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Lungentransplantation

Die Lungentransplantationsambulanz der Kinderklinik betreut Kinder und Jugendliche vor und nach Lungen- (LTx) oder Herz-Lungentransplantation (HLTx). Diese beiden Transplantationsverfahren stellen eine Therapieoption dar, wenn trotz Ausschöpfung der konservativen Behandlungsmöglichkeiten das Organversagen droht. Die häufigste zur Lungentransplantation führende Erkrankung im Kindes- und Jugendalter ist die Mukoviszidose. Weitere Indikationen sind u.a. die pulmonale Hypertonie, die Lungenfibrose und die Bronchiolitis obliterans (z.B. als Komplikation nach Stammzelltransplantation).
An der Medizinischen Hochschule Hannover werden pro Jahr durchschnittlich 8-10 LTx und eine HLTx bei pädiatrischen Patienten durchgeführt. Dies stellt die Mehrzahl aller jährlich in Deutschland durchgeführten Lungen- und Herz-Lungentransplantationen dar.

die Ambulanz stellt sich vor

Oberarzt 
 
Dr. med. N. Schwerk
 
 

 

 

 

 

 

Ambulanzschwestern
 
Frau Kuhlemann
Frau Döring
Frau Makowski
 
 
Sprechstunde:
  
Mo 8:30-12:30
Di 10-12 Uhr und nach Vereinbarung
 
 
Anmeldung:
 
0511- 532 3251
0511- 532 9474

Unterlagen für den Ambulanzbesuch:

 

Bitte mitbringen:

  • Überweisung an die Kinderpneumologie
  • Versichertenkarte
  • gelbes Heft/ Impfheft
  • Alle verfügbaren Arztberichte
  • Alle verfügbaren Röntgen- und CT-Aufnahmen in digitaler Form
  • Unterlagen gemäß tel. Absprache

 

 

 


 
Für den Erstkontakt bieten wir ein informelles Gespräch zum Thema Transplantation im Rahmen eines Ambulanzbesuches an. In sehr vielen Fällen bietet allerdings ein stationärer Aufenthalt über 3-5 Tage mehr Möglichkeiten für Patienten und Eltern, sich mit dem Thema Transplantation zu beschäftigen und zusammen mit unserem Team Behandlerteam eventuell vorhandene Möglichkeiten der Therapieoptimierung vor Transplantation zu erarbeiten (s.u.: weitere Informationen für Patienten und Eltern).

Krankheitsspektrum:

  • Lungen- und Herz-Lungenerkrankungen mit Verschlechterung unter maximaler konservativer Therapie

Liebe Eltern, liebe Kollegen, hier finden Sie weitere Informationen:

 

Für Patienten und Eltern:

Chronische Lungen- oder Herz-Lungenerkrankungen stellen für die Betroffenen immer eine erhebliche Belastung dar. Dies spitzt sich zu, wenn es trotz aller Therapieanstrengungen zu einer weiteren Verschlechterung des Gesundheitszustandes kommt und die Frage nach dem „wie geht es weiter?“ im Raum steht.

Die Lungen- oder Herz-Lungentransplantation stellt in diesen Fällen eine mögliche Therapieoption dar. Die Beschäftigung mit diesem Thema ist für die Betroffenen häufig schwierig, da damit mehrere Veränderungen und Unsicherheiten verbunden sind: ein anderes Behandlungszentrum mit noch unbekanntem Personal, möglicherweise neue Anforderungen, ein sehr großer chirurgischer Eingriff, mögliche Komplikationen und Unsicherheiten bezüglich der Prognose. Einfacher kann es werden, wenn man sich frühzeitig mit dem Thema beschäftigt und Kontakt zu einem Transplantationszentrum aufnimmt, ohne „mit dem Rücken zur Wand“ zu stehen. Eine Vorstellung bei uns ist prinzipiell für alle Patienten überlegenswert, die an einer chronischen Lungenerkrankung leiden, die mit einer verkürzten Überlebenszeit einhergehen. Eine Kontaktaufnahme sollte erwogen werden, wenn es z.B. durch die Erkrankung zu einer deutlichen Einschränkung in der Bewältigung des Alltags gekommen ist (z.B. vermehrte Fehlzeiten in Schule oder Ausbildung), der Sauerstoffbedarf ansteigt, mehrfach außerplanmäßige stationäre Therapien notwendig geworden sind oder Zeichen eines schnelleren Krankheitsfortschritts zu erkennen sind.

Die Vorstellung in unserem Transplantationszentrum ist in keiner Weise mit einer Festlegung auf eine Transplantation verbunden. Grundsätzlich werden zunächst sämtliche Möglichkeiten der Verbesserung der konventionellen Therapie ausgenutzt. Hierzu steht ein erfahrenes Team aus Ärzten, Kinderkrankenschwerstern, Physiotherapeutinnen, Ernährungsberaterinnen, Psychologen und Sozialarbeiter zur Verfügung. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit Kollegen der benachbarten Disziplinen wie Kinder-Gastroenterologie, Kardiologie und Nephrologie, der Herz-Thoraxchirurgie, der Radiologie, Mikrobiologie und Virologie zusammen. Eine solche Therapieoptimierung, die immer auch den Blick auf die Möglichkeiten des einzelnen Patienten haben muss, ist ambulant nicht möglich. Daher bieten wir grundsätzlich bereits für den Erstkontakt einen etwa einwöchigen stationären Aufenthalt an. Dieser dient auch dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Aufbau eines Vertrauensverhältnisses, das auch für die Zeit nach einer Transplantation sehr wichtig ist. Nur durch eine gewissenhafte Therapiedurchführung kann mit der Transplantation eine Lebenszeitverlängerung und die Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden. In der Regel erfolgt die Planung einer Vorstellung bei uns durch Ihren behandelnden Arzt. Unabhängig davon können Sie mit uns auch direkt Kontakt aufnehmen:

telefonisch unter:

  • 0511/532-3251

per Mail:


 

 

 

Für Ärzte:

Erste Kontaktaufnahme gerne auch über EMail:

Zur Vorbereitung der Vorstellung Ihres Patienten in unserer Klinik bitten wir um folgende Informationen (je nach Grunderkrankung evtl. abweichend):

  • kurze Epikrise über den bisherigen Krankheitsverlauf
  • Lungenfunktionsbefunde seit Beginn der Lungenfunktionsmessungen (1 Befund jährlich reicht)
  • kapillären Blutgasanalyse
  • Echokardiographiebefund
  • ggf. Herzkatheterbefund
  • Chronologie der Keimbesiedlung: wann Erstnachweis, welche Therapien
  • aktueller Sputumbefund inklusive Untersuchung auf atypische Mykobakterien
  • CT-Thorax: falls vorliegend, bitte auf CD mitgeben
  • Einschätzung der Therapiecompliance bezgl. oraler Medikation, Inhalationstherapie, häuslicher Physiotherapie, Ernährungstherapie
  • Reha: falls Reha-Maßnahmen erfolgt, bitte Übersendung der Berichte