
Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat am 23. Mai 2008 nach rekordverdächtiger Bauzeit von 14 Monaten den Neubau des Hans-Borst-Zentrums für Herz- und Stammzellforschung eröffnet, nun können die Forschergruppen des Exzellenzclusters „Rebirth“ endlich unter einem Dach interdisziplinär zusammenarbeiten. Auf 3300 Quadratmetern werden Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen an innovativen Therapien zur Regeneration von Herz, Lunge, Leber und Blut arbeiten. 110 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler starten jetzt mit ihren Forschungen im neuen Gebäude, in den nächsten beiden Jahren sollen noch weitere 40 Kolleginnen und Kollegen hinzukommen. Mehr als 13 Millionen Euro kostete das neue Forschungszentrum, finanziert von der Braukmann-Wittenberg Herz-Stiftung aus Burgwedel. „Die Entscheidung der Braukmann-Wittenberg Herz-Stiftung, der MHH diesen Laborbau zu finanzieren, war das Sahnehäubchen auf dem Rebirth-Antrag und hat Gutachter und die DFG überzeugt“, betonte Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann, Präsident der MHH. Das Projekt „Rebirth“ (From Regenerative Biology to Reconstructive Therapy) hatte 2006 bei der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern eine Förderung von 40 Millionen Euro für die folgenden fünf Jahre erhalten.
Das Exzellenzcluster „Rebirth“ ist hochschul- und fächerübergreifend angelegt, beteiligt sind außer der MHH die Leibniz-Universität Hannover, die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin, die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft mit ihrem Institut für Tierzucht in Neustadt-Mariensee, das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und das Max-Planck-Institut Münster. Das Cluster fußt auf den Ergebnissen herausragender Forschergruppen, die sich insbesondere mit der Stammzellforschung und Gewebezucht beschäftigen.
