
Harnblasentumore haben unterschiedliche Wachstumseigenschaften. Das oberflächliche Blasenkarzinom wächst meist zottig in die Blasenhöhle ein und lässt sich durch eine Blasenspiegelung ohne weiteres darstellen. Auch das aggressive, muskelinvasive Blasenkarzinom lässt sich zumeist problemlos erkennen. Eine Zwischenform stellt das flächig wachsende, nicht in die Muskulatur eindringende Blasenkarzinom (Carcinoma in situ (CIS)) dar. Es ist zumeist schlecht erkennbar. Auch winzige Tumorbefunde der beiden ersten Tumorarten sind unter Umständen schlecht darstellbar. Um jedoch bei einer Resektion (Entfernung) den Tumor sichtbar machen und möglichst vollständig entfernen zu können, kann eine sogenannte photodynamische Diagnostik sinnvoll sein.
HEXVIX® ist das einzige derzeit zugelassene Arzneimittel für die photodynamische Diagnostik (PDD), um Harnblasentumore besser sichtbar bei einer transurethralen Resektion sichtbar zu machen.
In einer HEXVIX®-Zystoskopie können Veränderungen der Blase nachgewiesen werden, die mit der Standard-Weißlicht-Zystoskopie unter Umständen nicht darstellbar sind. Nach der Gabe des Medikamentes in die Harnblase wird es in einen photoaktiven Stoff umgewandelt, der sich in Tumorzellen anreichert. Unter Blaulicht fluoreszieren diese Zellen rot und können wesentlich einfacher identifiziert werden. Hierdurch wird HEXVIX®-Zystoskopie zu einer hochempfindlichen diagnostischen Methode.
HEXVIX® wird mit Instrumenten eingesetzt, die mit Filtern ausgerüstet sind, so dass sowohl eine Standard-Weißlicht-Zystoskopie als auch eine Blaulicht-Fluoreszenz-Zystoskopie im Wechsel möglich sind.
In unserer Klinik können wir Ihnen diese Technik zur verbesserten Darstellung von Blasentumoren anbieten. Wir beraten Sie diesbezüglich gerne.