
E-Learning Unfallchirurgie
Bereits als Student der Medizin ist einem der Name Tscherne durch das von ihm mit herausgegebene Lehrbuch der Chirurgie (Heberer - Köle - Tscherne) geläufig. Doch nicht nur in der Theorie, auch in der Praxis lernt der angehende Arzt die Hannoversche unfallchirurgische Schule kennen. Neben den Hauptvorlesungen Notfallmedizin oder Unfallchirurgie sind es vor allem die klinischen Kurse, die den angehenden Arzt in die Unfallchirurgie führen.
Von den Mitarbeitern der Abteilung werden notfallmedizinische Praktika durchgeführt, in denen die Erstversorgung von verunfallten oder schwerkranken Patienten erlernt wird.
Der oftmals erste echte Patientenkontakt findet in den klinischen Untersuchungskursen statt. Hier werden die Studenten am Patientenbett in die Anamneseerhebung und klinische Untersuchungstechnik von Verletzungen eingeführt. Für besonders interessierte Studenten werden zusätzlich unfallchirurgische Electives angeboten. Das Spektrum der angebotenen Electives reicht von klinischen Visiten bis zu Operationsübungen am Kunstknochen, von Sonographiekursen bis zu Multimediaanwendungen in der Unfallchirurgie, von Gipskursen bis zur Erarbeitung von Algorithmen. Nicht wenige Forschungsarbeiten und auch Doktorarbeiten sind in diesen Intensivkursen der Unfallchirurgie entstanden.
Über das ganze Jahr verteilt sind ständig 3-5 Studenten im Praktischen Jahr. In der vorlesungsfreien Zeit sind zusätzlich 3-4 Famulanten in der Klinik tätig, die hier ihre Ausbildung erhalten. Von den ärztlichen Mitarbeitern der Klinik wurden im WS 2004/2005 ca. 540 Stunden und im SS 2005 ca. 450 Stunden - Notfallkurse gibt es nur im Wintersemester - für die studentische Ausbildung investiert.
Weiterhin wurden in 30 Jahren Unfallchirurgie 179 Dissertationen verfasst und Ihre Autoren promoviert.
Hier finden Sie aktuelle Angebote für Doktorarbeiten in der Unfallchirurgie.
![]() Herr cand. med. Volker Stüber |
Junior Docs in der Unfallchirurgischen Klinik
Seit April 2008 wird das ärtztliche Personal der Unfallchirurgischen Klinik durch sogenannte Junior Docs bereichert. Die Idee wurde aus dem angloamerikanischen Raum nach Vorbild der sogenannten „leg holder“ übernommen. Prinzip ist einerseits eine Unterstützung der bestehenden Ärzteschaft bei sämtlichen Tätigkeiten im Operationssaal. Dies führte bereits seit Einführung zu einer merkbaren Entlastung des ärztlichen Personals. Andererseits sieht das Konzept eine möglichst frühe Einbindung junger engagierter Kollegen in den workflow chirurgischer Fächer vor. So können die angehenden Ärzte unmittelbar nach dem Physikum mit dieser Tätigkeit beginnen und früher als bisher am Operationstisch erste Erfahrungen sammeln. Die Junior Docs werden nach dem Hilfswissenschaftler Satz der MHH entgolten. Auch das feedback der Junior Docs war bisher uneingeschränkt positiv.
„Wir werden hier sehr gut akzeptiert. Ich möchte später etwas im Bereich Unfallchirurgie, Orthopädie oder Plastische Chirurgie machen, und es gibt aus meiner Sicht kaum eine bessere Möglichkeit sich darauf vorzubereiten, und das auch noch bezahlt …“ meint Herr cand. med. Volker Stüber.