensraten liegen in unserer Nachsorge mit 68% nach 3 Jahren, 59 % nach 5 Jahren und 46 % nach 10 Jahren deutlich über dem Durchschnitt im Register der International Society for Heart and Lung Transplantation (ISHLT). Wissenschaftliche Schwerpunkte des Transplantationssektors der Abteilung sind u.a. die Früherkennung von Risikofaktoren, die Behandlung chronischer Organdysfunktionen (in Kooperation mit Molekularpathologie und Pädiatrische Pneumologie), die Optimierung von Kandidaten vor anstehenden Transplantationen (Kooperation mit der Abt. Sportmedizin) sowie die Untersuchung des Einflusses von Virusinfektionen auf den Transpantationsverlauf  (Kooperation Virologie).  

Sollten Sie Fragen haben oder nähere Informationen zu diesem Thema benötigen, so können Sie uns über untenstehende Kontaktadresse erreichen.

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An der MHH durchgeführte Lungen- und Herz-Lungentransplantationen von 1987 bis 2005

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Ansprechpartner

Oberarzt              

PD Dr. Jens Gottlieb

 

 

Kontakt

Telefon                                 

049 511 532 4681

Fax

049 511 532 8094

Email

gottlieb.jensmh-hannover.de

 

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