
Titel: Einsatz des heiQ Fragebogens als Instrument zur Sicherung der Ergebnisqualität im Rahmen des BETSI-Konzepts
Laufzeit: 01.01.2010 bis 30.06.2012
Förderer: Deutsche Rentenversicherung Bund
http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/
Fördersumme: 47.850 Euro
Leitung: Schwarze, Monika (Dr. Dipl.-Psych.) – Koordinierungsstelle Angewandte Rehabilitationsforschung (KoReFo); Schuler, Michael (Dipl.-Psych.) - Universität Würzburg, Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie (Vorstand: Prof. Dr. Dr. Hermann Faller)
Mitarbeiter/-innen: Langenbach, Anna (Dipl.-Psych.) - KoReFo; Lukasczik, Matthias (Dipl.-Psych.)
Hintergrund:
Rahmenkonzept BETSI: Um den medizinisch-gesundheitspolitischen Herausforderung besser begegnen zu können, die sich durch die gestiegene Lebenserwartung, die Zunahme chronischer Erkrankungen und die Verlängerung der Lebensarbeitszeit ergeben, haben die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Deutsche Rentenversicherung Westfalen und die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg das Rahmenkonzept BETSI zur frühzeitigen und teilhabeorientierten Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit von erwerbstätigen Versicherten erarbeitet. Durch frühzeitig einsetzende Interventionen, die Elemente aus dem Spektrum der medizinischen Rehabilitation enthalten, soll die drohende Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit und ein damit verbundener Rehabilitationsbedarf vermieden werden.
Die geplanten Maßnahmen gliedern sich in drei Phasen:
Die (stationäre) Initialphase, die (ambulante) Trainingsphase und die Nachsorgephase.
Evaluation mittels des heiQ:
Die primären Interventionsziele (Lebensstiländerung, Aktivitätsförderung, besserer Umgang mit körperlichen und psychischen Anspannungen, Verbesserung der Problembewältigungsfähigkeit im Arbeitsalltag, Förderung gesundheitsgerechter Verhaltensweisen, bessere Körperwahrnehmung und Schmerzprophylaxe), die im Rahmen des Projektes BETSI zu erreichen versucht werden, decken sich weitgehend mit den Zielen, die üblicherweise für Patientenschulungen im rehabilitativen Kontext formuliert werden und die im wesentlichen mit den Schlagwörtern Erhöhung von „Selbstmanagement“, „Compliance“ und „Empowerment“ zusammengefasst werden können (Faller et al, 2005).
Um den Erfolg der geplanten Maßnahmen evaluieren zu können und das Erreichen der Interventionsziele wissenschaftlich belegen zu können, müssen geeignete Instrumente zur Verfügung stehen, die die relevanten Zielparameter erfassen.
Osborne et al. (2007) entwickelten in Australien das Fragebogenset „heiQ“
(„Health Education Impact Questionnaire“), dessen zentraler Fragebogen „heiQ-Core“ auf acht Skalen zentrale Aspekte von Selbstmanagement (bspw. Skala „Selbstüberwachung und Krankheitsverständnis“), Compliance (z.B. Skala „gesundheitsförderndes Verhalten“) und Empowerment (z.B. Skala „Zurechtfinden im Gesundheitswesen“) schulungsnah erfasst.
Aufgrund der Übereinstimmung zwischen den formulierten Interventionszielen des Projektes BETSI und den durch den heiQ gemessenen Parametern, scheint der heiQ als Evaluationsinstrument besonders geeignet.
Ziele des Vorhabens:
Im Rahmen des Projektes wird psychometrisch überprüft, ob das Fragebogenset heiQ (Health Education Impact Questionnaire) als Evaluationsinstrument der im Rahmen des von der DRV Bund, DRV Westfalen und DRV Baden-Württemberg initiierten Projekts „Beschäftigungsfähigkeit teilhabeorientiert sichern (BETSI)“ durchgeführten Maßnahmen geeignet ist und eventuell in eine spätere Verstetigung der Evaluation von BETSI übernommen werden kann.
Darüber hinaus soll der heiQ auf seine Eignung zur Identifikation von Risikofaktoren und/oder –gruppen eines möglichen Verlusts der Erwerbsfähigkeit überprüft werden.
Untersuchungsdesign und Methoden:
Zur psychometrischen Evaluation des heiQ sollen die Teilnehmer den heiQ-Core zu 5 Zeitpunkten ausfüllen: Unmittelbar vor der Initialphase (t1), nach der Initialphase (t2), nach der ambulanten Trainingsphase(t3) sowie zu drei (t4) bzw. sechs Monate (t5) nach Beendigung der Trainingsphase (also während der Nachsorgephase).
Es sollen Änderungssensitivitätswerte sowie Validitätswerte berechnet werden, darüber hinaus erfolgt die Identifikation möglicher Risikofaktoren.
Implikationen für die Praxis:.
Der heiQ soll als Evaluationsinstrument für das Konzept BETSI verstetigt werden und routinemäßig den Maßnahmenkatalog des Präventionsprogrammes begleiten.
Kooperierende Einrichtungen:
Deakin University Melbourne,
School of Health and Social Development
Professor Dr. R. Osborne, PhD
http://www.crd.unimelb.edu.au/heiq/
Institut für Rehabilitationsforschung e.V. Norderney, Abteilung Bad Rothenfelde
Institut für Rehabilitationsforschung e.V. Norderney, Abteilung Ennepetal
http://www.rehaforschung-norderney.de/
Teilnehmende Klinken:
Klinik Königsfeld in Ennepetal
http://www.klinik-koenigsfeld.de/
Klinik Münsterland in Bad Rothenfelde
http://www.klinik-muensterland.de/
Rehabilitationszentrum Bad Salzuflen
http://www.rehazentrum-badsalzuflen.de/
Links:
Original Fragebogen heiQ an der Universität Melbourne:
http://www.crd.unimelb.edu.au/heiq/
Universität Würzburg Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie:
http://www.psychotherapie.uni-wuerzburg.de/
Klinik für Rehabilitationsmedizin, Koordinierungsstelle Angewandte Rehabilitationsforschung:
http://www.mh-hannover.de/korefo.html