
Kurzgefasste Geschichte der Strahlentherapie und speziellen Onkologie
Die Strahlentherapie und spezielle Onkologie ist nach Gründung der MHH aus der Abteilung Radiologie im Krankenhaus Oststadt 1965 (dort 1967 erste Telekobalteinheit) hervorgegangen. Prof. Dr. med. Stender als damaliger Chef war der erste in Deutschland, der die Radioonkologie und Strahlentherapie als selbstständigen Arbeitsbereich aus der Gesamtradiologie ausgliederte. Eine Entwicklung, die mittlerweile auch außerhalb der Hochschulen in Deutschland zur Regel geworden ist. Seit August 1972 befindet sich die Strahlentherapie und spezielle Onkologie auf dem Gelände der MHH und zeichnet sich als Besonderheit durch ebenerdige Räume mit Tageslicht aus.
Folgende Direktoren leiteten die Strahlentherapie und spezielle Onkologie: Prof. Dr. H. St. Stender (1965-1969), Prof. Dr. G. Notter (1969-1971) und Prof. Dr. Kh. Renner (1971-1987). Nach einer kommissarischen Leitung durch die Oberärztin Frau Dr. A. Emminger leitete Prof. Dr. J. H. Karstens von 1992 bis 2011 die Abteilung. Seit 1.1.2012 hat Prof. Dr. med. Hans Christiansen die Leitung der Abteilung Strahlentherapie und spezielle Onkologie übernommen.
Die Strahlentherapie und spezielle Onkologie verfügt über Ambulanzen und Sprechstunden, einen Funktionsbereich mit den Bestrahlungsgeräten sowie eine interdisziplinär ausgerichtete Bettenstation.
Personal (ohne Krankenpflegepersonal)
Apparative Ausstattung
Leistungsspektrum und Forschungsaktivitäten
In der Strahlentherapie und speziellen Onkologie werden alle herkömmlichen Verfahren der Strahlentherapie zur Behandlung von bösartigen und gutartigen Erkrankungen eingesetzt. Dies schließt auch die Verwendung zusätzlicher medikamentöser Therapieformen (z. B. Radiochemotherapie) ein. Durch eine Rufbereitschaft sowohl der Fachärzte als auch der Medizinphysiker ist sichergestellt, dass beispielsweise auch an Wochenenden in dringlichen Fällen die Bestrahlungsindikation gestellt wird und die Bestrahlung durchgeführt werden kann.
In engem interdisziplinären Kontakt werden außerdem folgendeTherapiekonzepte durchgeführt
Zusätzlich werden im Rahmen der regelmäßig stattfindenden interdisziplinären Konferenzen des Tumorzentrums multimodale Behandlungskonzepte mit allen onkologisch tätigen Abteilungen besprochen und aufeinander abgestimmt. Die Strahlentherapie und spezielle Onkologie bietet darüber hinaus allen interessierten und dafür in Frage kommenden Patienten sowohl eigene als auch nationale wie internationale Studien zur Optimierung der Therapieresultate an.
Lehre
Mehrere Lehrveranstaltungen für die Studenten werden angeboten. Es besteht die volle Weiterbildungsberechtigung. Regelmäßige interdisziplinäre Konferenzen im Rahmen des Tumorzentrums finden statt
Drittmittel und Kooperationen
Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Biochemie und Tumorbiologie im Zentrum Frauenheilkunde sowie diverse nationale und internationale Kooperationen. Die Strahlentherapie und spezielle Onkologie verfügt über Drittmittel unter anderem durch Stiftungen, die hochschulinterne Leistungsförderung und andere Finanzgeber.
Mitarbeit in Gremien
Prof. Christiansen ist Geschäftsführer des "Ausschusses Ausbildung Medizinstudenten" der "Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie" (DEGRO) sowie Geschäftsführer der "Akademie der DEGRO und des BVDST (Berufsverband Deutscher Strahlentherapeuten) zur Fort- und Weiterbildung in der Radioonkologie"

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