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Medizinische Hochschule Hannover | Carl-Neuberg-Str.1 | 30625 Hannover | Tel.:(+49) 0511-532-0

Allgemeine Informationen

 

 

 

Die MHH ist eine eigenständige universitäre Einrichtung, in der Krankenversorgung, Forschung und Lehre miteinander verbunden sind. Das Klinikum der MHH gewährleistet medizinische Akut- und Spitzenversorgung weit über die Region Hannover hinaus.

Die Klinik für Nuklearmedizin der MHH versorgt das Klinikum und ein weites Einzugsgebiet in Niedersachsen und darüber hinaus mit allen nuklearmedizinischen Leistungen. Zum Aufgabenbereich gehören die diagnostische und therapeutische Anwendung offener radioaktiver Substanzen, die gebietsbezogene Forschung und Lehre sowie der Strahlenschutz.

In der Diagnostik wird das gesamte Spektrum nuklearmedizinischer Verfahren zusammen mit ergänzenden bilddiagnostischen Verfahren angeboten. Spezielle Schwerpunkte sind die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und die Single-Photonen-Emissionstomographie (SPECT). Mit diesen Verfahren wird die räumliche Verteilung von Stoffwechselvorgängen, von biochemischen Veränderungen sowie Veränderungen der molekularen Zusammensetzung von Zellen bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Tumoren) dargestellt. Diese Darstellung kann sowohl in Form von Übersichtsbildern des ganzen Körpers als auch von Schichtbildern erfolgen. Häufig sind ergänzende Informationen zur genauen Lokalisation und zu strukturellen Veränderungen erforderlich. Hierfür stehen modernste Kombinationsgeräte zur Verfügung, die die nuklearmedizinische Bildgebung durch die (Röntgen-)Computer-Tomographie (CT) ergänzen.

Nuklearmedizinische Therapien werden überwiegend stationär durchgeführt. Hierfür stehen 2 Stationen mit insgesamt 22 Betten zur Verfügung. Therapiert werden vorrangig Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen (Schilddrüsenüberfuktion, Organvergrößerungen, Schilddrüsenkrebs). Daneben werden spezielle neuroendokrine Tumore, Lymphome und Knochenmetastasen mit radioaktiven Stoffen behandelt.

In der Schilddrüsen-Ambulanz werden Patienten mit gutartigen und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen untersucht und behandelt. Eine zentrale Aufgabe der Klinik besteht in der systematischen Betreuung und Nachsorge von Patienten mit differenziertem Schilddrüsenkrebs.

Häufige Untersuchungsarten sind neben der Schilddrüsendiagnostik die Untersuchung des Skeletts, des Herzens, des Gehirns, der Nieren, der Lokalisation von Infekten bzw. Entzündungen und des Magen-Darm-Trakts sowie des Leber-Galle-Systems. Abgesehen von der Schilddrüsendiagnostik werden nuklearmedizinische Untersuchungsmethoden in der Regel gezielt angefordert, nachdem bereits eine andere haus- oder fachärztliche Vordiagnostik stattgefunden hat. Die Strahlenexposition liegt bei nuklearmedizinischen Untersuchungen – je nach spezieller Fragestellung – meist in der Größenordnung einfacherer Röntgenuntersuchungen.

Die Klinik für Nuklearmedizin nimmt umfangreiche Service-Aufgaben war. Sie ist verantwortlich für die korrekte Bestellung und Lieferung sowie Entsorgung aller radioaktiven Substanzen, die an der MHH, auch in den vielfältigen Forschungslaboratorien, verwendet werden. Für den Strahlenschutz sowie für spezielle Forschungsaufgaben steht ein Ganzkörperzähler zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine Messeinrichtung, mit der natürlich vorkommende oder zivilisatorisch aufgenommene radioaktive Stoffe in geringsten Mengen nachgewiesen werden können. Diese Einrichtung ist zugleich anerkannte und zugelassene Messstelle des Landes Niedersachsen. Die spezielle Ausbildung und Erfahrung unseres Personals ermöglicht eine kompetente Beratung in allen Fragen des Strahlenschutzes. Daher gehört die Klinik auch zum Netzwerk der „Regionalen Strahlenschutzzentren“ in Deutschland, das von der Berufsgenossenschaft Elektrotechnik betrieben wird.

In der Forschung stehen die Markierung von Leitsubstanzen für Rezept-/Ligandsystemen und die Entwicklung neuer Therapieverfahren mit Radionukliden im Vordergrund. So gelang in der Klinik erstmalig die Darstellung von Somatostatinrezeptoren mit der Positronen-Emissions-Tomographie und die Darstellung von Cannabinoidrezeptoren am Menschen. Mit dem in der Klinik vorhandenen Teilchenbeschleuniger (Zyklotron) wurden wegweisende experimentelle Therapien mit Alphastrahlern durchgeführt.

Die Klinik nimmt eine umfangreiche Lehrtätigkeit wahr. Neben den Pflichtvorlesungen für Studenten werden regelmäßige Weiter- und Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt. Der Direktor der Klinik hält darüber hinaus regelmäßige Vorlesungen im Rahmen der „European School of Nuclear Medicine“.

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