
Aufgabe der strategischen Führung ist die Identifikation, der Erhalt und der Ausbau von Erfolgspotenzialen, die einem Unternehmen eine erfolgreiche Positionierung in einer sich kontinuierlich verändernden Umwelt ermöglichen.
Nachhaltig erfolgswirksame, strategische Wettbewerbsvorteile zu schaffen und auszubauen bedeutet aber auch eine kontinuierliche Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit auf allen Ebenen voranzutreiben. Dies erfordert eine vorausschauende strategische Planung, die an der MHH auch über den klassischen Ansatz der Balanced Scorecard (BSC) realisiert ist.
Bei der Operationalisierung der aus der Strategiekarte der MHH (BSC) abgeleiteten strategischen Ziele wirkt die Stabsabteilung Unternehmensentwicklung durch zukunftsgerichtete kreative Ideen und Lösungsansätze sowie Unterstützung bei der Umsetzung geeigneter Maßnahmen auf eine bestmögliche Realisierung hin.
Ein Schlüsselfaktor, der als Maßstab für den Erfolg eines Wettbewerbvorteils herangezogen wird, ist die Qualität: der Erfolgsfaktor „Qualität in der medizinischen Versorgung" ist in erster Linie an den Bedürfnissen der Patienten ausgerichtet. Relevant ist, dass die Qualität wichtiger Leistungsmerkmale auch transparent gemacht und von den Adressaten tatsächlich wahrgenommen wird. Neben den vielfältigen MHH-internen Projekten zur Einführung von Qualitätssystemen beteiligt sich die MHH an unterschiedlichen regionalen und nationalen Qualitätsinitiativen. Diese haben sich u.a. zum Ziel gesetzt, Qualität für Patienten transparent und greifbar zu machen aber auch Impulsgeber für Qualitätsverbesserungen zu sein. Das Zentrale Qualitätsmanagement der Unternehmensentwicklung begleitet diese Initiativen aktiv, zum Teil in federführender Funktion.
Patienten erwarten zunehmend eine durchgängig hervorragende Qualität der angebotenen Leistungen. Ein zentrales Messinstrument für wahrgenommene Qualität ist die Erhebung und Bewertung der Patientenzufriedenheit sowie der Zufriedenheit der zuweisenden Ärzte und der Kooperationspartner. Über Zufriedenheitsbefragungen und das Beschwerdemanagement erhalten wir wertvolle Hinweise auf Verbesserungspotenziale.
Als Beispiele für wettbewerbsrelevante Erfolgspotenziale lassen sich die Neuproduktentwicklung und die Vernetzung anführen. Die Unternehmensentwicklung versteht sich als Katalysator für die Entwicklung und Vermarktung dieser neuen Produkte. Businesspläne und Marketingkonzepte werden mit Blick auf die Gesamtstrategie der MHH entwickelt. Markt- und Wettbewerbsanalysen liefern dabei das Handwerkszeug für die abzuleitende Marketingstrategie.
Die Vernetzung als strategischer Erfolgsfaktor bezieht sich einerseits auf die Verknüpfung von Forschung, Lehre und Krankenversorgung, andererseits auf ganz konkrete klinische Problemstellungen und Produktentwicklungen, für die medizinische Versorgungsnetzwerke geschaffen und gelebt werden. Hierzu hat sich an der MHH eine wertschätzende Kooperationskultur "auf Augenhöhe" etabliert, die von umfangreichen sektorenübergreifenden Qualitätskonzepten untermauert wird. Dabei wird es künftig immer komplexere, mehrdimensionale, überregionale Kooperations- und Vertragstypen geben, die die Verbesserung des Patienten-Outcome in der medizinischen Versorgung zum Ziel haben.
Das IT-Transfermanagement der Unternehmensentwicklung schlägt die Brücke zwischen den Prozessen in Forschung und Lehre, Krankenversorgung sowie der Administration und der IT-Infrastruktur. Sicherstellung der operativen Exzellenz bedeutet hier: wo kann IT die Prozesse durch den gezielten Einsatz von Informations- und Kommunikationssystemen unterstützen? Schneller und sicherer Datenzugriff, intelligente Workflow-Unterstützung, Vermeidung von Datenredundanz sind Schlagwörter, welche die umfassenden Aufgaben des IT-Transfermanagements beschreiben, die in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Informationsmanagement (ZIMt) gelöst werden.
Strategische Veränderungsprojekte werden zur Lösung neuartiger, komplexer, oft interdisziplinärer Probleme von der Unternehmensentwicklung aufgenommen, angeregt, durchgeführt und begleitet. Solche komplexen und innovativen Fragestellungen können nicht intuitiv gelöst werden. Strategisches Veränderungsmanagement bedarf einer systematischen Planung mit hoher Fach- und Methodenkompetenz, um das Risiko von Fehlentscheidungen und Fehlallokationen zu verringern und das Erfolgspotenzial zu heben.
Das zentrale workflow-gestützte Projektmanagementsystem bietet hierzu Methoden und Verfahren zur Planung, Überwachung und strategischen Steuerung der Projekte.
Ein Schwerpunkt der Projekte liegt auf der Prozessoptimierung: Verschlankung der Abläufe und Beseitigung von Schwachstellen im Prozess. Die erfolgreiche Durchführung von innovativen Projekten bildet damit eine wesentliche Voraussetzung für die Erzielung von Wettbewerbsvorteilen.
All diese Ansätze tragen letztlich dazu bei, dass trotz des hohen Effizienzdrucks die Qualität der medizinischen Versorgung der Patienten und mit ihr der kontinuierliche Verbesserungsprozess im Zentrum des Interesses bleibt. Medizin und Ökonomie stehen hierbei in keinem Widerspruch – im Gegenteil: ökonomisches Handeln ist und bleibt Voraussetzung für einen erfolgreichen Gesundheitsdienstleister, damit auch weiterhin Spitzenmedizin für Patienten angeboten werden kann und bezahlbar bleibt.